Frage von Harriete,

Geschiedene Frau hätte nach Versorgungsausgleich weniger Rente als der Mann, darf das sein?

Ist das möglich: die geschiedene Frau würde nach dem Versorgungsausgleich weniger Rente als der Mann haben? Denn er hat nicht mehr gearbeitet in der Ehezeit, sie schon und man will ihr was wegnehmen. Wir sind für Rat dankbar, ob das so sein darf.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305,

Wenn der Mann in der Zeit, die er außerhalb der Ehedauer berufstätig war, eine höhere oder praktisch gleiche Rentenanwartschaft erworben hat als die Frau in der Ehezeit, dann steht ihm durchaus die höhere Rente zu, die sich aus seinen eigenen Rentenansprüchen und dem Versorgungsausgleich für die Ehezeit ergibt.

Ich kann mir vorstellen, daß der Mann mit diesem Einkommenshintergrund in die Ehe auch das größere Vermögen eingebracht hat, wovon ja auch die Frau deutlich profitiert haben dürfte.

Letztendlich soll der Versorgungsausgleich finanzielle Nachteile aus der Ehezeit ausgleichen. Was davor geschah oder danach passiert, spielt keine Rolle. Man nimmt der Frau also zu Recht "etwas weg", denn sie hat Rentenansprüche in der Ehezeit erworben, die aufzuteilen sind.

Kommentar von Harriete ,

Danke...habe noch nachfragen, und stelle noch eine Frage, wäre nett, wenn DU nochmal antworten könntest, der Fall ist echt verrückt.

Antwort
von imager761,

Der Versorgungsausgleich überträgt nur die in der Ehezeit erworbenen höheren Rentenanwartschaften eines Versicherten auf den Ehepartner mit geringener Anwartschaft :-O

Das kann dazu führen, dass seine (*vor**ehelichen) Rentenansprüche insgesamt höher ausfallen als die der Frau, die insgesamt weniger eigene Ansprüche erwarb und keine übertragen bekam :-)

G imager761.

Antwort
von Rentenfrau,

Beim Versorgungsausgleich bei einer Scheidung geht es einzig allein um den ausgleich der in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften, Ob dann der Ehegatte, der ausgleichsverpflichtet ist, hinterher weniger hat, wie der andere der den Ausgleich bekommt, spielt gar keine Rolle. Denn ob das so ist, hat wahrscheinlich auch mit den Versicherungszeiten vor der Eheschließung zu tun, und die stehen eben bei der Scheidung nicht zur Debatte, es geht einzig und allein um die in der Ehezeit erworbenen und auszugleichenden Rentenanwartschaften.

Kommentar von Harriete ,

Danke, das ist hier aber nicht ok.

Antwort
von gammoncrack,

Das hat ja mit dem Versorgungsausgleich nichts zu tun.

Letztlich entscheidet doch über die Rentenhöhe ausschließlich der insgesamt eingezahlte Rentenbeitrag, nicht nur der, der während der Ehe eingezahlt wurde und der dann über den Versorgungsausgleich aufgeteilt wurde.

Antwort
von Privatier59,

Der Ausgleich, auch der Versorgungsausgleich, führt nun einmal zur Übertragung von Rechten und Anwartschaften. Da kann die von Dir beschriebene Auswirkung eintreten. Die gesellschaftliche Realität sieht im übrigen aber anders aus: Da Männer regelmäßig das höhere Einkommern haben sind sie es, die abgeben müssen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kommentar von Harriete ,

Danke, das ist hier aber nicht recht...also vom Geführ her...hab noch eine Frage gestellt, wäre nett, wenn Du Dir auch ansiehst.

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