Frage von Neunmalklug, 2

Geschlossener Immobilienfond seriös.?

Das Angebot von Euro grundinvest Deutschland 17 ist mir angeboten worden und klingt schlüssig und verlockend. Wer hat Erfahrungen mit Produkten der Euro Grundinvest gemacht?

Ich habe Angst, dass ich mein Geld nie wieder sehe.

Antwort
von detlef32,

Nun es ist eine Projektentwicklung. Also Dein Geld wird genommen und damit werden Wohnungen (indirekt) gebaut die dann verkauft werden sollen.

Damit entstehen die verschiedensten Risiken über die man sich im Klaren sein muss:

  1. Hat der Projektentwickler Erfahrung und mehrjährige gute Referenzen (bin mir nicht sicher, die hatten schon andere erfolgreiche Fonds aber die gesamte Kette Projektentwicklung erscheint neu)
  2. Blindpoolrisiko. Also es ist noch nichts da und vielleicht bekommen die auch nichts zustande weil vielleicht Genehmigungen fehlen, Handwerker Mist machen, Finanzierungen ausfallen usw. (keine Ahnung wie hoch dieses Risiko hier ist)
  3. Indirekte Beteiligungsrisiko. Also wer entscheidet über welche Darlehensverträge. (Bei indirekter Beteiligung schaue ich genau hin)
  4. Falsche Einordnung in Sachwert. Eigentlich ist das kein Sachwert sondern ein Bauträgergeschäft. Mit guten Referenzen und Erfahrung kann das gut gehen aber für das Risiko sollte man sich die Rendite genau anschauen.

Fazit: Wenn der Anleger von seinen Finanzen überhaupt für eine geschlossene Beteiligung geeignet ist (und das wäre die erste Überprüfung die stattfinden muss) dann würde ich dieses Angebot mit spitzem Bleistift prüfen und vielleicht als eines von mehreren Beteiligungen ins Portfolio nehmen. Als Erstinvestment für einen der noch nie eine geschlossene Beteiligung hatte wäre es mir zu riskant.

Und nun zu GUB. Unter http://goo.gl/bXGFH gibt es auch noch andere Analysen und die kommen zu besseren Einschätzungen und sind auch von Fachleuten.

Antwort
von Rat2010,

Du hast Angst um dein Geld??? Wie kommst du dann auf so eine Schnapsidee???

Der Totalverlust ist nicht garantiert! Aber meiner Meinung nach doch recht wahrscheinlich.

Wenn so ein Angebot für dich schlüssig klingt, solltest du den Job des Geld anlegens an jemanden abgeben, der mehr Ahnung davon hat und - wichtig - beteilige dich nie an geschlossenen Fonds!!! Natürlich solltest du auch keine Genusscheine, Genussrechte oder irgendwie benannte Anleihen dir davor vollig unbekannter Unternehmen zeichnen. Natülich sollte man auch keine Renditeimmobilien in irgendwelchen dir nicht nahen Städten kaufne und und irgendwelchen Leuten etwas abkaufen, die dich anrufen.

Wenn dir derjenige, dem du den Job des Geld anlegens überträgst irgendwas von dne genannten Dingen anbietet, suche dir einen anderen Berater.

Eigentlich ist Kapitalanlage ganz einfach, denn wenn du das beherzigst, kann gar nicht so vel schief gehen!!! Von dem, was längerfristig schief geht, sind das sicher schon über 99 % der Fälle.

Kommentar von Neunmalklug ,

Ich liebe diesen fiesen Sarkasmus. Vielen Dank! So verstehe ich das gut. Ist Amerika so in die Finanzkriese geraten? Durch solche "Berater"? Und die, die darauf hereingefallen sind.? (Dabei wirkte der Herr, mit dem ich telefoniert habe und der mir die Informationen geschickt hat so menschlich und nett.....)

Kommentar von hildefeuer ,

Nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland haben die "Berater" sprich Verkäufer im Sommer 2007 Hochkonjunktur gehabt. Mich hat damals auch ein Verkäufer der City Bank angerufen und natürlich Lehmann Zertifikate angeboten. Ich habe aufgelegt, das war genau das richtige.

Kommentar von Rat2010 ,

Das mit Amerika war wieeder ganz anders. Dort hat billiges Geld zu teuren Häusern und vor allem dazu geführt, dass sie sich jeder leisten konnte. Komisch, genau die Situation haben wir derzeit in D. Ach egal!

