Frage von HilfeHilfe, 3

Gesellschaft für Versicherungspaket

Hallo,

wir haben so ziemlich alles von einer Gesellschaft bzw. der Gruppe ( Kfz, HV, Altersvorsorge).

Jetzt überdenken wir unser Versicherungspaket ( außer natürlich Altersvorsorge) nach ca. 10 Jahre zu wechseln.

Die Gesellschaften ködern natürlich mit Rabatten je mehr Bausteine man abschließt. Wie handhabt ihr das ?

Wechselt ihr alle paar Jahre die Gesellschaften ? Es geht uns nicht ums Geld. Es soll ruhig eine Gesellschaft sein die paar Euro mehr kostet aber dann auch im Schadensfall zahlt.

Empfehlungen für gute Gesellschaften ?

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von alfalfa, 1

Nun,

den ökonomischen Aspekt lasse ich mal aussen vor und konzentriere mich auf "Bedingungen" und "Service" und lasse PKV, BU und Altersvorsorge mal aussen vor.

Im klassischen Sachbereich gibt es durchaus Sinn in definierten Intervallen das Leistungspaket zu überprüfen. Denn oftmals haben neuere Bedingungen Präzisierungen, Leistungseinschlüsse etc. enthalten.

Mal ein griffiges Beispiel: Eine 15 Jahre alte private Rechtsschutzversicherung wird mutmasslich nicht die Schadensabwehr bei Abmahnungen durch Urheberrechtsverstösse im Internet beinhaltet haben. Die aktuellere Variante bei ein und demselben Versicherer neueren Datums mutmasslich schon.

Versicherungen bei einem Versicherer zu bündeln kann schon etwas Rabatt bringen. Jedoch können Makler auch individuelle Konzepte haben, die diese Effekte noch übertreffen. Meist von Versicherungen, die nur mit Maklern zusammenarbeiten und bei denen gar kein Abschluss als Privatperson oder online möglich ist. Beispiel: Hiscox für private Ferienimmobilien im bereich Hausrat. Mindestens 50 % günstiger als die üblich Verdächtigen wie Gothaer oder Allianz. Trotz Bündelrabatt.

Das Argument alles aus einer Hand ist nur bedingt stichhaltig. Denn wo Allianz drauf steht, kann Allianz Leben, Allianz PKV und Allianz Sach draufstehen. Versicherer haben nämlich gestzliche Spartentrennungen nach VAG. Die Person aus einer Hand wäre in dem Beispiel der Allianz Vertreter.

Auch ein Makler hat die Aufgabe zentraler Ansprechpartner zu sein - jedoch durchaus für mehrere Gesellschaften. Ein guter Makler empfiehlt z.B. bei jungen PKW Fahrern unter 21 auch die HUK. An die kommt nämlich in dem Segment keiner ran.

Okay, Ahnung, Kontakte und Erfahrungen sollte er schon haben. Das ist die Basis.

Eine Überprüfung durch einen Versicherungsberater ist bei Sach einfach unwirtschaftlich. Und Verbraucherschutz lasse ich mal ganz aussen vor.

Ein paar Tipps noch zum Kostensenken: Als PKV Versicherter - wenn man es kann - die Beiträge für 2,5 Jahre im Vorfeld bezahlen. Gibt schönen "Diskont" und schafft in den Sonderausgaben im Folgejahr ordentlich Platz für Haftpflicht, BU etc. Das rechnet sich wirrklich. Wie auch generelle jährliche Zahlungen.

So, jetzt fällt mir nix mehr ein.

Antwort
von wfwbinder, 1

Wie Gammoncrack schon richtig schrieb, gibt es zur Variante "alles bei einem," was mir bei der Schadenregulierung einen Vorteil verschaffen kann, nur die vernünftige Variate über einen Versicherungsmakler zu gehen,

Das verbindet die Vorteile von "alles in einer Hand" (nämlich bei meinem Makler) mit dem Vorteil eventuell von günstigen Tarifvarianten unterschiedlicher Versicherer zu profitieren.

Ein Wechsel von Gesellschaft "A" mit dem Komplettpaket zu Gesellschaft "B", wird keinerlei Vorteile bringen (zumindest nciht auf Dauer).

Antwort
von Primus, 1
Empfehlungen für gute Gesellschaften ?

Eine solche Empfehlung ist sehr schwierig, da jeder so seine eigene Erfahrungen macht.

