Frage von 7papillon7,

getrennte Veranlagung zu Eink.Steuer möglich?

Mein Partner lebt seit April 2011 von seiner Ehefrau getrennt. Scheidung erfolgte August 2012. Beide vereinbarten, eine gemeinsame St.Erklärung für 2011 einzureichen. Nun hat mein Partner seinen Teil der Steuererklärung fertig - dies ihr zugestellt - und die Holde ist bis heute, dem 31.12.2012, nicht in die Gänge gekommen, die Erklärung für ihren Part zu erstellen. Beide hatten seinerzeit auch mündlich die Teilung der zu erwartenden Rückzahlung vereinbart. Er hat sein Einkommen als Lehrer - sie ein kleines Einkommen als Halbtagskraft. Somit erhielt sie mtl. 1.350€ auf ihr Konto überwiesen- welche sich aufteilten als Unterhalt: 850€ für die Ehefrau - und 500€ Unterhalt für die gemeinsame 17jährige Tochter, die Ende 2011 18 Jahre alt wurde. Nun hat er die Faxen dicke, dass er einerseits so großzügig Unterhalt gezahlt hat, pünktlich seinen Part der Einkommensteuer-Erklärung 2011 erfüllt hat -und die geschiedene Ehefrau nun der Vereinbarung nicht nachkommt, ihrem Part der Steuererklärung nachzukommen. Frage: a) kann er eine getrennte Veranlagung beantragen? (ich meine "ja", indem er ein Kreuz auf S. 1 des Mantelbogens macht ) - und bis heute, 23.59h, seinen Part der Steuererklärung dem Finanzamt faxt (Fax-Bestätigung vorausgesetzt) - und mit einem Anschreiben dem Finanzamt mitteilt, dass er sehr wohl und gern seiner Pflicht ordnungsgemäss nachgekommen ist b) ich denke, dass bei ihm -aufgrund der hohen Unterhaltsleistungen- eine Rückerstattung zu erwarten ist, richtig? c) muß er diese zu erwartende Rückerstattung mit der damaligen Ehefrau teilen? d) ist noch etwas zu beachten? e) wie sieht es überhaupt mit der Frist für die Einreichung einer (freiwilligen) Eink.Steuer-Erklärung aus für 2011 ? Ich bin gespannt auf die "hilfreiche Antwort", auf die ich mich sehr freue, um in diese leidliche Geschichte einen hilfreichen Abschluss zum Jahresende einbauen zu können. Lieben Gruß Doris Knipper

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Meandor,

a) Ja. Kann er

b) Ehegattenunterhalt ist nur abzugsfähig, wenn der andere Ehegatte zugestimmt hat.

c) Eventuell. Ist aber ein Zivilrechtliches Problem.

d) Er könnte die Zustimmung der Ehefrau auch zivilrechtlich einklagen.

e) Die "freiwillige" 2011er Erklärung kann noch bis Ende 2015 eingereicht werden.

Kommentar von EnnoBecker ,

Anscheinend hast du dich durchgekämpft.

Was will sie denn alles so wissen?

Kommentar von 7papillon7 ,

Da bedanke ich mich ganz herzlich! Auf jeden Fall wünsche ich erst einmal: alles Gute für das Neue Jahr 2013 ! ! ! Ein nettes Anschreiben ans Finanzamt ist -mitsamt der Erklärung für 2011- noch gestern gefaxt worden. Im Anschreiben ist die Bitte vermerkt, a) eine getrennte Veranlagung für 2011 zu wünschen b) dass ihm die Einkünfte der bislang immer mitveranlagten Ehefrau nicht bekannt gegeben worden seien und ihm auch nicht zugänglich wären c) er eine separate Steuernr. bitte mitgeteilt bekommen möchte. Die Anlage U ist jetzt zu fertigen - und - wie auch unter b) in der Antwort vermerkt, von ihr zu unterzeichnen. Nun das Prekäre: Er hat stets diese 1.350€ auf ihr Konto überwiesen - und mündlich waren diese 850€ für die Ehefrau - und 500€ für die Tochter vereinbart. Nun stellt sich heraus, dass die Tochter von den 500€ nichts mitbekommen hat,....also nicht um die Höhe des Betrages wußte - und von der Mutter Kost, Logie, und Zuwendungen erhielt - aber nie diese 500€ als "Monats-Budget" ihr bewußt waren oder eine "Abrechnung" hierzu erfolgt ist. Somit sind diese 1.350€ in den Haushaltsetat der 2011 getrennt lebenden Ehefrau eingeflossen und nach ihrem Ermessen verteilt/ausgegeben/gespart/verwaltet worden. Frage/n: Was spräche dagegen, die vollen 1.350€ als Zuwendung an die Ehefrau in Anlage U einzutragen? Wie müssten, wenn die 500€ als ausschliessliches Unterhaltsgeld für die Tochter dargestellt würden, diese 500€ mtl. Unterhalt für's "Kind" in der Steuererklärung ausgewiesen werden? Ich meine, hier müsste bei der Steuererklärung eine Art "Nachtrag" - eine "Nachreichung" dieser Beträge und Anlagen gemacht werden. Auf keinen Fall dürften diese 1.350€ mtl. "untergehen". Was meinst Du, wie dieser hohe Betrag am besten einzusetzen - in den Anlagen U oder ähnliche einzutragen wäre? Lieben Gruß Doris Knipper

Kommentar von Meandor ,

a) eine getrennte Veranlagung wünscht man nicht. Die macht man einfach dadurch, dass man eine Erklärung mit seinen eigenen Daten abgibt und vorne ankreuzt "getrennte VA".

b) Die Einkünfte der Ehefrau braucht er ja nicht, und das Finanzamt würde sie ihm auch nicht sagen, selbst wenn die es wüssten.

c) Steuernummern kann man auch nicht erbeten, die verteilt das Finanzamt und in der Regel erst dann, wenn die Erklärung da ist.