Derartige Produkte wie das dir angebotene haben jedenfalls dazu geführt, dass jeder glaubt, seine Finanzen selbst besser regeln zu können als das ein Profi kann. Fast jeder der Geld hat ist mit derartigem (und anderen der von mir aufgezählten Produkte) schon auf die Nase gefallen. Wenn nicht immer wieder Dumme nachwachsen würden, wären sie schon längst tot. Ein Gesetzesentwurf, sie zu verbieten, ist vor kurzem gescheitert ;(.

Der Herr mit dem du telefoniert hast, ist geschult! Er hat gelernt, menschlich und nett zu wirken. Manche sind aber auch einfach neu im Job und verkaufen die Beteiligungen deshalb mit voller Überzeugung.

Kommentar von Candlejack ,

@Neunmalklug: Nein, so ist Amerika nicht in die Finanzkrise geraten und da waren auch nicht die "Berater" schuld. Geldanlage macht man nicht am Telefon und wer solche Dinge nicht persönlich oder in der Filiale verkauft... naja.

@hildefeuer: Von Lehmann ist sehr wenig verkauft worden und da hatten auch nicht solche angeblich dubiosen Berater Hochkonjunktur. Von den wenigen war allerdings auch die Citybank dabei. Ich kenne nicht einen Kunden persönlich, dem Lehmann angeboten wurde, aber ich kenne viele die 2007 bauen oder kaufen wollten.

@Rat2010: die Situation, die wir angeblich derzeit in D haben, ist eine ganz andere und die Substanz hinter Krediten und Hypotheken ist eine ganz andere. Wir sind hier sehr reglementiert udn kontrolliert, was in USA vor Jahren abgeschafft wurde. Zu was das führte, hat man ja gesehen. Mit den anderen beiden Absätzen gehe ich vollständig mit !

Kommentar von Niklaus ,

@Candlejack: Sehr guter Kommentar

Kommentar von Rat2010 ,

@ Candlejack: Was genau an meiner Aussage ist falsch? Du schreibst was von Hypotheken. Was genau ist kontrolliert und reglementiert, so dass irgendwas anders ist. Mir ist nichts in der Richtung bekannt und die Entwicklung bei den Immobilien geht in vergleichbarem Tempo in die selbe Richtung.

Hier in München kosten neu gebaute Wohnungen ungefähr das doppelte wie vor einigen Jahren. Umsatz und Zahl der Verträge liegen liegen 30 % über dem Rekordniveau von 1993.

Vernachlässigbare Zinsen sorgen dafür, dass man sich das auch mit Eigenkapital und einem Einkommen leisten kann, das vor einigen Jahren nicht für ein kleine Wohnung aus den siebzigern gereicht hätte. Was sollte die Entwicklung bremsen, wenn nicht ein Crash, der je länger es so weiter geht, von einer um so kleinere Zinssteigerung ausgelöst werden kann?

Was genau sollte die Entwicklung kontrollieren und reglementieren??? Der Staat hat so wenig Interesse wie an dem Aktienboom von Anfang 2000. Im Gegenteil wird er bald anfangen, Immobilien zu verkaufen.

Kommentar von RudolfHansen ,

Honorarberater zertifizierte sollten abhilfe schaffen jemanden mitnehmen der ahnung hat

Antwort
von Privatier59,

Jetzt gebe ich Dir mal den Link zu einer Analyse dieses Fonds die zu einem vernichtenden Ergebnis kommt:

http://www.gub-analyse.de/news/2011/g-u-b-minus-fur-euro-grundinvest-deutschland...

Wenn Du das mal durchliest, dann stellst Du fest, dass das offenbar der erste Fonds der da verantwortlichen Personen ist und sich Deine Frage nach den Erfahrungen mit Vorprodukten somit schon erledigt hat. Ich habe in der Vergangenheit schon mal in geschlossene Fonds angelegt, allerdings anderer Anbieter, und kann nur sagen: Niemals wieder. Lieber verjubele ich mein Geld. Da hätte ich wenigstens noch Spaß an der Vermögensvernichtung.

Kommentar von GAFIB ,

DH - spezifischer Kommentar!

Antwort
von Niklaus,

Geschlossene Immobilienfonds geschlossene Beteiligungen. Das heißt sie bergen das volle Unternehmerrisiko. Bis hin zum Totalverlust. Das sollte man als Anleger wissen. Hat der geschlossene Immobilienfonds nur in Mietobjekte investiert und die Mieter ziehen aus, dann gibt es keine Miete. Daraus folgt natürlich auch keine Rendite.