Ich habe meine wichtigsten Versicherungen seit Jahren bei der Signal - Iduna und war damit bisher immer sehr zufrieden.

Andere hingegen werden jetzt vielleicht aufschreien und sagen - diese Versicherung - nie im Leben und dass ist das was ich meine, was für mich gut ist, kann für Dich der Horror sein.

Erfahrungen muss man selber sammeln, da nutzen die Meinungen anderer nicht viel.

Antwort
von gammoncrack, 1

Einerseits spielt natürlich eine Rolle, was man dort bezahlt, andererseits bedeutet die Bündelung von Verträgen auch, dass im Schadenfall zwar nicht schneller reguliert wird, aber bei einer Kulanzentscheidung die Kundenverbindung immer Berücksichtigung findet. Die Altersvorsorge ist hierbei natürlich außen vor.

Wenn man also überlegt zu entbündeln, sollte man das ganze Paket einem Makler/Versicherungsberater zur Prüfung übergeben. Der ist in der Lage, einerseits die Beiträge des Paketes auf Einsparpotential zu prüfen, andererseits aber auch die Relation zwischen Preis und Leistung zu beurteilen.

Wenn das vernünftig dargestellt wird, dann kannst Du die Entscheidung treffen, ob Dir die dann vorliegenden Argumente für einen Wechsel reichen.

Kommentar von HilfeHilfe ,

Hallo

an sich will ich die Policen nicht splitten. Es geht mir eher darum ob es Sinn macht nach 10 Jahren die Gesellschaft komplett zu wechseln.

Kommentar von gammoncrack ,

Ich hatte, so sehe ich das zumindest, versucht, Dir Anhaltspunkte, ob sich ein Wechsel lohnt oder auch nicht, zu geben. Wenn Du das nicht verstanden hast, schaffen das vielleicht andere in diesem Forum.

Antwort
von Privatier59, 1

Vor langer Zeit hatte ich auch fast alle Versicherungsverträge bei einer Gesellschaft. Folge war, dass ich Prämiensteigerungen kritiklos geschluckt hatte. Die Hoffnung, dass sich die Versicherung im Schadensfalle kulanter zeigt war dann immer weniger aufgegangen. Das war Grund für mich, einen Versicherungsmakler zu beauftragen und dem die Freiheit zu lassen, (fast) alles neu zu organisieren. Lohn der geringen Mühe war eine beträchtliche Prämienersparnis.

Alle paar Jahre wechsele ich seitdem sicher nicht die Gesellschaften, aber wenn es sich lohnt, dann schon. Gerade bei der Kfz-Versicherung hat in den vergangenen Jahren heftig der Preiskampf getobt und das hatte mich zu häufigem Wechsel animiert.

Wenn Du nach "guten" Gesellschaften fragst: Was soll man Dir denn raten, wenn man keine Details über den Absicherungsbedarf kennt?

Kommentar von HilfeHilfe ,

Mit "guten" Gesellschaften meine Ich. Wenn man einen bestimmten Betrag der über dem Markt & Onlineanbieter liegt zahlt auch im Schadensfall reguliert.

Ich möchte nicht sparen aber gut aufgehoben sein.

Gerade nach 10 Jahren war ich mit meiner Gesellschaft nicht zufrieden das ein Schadensfall (HV) erst nicht reguliert werden sollte.

Antwort
von robinek, 1

Ich kann den Wechsel von mehreren Versicherungsgesellschaften zu einer nur positiv beantworten. Je mehr Versicherer um so mehr verschiedene Ansprechspartner im Ernstfall. Ob ein € bei dieser Versicherung mehr oder weniger, was solls. Wichtig war und ist für mich dass ich, sollte die Versicherung nicht spuren, Rückhalt haben. Bin Mitglied einer Volks- und Raiffeisenbank usw. Habe dadurch bei der R+V mit all meinen Versicherungen einen Rabatt von zwischenzeitlich 10%. Mit Sicherheit gibt es die eine oder andere günstigere Versicherung. Das Preis- Leistungsverhältnis kann man zwar bei Vertragsabschluss vergleichen, meistens sieht es aber dann in der Praxis, d.h. in einem Ernstfall, anders aus. Aber meine Voba hat sich bis dato immer positiv für mich eingesetzt.

Antwort
von Niklaus, 1

Nicht alle Produkte in einem Unternehmen sind Top. Ich möchte nie ein Versicherungspaket haben Auch mein Kunden haben so etwas nicht.

Das gleich gilt für einen Wechsel in ein anderes Paket.

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