Auf die Anlage U kommt der Unterhalt an den Ehegatten, nicht an die Kinder. Steht meines Wissen eindeutig in der Anleitung dazu. Ob ein Kind weis, dass die Mutter Unterhalt erhält interessiert niemanden, denn der Unterhalt steht der Mutter zu (für das Kind). Das Kindergeld steht auch den Eltern zu und nicht den Kindern.

Unterhalt an das Kind kann er gar nicht absetzen, denn er hat den hälftigen Kinderfreibetrag.

Kommentar von 7papillon7 ,

Sehe grade erst die Antwort. Schönen Dank dafür! Das ist supereinfach nachvollziehbar und schlüssig erklärt- und somit wird heute Abend die Anlage U mit dem komplett-Betrag 1.350€ mtl. (zugewendet an die Ehefrau) eingetragen und ihr, mit der Bitte um Unterschrift zugeleitet. Das wird ein Mordstheater von ihrer Seite aus geben, da ich vermute, dass sie mit ihren Halbtagsjob-Einkünften plus der 16.200€ Jahresunterhalt über dem steuerfreien Freibetrag liegen wird und daher mit Sicherheit zur Eink.Steuer herangezogen wird. Außerdem wird sie darauf bestehen, dass der mtl. Unterhalt erst ab "offiziellem Auszug", den beide Ehepartner auf Anfang April 2011 festgelegt haben, festzusetzen sei. Belegbar ist jedoch, dass er bereits Ende 2010 eine eigene Wohnung bezogen/angemietet hatte (Mietvertrag) (mtl. Mietzahlungen belegbar) und die mtl. Unterhaltsleistung von 1.350€ bereits zu dieser Zeit an sie geleistet hat. Ich würde mich über jeden weiteren Tipp hierzu freuen, falls noch etwas zu beachten wäre.

Kommentar von EnnoBecker ,

Oh mein Gott!

Das ist ja furchtbar!

Antwort
von EnnoBecker,

Mein Partner lebt seit April 2011 von seiner Ehefrau getrennt.

Scheidung erfolgte August 2012. Beide vereinbarten, eine gemeinsame St.Erklärung für 2011 einzureichen. Nun hat mein Partner seinen Teil der Steuererklärung fertig - dies ihr zugestellt - und die Holde ist bis heute, dem 31.12.2012, nicht in die Gänge gekommen, die Erklärung für ihren Part zu erstellen.

Beide hatten seinerzeit auch mündlich die Teilung der zu erwartenden Rückzahlung vereinbart. Er hat sein Einkommen als Lehrer - sie ein kleines Einkommen als Halbtagskraft.

Somit erhielt sie mtl. 1.350€ auf ihr Konto überwiesen- welche sich aufteilten als Unterhalt: 850€ für die Ehefrau - und 500€ Unterhalt für die gemeinsame 17jährige Tochter, die Ende 2011 18 Jahre alt wurde.

Nun hat er die Faxen dicke, dass er einerseits so großzügig Unterhalt gezahlt hat, pünktlich seinen Part der Einkommensteuer-Erklärung 2011 erfüllt hat -und die geschiedene Ehefrau nun der Vereinbarung nicht nachkommt, ihrem Part der Steuererklärung nachzukommen.

Frage:

  1. kann er eine getrennte Veranlagung beantragen? (ich meine "ja", indem er ein Kreuz auf S. 1 des Mantelbogens macht ) - und bis heute, 23.59h, seinen Part der Steuererklärung dem Finanzamt faxt (Fax-Bestätigung vorausgesetzt) - und mit einem Anschreiben dem Finanzamt mitteilt, dass er sehr wohl und gern seiner Pflicht ordnungsgemäss nachgekommen ist
  2. ich denke, dass bei ihm -aufgrund der hohen Unterhaltsleistungen- eine Rückerstattung zu erwarten ist, richtig?
  3. muß er diese zu erwartende Rückerstattung mit der damaligen Ehefrau teilen?
  4. ist noch etwas zu beachten?
  5. wie sieht es überhaupt mit der Frist für die Einreichung einer (freiwilligen) Eink.Steuer-Erklärung aus für 2011 ?

Ich bin gespannt auf die "hilfreiche Antwort", auf die ich mich sehr freue, um in diese leidliche Geschichte einen hilfreichen Abschluss zum Jahresende einbauen zu können.

Lieben Gruß
Doris Knipper

Antwort
von FREDL2,

Ich hätte Dir gerne geholfen. Der Text ist jedoch - ohne irgendeinen Absatz - nicht leserlich.

Kommentar von gammoncrack ,

DH!

Kommentar von EnnoBecker ,

Ach nee.

Sonst bin ich doch immer der Meckerkopp hier.

Aber ich konnte das auch nicht lesen. Und dabei ist es noch nicht mal Kleinschreib.

Kommentar von EnnoBecker ,

Jetzt kannst du helfen kommen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community