  • Wie hoch ist der Anteil der Fremdfinanzierung?
  • Wie hoch die Tilgung?
  • Welche Laufzeit haben die Mietverträge?
  • Wer sind die Mieter?
  • Wie hoch sind die weichen Kosten?
  • Gibt es eine Nachschusspflicht?
  • Wo steht die Immobilie?
  • Wie ist die Aufteilung Gewerbe/Wohnungen?
  • Wer ist der Initiator?
Kommentar von Neunmalklug ,

Das lässt sich in dem Fall " Euro Grundinvest" alles ganz gut beantworten, keine Fremdfinanzierung, kein Mieterrisiko, da die fertigen Projekte sofort weiterverkauft werden ...usw Trotzdem kommt kein Vertrauen auf, wenn man mit dem Beteiligungsantrag auch noch eine Erklärung unterschreiben soll, dass KEINE Beratung erwünscht wurde und einem der mögliche Totalverlust vollkommen klar ist... Oder ist das nur so ein Floskelpapier, das alle geschlossenen Fonds- Gesellschaften verlangen? ( Nein, ich bin nicht naiv, aber ich will einfach nicht begreifen, dass zig dieser Angebote die Google-Seiten füllen) ( Händle sonst mit handfesten Aktien, dachte ich probiere mal etwas anderes aus...)

Kommentar von Neunmalklug ,

Immerhin hat Gandalf oben erwähnt, er sei erfolgreich an einem geschlossenen Fond beteiligt...

Kommentar von Niklaus ,

Natürlich gibt es auch geschlossene Beteiligungen die funktionieren. Es wäre auch schlimm wenn nicht. Aber die Beteiligung zu verstehen, die Risiken zu bewerten und auch die zukünftig möglichen Risiken mit einzubeziehen, das kann kein Laie. Ganz sicher auch nicht ein sogenannter Fachmann. Glaube mir ich kenne genug geschlossen Immobilienfonds die nicht funktionieren und bei den die Anleger ihr Geld verlieren. Dabei sind die Beteiligungen sehr gut geplant und haben keine überhöhten Kosten noch sonst irgendwelche versteckte Bosheiten. Sie funktionieren nicht, weil die Welt sich verändert hat. Weil es ein Finanzkrise gegeben hat, weil sich die Währungen verändert haben etc. So etwas kann man nicht voraus planen.

Kommentar von RudolfHansen ,

das haben die commerzbankberater ihren kunden auch gesagt jetzt stehen die da wie begosene pudel ein schneller anschluss ohne exakte schriftliche dokumentierung mit zeugen ist sinnlose zeitverschwendung, man kann zum gespräch zu zweit kommen und alle risiken auflisten lassen sowie provisionen bei denen es ja wohl hietr hauptsächlich geht

Kommentar von Niklaus ,

Auch das ist nur ein pauschale Aussage. Ohne die Banker der Commerzbank in Schutz zu nehmen. Unterschrieben hat der Anleger. Die Frage ist doch hat er gewusst was er da unterschrieben hat. Hat er verstanden was mit seinem Geld passiert. Der Fonds hat bestimmt einen 80 seitigen Prospekt. Alleine die Risikohinweise in dem Prospekt dürften nicht weniger als 25 Seiten ausmachen,. Wurden die gelesen und verstanden. Wenn nicht warum wurde unterschrieben.

Es wird immer wieder auf die Vermittler und Banker eingeschlagen. Das Totschlagargument ist immer die Provision. Aber das ist zu einfach. Welche Verkäufer verkauft etwas ohne dabei zu verdienen. Das ist bei Autos genauso wie bei Immobilien oder Möbel.

Keiner der Anleger wird gezwungen sein Geld anzulegen und schon gar nicht in Anlagen, die er nicht versteht oder überblickt. Wo bleibt die Eigenverantwortung zur eigenen Unterschrift.

Antwort
von RudolfHansen,

relevanteste frage ist ob die provisioen dargelegt wurden , wenn nicht ein verstoss gg das neue beratungsgesetz , sowie rsikoprofilerfassung usw, eigentlich alles nur schriftlich zulässig

Antwort
von RudolfHansen,

geschlossene immbolienfonds sind was für kleinanleger, optisch sicher parktisch keinen zugriff aufs geld im krisenfall--- die illusion das sachwerte sicher sind hat sich 2008 erledigt

Kommentar von Niklaus ,

Diese Aussage ist einfach nur pauschal.

Kommentar von FREDL2 ,

@Niklaus: immerhin wurde nicht die Standardantwort von RudolfHansen reinkopiert.

Antwort
von WolfgangB,

Wenn man sich im Internet die Bewertungen und Analysen zu dem Immobilienfond durchliest, so kommt man doch schnell zum Schluss, dass es eher kein geeignetes Investment ist. Ich zumindest würde lieber die Finger davon lassen.

Kommentar von Neunmalklug ,

Meine Recherche hat ergeben, dass die Analysen stark differieren. Einige bewerten die Geldanlage mit mangelhaft, andere mit ausgezeichnet. Sind die bestochen worden? Mir ist klar, dass es keine Sicherheit geben kann, aber Betrügern möchte ich mein Geld auch nicht anvertrauen. Es schwirren ja auch noch diverse andere Angebote mit atemberaubenden Renditen ab 16% p.a. und mehr im Netz herum. Wie halten die sich denn, wenn da sowieso niemand Geld investiert?

Kommentar von hildefeuer ,

Die Dummen sterben nicht aus.

Kommentar von Rat2010 ,

Die Branche ist ein Haifischbecken. Es gibt bei geschlossenen Fonds keine nicht gekauften Analysen. Weil das so ist, ist eine einzelne negative schon sehr, sehr negativ. Wenn man von einem Marktführer keine gute Bewertung bekommt, gleicht man das einfach durch drei andere (gute) aus. Mit Bestechung hat das aber wenig zu tun. Was gemacht wird ist legal! Im Vorteil ist, wer die Spielregeln kennt. Die Analysen bringen ganz einfach nichts! Auch - und gerade - mit den in den Himmel gelobten verliert man sein Geld. Nicht immer aber anteilig viel zu oft für die, bei denen man annähernd was prognistiziert wurde bekommt.

Kommentar von Neunmalklug ,

Gruselig. Ja, die Analyse von G.U.B. habe ich auch gelesen...

Dabei finde ich die Idee, gemeinsam mit Interessenten als Anlegern gewinnbringende Projekte in Angriff zu nehmen eigentlich gut.

Wo findet man denn Gleichgesinnte, die keine kriminellen Energien zeigen?

Es ist ja schon einleuchtend, dass eine Person allein mit seinen z.B. 50.000 Euro noch nicht weit kommt.

Kommentar von WolfgangB ,

Tja das ist das eigentlich Schwere. Da würde ich nur auf Familie oder Freunde setzen. Wobei ich denke, dass das auch keine gute Kombination ist um Geschäfte zu machen (Stichwort: Geld verdirbt den Charakter).

Kommentar von Rat2010 ,

Glaubst du, es ist eine gute Idee, wenn sich hundert Anleger mit je 50.000 € zusammentun und jemanden suchen, der ein Bürohaus für 4,5 Mio. baut und betreut. Nur um dann festzustellen, dass das mit dem Vermieten doch nicht so einfach ist.

Mit eigenem Geld stecke man sein Herzblut rein, überlegt hin und her und vergisst total, dass die Stunden, die man aufwendet ja auch etwas wert sind. Wenn man das vollständig vergibt, darf man eine Menge Leute bezahlen, die aber auch noch etwas anderes zu tun haben.

Für ein sicher gewinnbringendes Projekt findest du auch ohne Fonds ruckzuck Investoren und die Banken sind auch schnell im Boot. Ich hätte so was auch schon fast durchgezogen, nur meinte dann der Pflegeheimbetreiber, der acht Prozent Rendite zahlen sollte, dass fünf auch reichen. Sie reichen nicht!!! Es halten einfach zu viele die Hand auf (Notar, Anwalt, Steuerberater). In dem Fall hätte ich für lau arbeiten können aber dafür ist das Risiko viel zu hoch. Auch der Initiator kostet zurecht Geld.

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds,

Wenn man eine geschlossene Beteiligung versteht, dann spricht überhaupt nichts dagegen, in vertrauenswürdige Gesellschaften zu investieren. Ich halte überhaupt nichts davon, alle geschlossenen Beteiligungsmodelle in einen Topf zu werfen und zu verteufeln.

In diesem speziellen Fall halte ich jedoch angesichts der Berichte darüber einen gewissen Zweifel für angebracht. Und Zweifel bedeuten, daß man nicht uneingeschränkt dem Investment vertraut. Also: Finger weg.

Kommentar von GAFIB ,

DH - ich denke, das ist der entscheidende Punkt: Man muss solche Beteiligungen verstehen - und sie müssen zum individuellen Risikoprofil passen. Wenn man aber generell alle unternehmerischen Beteiligungen verteufeln würde, müßte man dann nicht gleich auch alle Unternehmer verteufeln? Die sind nämlich sehenden Auges bereit, Risiko zu tragen. Das folgende Analysehaus erscheint mir z.B. als solide Adresse: http://www.dasinvestment.com/investments/geschlossene-fonds/fonds-analysen/seppe...

Kommentar von Rat2010 ,

Damit wirfst du

  • Unternehmer, die ihr Geld in ihr Unternehmen investieren, um es dort für ihr wohl arbeiten zu lassen in einen Topf mit

  • Unternehmern, die sich mit Vertrieben verbünden, damit die für teuer Geld Menschen suchen, die diesen Unternehmen für eine Unternehmung ihr Geld anvertrauen in der Hoffnung, dass der Unternehmer mit dem Geld dieser Anleger so umgeht, als wäre es sein eigenes.

Dass weder eine Bank noch sonst irgendwer dem Unterehmer das Geld für diese Unternehmung günstiger gibt, obwohl er den Anlegern (nach Kosten) hohe Renditen verspricht und die Kosten eines Fonds gewaltig sind, sei nur am Rande erwähnt.

Findest du, beide Unternehmer gehören in den selben Topf???

Das Problem dabei ist, dass der Unternehmer im zweiten Fall glaubt, dass er und alle anderen (vom Kapitalbeschaffer bis zum Darlehensvermittler) mit der Idee, fremdes Geld einzusetzen auf eine Goldgrube gestoßen sind. Haben sie doch kein Risiko und trotzdem sicheres Einkommen.

Zum anderen steht zwischen dem Unternehmer und dem Kapitalanleger ein Vertriebsmensch, der zwar "eigentlich" nur den für dieses Unternehmen perfekten Risikokapitalgeber suchen könnte. Nur macht das üblicherweise keiner und die wenigsten, die diese Unternehmensbeteiligungen verkaufen haben die Chancen und Risiken selbst verstanden. Oft werden sie mit einem vorgegebenen geringeren Risiko als Aktienfonds oder Branchenfonds verkauft. Da gehören sie nicht hin!!! Unternehmer sind es gewohnt Risiken einzugehen. Können das risiko in Ihrem Unternehmen aber oft sehr gut abschätzen. Anleger sind keine Unternehmer! Warum sollten sie also ohne Not zu welchen gemacht werden? Wenn ein Unternehmer Geld anlegt, dann muss er kein zusätzliches unternehmerisches Risiko eingehen. Warum auch?

Was die Analysen anbelangt, wäre auch hier interessant, was denn eigentlich geprüft wird. Prospektvollständigkeit, Plausibilität und einiges mehr sind für den Anleger nicht wirklich von Bedeutung. Wichtig ist für den doch vor allem, dass dem unternehmerischen Risiko eine Chance gegenübersteht, die das Investment im Vergleich zu vergleichbaren Anlagen (Aktienfonds, Branchenfonds) bei möglichen Szenarien trotz eindeutiger Nachteile was Sicherheit und Verfügbarkeit anbelangt interessant macht.

Kommentar von gandalf94305 ,

Anleger sind Unternehmer, denn sie setzen ihr Kapital Markt-, Währungs- und anderen Risiken aus, um es zu vermehren.

Die wesentliche Frage ist also nach dem Risiko im Verhältnis zu den Chancen zu stellen. Ob zwischen dem Anleger und dem Anlageobjekt ein oder mehrere Vertriebsorganisationen und Mittelsunternehmen stehen, spielt keine Rolle. Maßgeblich ist nur die Frage nach Risiko und Chancen beim Anleger. Obskurität ist auch ein Risiko. So funktionieren ja auch Fonds und selbst die Aktienmärkte.

Geschlossene Beteiligungen weisen i.a. gewisse Beschränkungen auf, die eine eingehendere Prüfung bezüglich der Verwendung des investierten Kapitals erfordern, um schwarze Schafe im Mantel von Beteiligungsgesellschaften frühzeitig zu erkennen. Aber auch bei ganz gewöhnlichen Fonds schafft ein guter Deka-Fondsmanager locker die Vernichtung von 50% des eingesetzten Kapitals in wenigen Jahren, ohne daß man hier auf geschlossene Strukturen zurückgreifen muss. Alles UCITS-konform.

Anleger sind Unternehmer. Sie müssen bei jedem Investment prüfen, wo sie mit welchen Bedingungen investieren, worin Risiken und Chancen bestehen, und ob dieses Profil zu den Anforderungen des Anlegers passt. Vermögensmanager können einem das vielleicht abnehmen, aber dann muss man die Qualität und Vertrauenswürdigkeit des Vermögensmanagers beurteilen.

Daher mein Punkt: Anleger müssen verstehen, in was sie investieren. Den meisten Fondskäufern in Deutschland ist doch überhaupt nicht klar, was in ihren Fonds drin ist und woraus eine Rendite entsteht bzw. wo wirklich Risiken liegen. Das ist nicht besser als bei einer geschlossenen Beteiligung über einen Blind Pool.

Und dadurch, daß nicht alle alles verstehen, ergibt sich natürlicherweise die Konklusion, daß manche Vehikel und Instrumente für bestimmte Anleger ungegeignet sind. Meiner Oma würde ich keinen geschlossenen Immobilienfonds empfehlen. Ich selbst bin erfolgreich an einem beteiligt.

Kommentar von Rat2010 ,

Hallo Gandalf,

weil es relativ einfach zu verstehen ist, sich an einem Schiff, einem Flugzeug, einem Büro- oder sonstigen Haus, einer Solaranlage oder sonst was zu beteiligen, ist mir das zu einfach.

Natürlich kann man mit Aktien-, Renten und anderen offenen Fonds auch Geld verlieren. Märkte schwanken, Ideen stellen sich nachträglich als ungut heraus und Manager machen Fehler.

Die eigentlichen Risiken ergeben sich bei den geschlossenen Fonds durch die Branche.

Weil zyklisch "produziert" wird, wird auch zyklisch das verkauft, von dem vielleicht jeder Insider weiss, dass es der Markt nicht mehr verträgt (z. B. Schiffe).

Weil die Anleger Renditen prognostiziert haben wollen, die mit der Anlage ohne Hebel nicht machbar sind, wird gehebelt auf Teufel komm raus.

... und so weiter.

Schön für dich, wenn du einen Fonds hast der läuft. An mich wenden sich Kunden mit teilweise vielen geschlossenen Fonds, von denen eher selten auch nur einer im oder besser als die Prognose läuft. Dafür sind Fehlberatungen und Fonds, bei denen mehr als 40 % des eingesetzten Geldes weg sind die Regel. Bei manchen Anlegern, die früher viel Geld hatten, kann man nichts mehr machen. Geschlossenen Fonds sind wie Immobilien ein Armutsririko! Mit offenen kann man auch Geld verlieren, nur kann man auch wesentlich einfacher weit streuen. Kunden haben manchmal sechs nicht laufende Schiffe und zur Streuung einen nicht laufenden Lebensversicherungs- und einen nicht laufenden Immobilienfonds.

Kommentar von gandalf94305 ,

Da kann ich Dir zustimmen.

Die Konsequenz: vom Angst-und-Gier-Prinzip und Blind-Anlagen-Kaufen müssen wir zu einem besseren Finanzgrundwissen bei Anlegern kommen und Anleger müssen die Vorteile von Beratungen erkennen - nicht nur Verkaufsberatungen, sondern primär Vermögensberatungen, die laufend einen Anleger begleiten.

Kommentar von RudolfHansen ,

man muss sich selbst ahnung anlesen sonst wird man immer gefoppt

Antwort
von gustavo, 2

Diese Angst vor Geldverlusten im Finanzmarkt ist durchaus berechtigt, da hilft nur vollständige Transparenz. Ein neuartiges Angebot zur Überprüfung von Firmen des Finanzmarktes findest Du unter Werbung durch Support gelöscht

Eine umfangreichere Auskunft habe ich noch nicht gefunden, sollte die Grundinvest dort noch nicht bewertet worden sein, so kannst Du das sogar kostenlos machen. Einfach mal gratis anmelden und anfragen...

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