Frage von derna, 33

Geschenkten Geldbetrag in die Pensionskasse einzahlen?

Über Gehaltsumwandlung zahle ich in eine Pensionskasse ein. Ich habe von meiner Oma nun 20.000 euro bekommen und überlege, ob ich den Betrag als Einmalzahlung da drauf einzahle. Macht so etwas Sinn? Ich möchte nicht zig verschiedene Anlagemodelle haben?

Antwort
von Larissa75, 28

Ich denke mal du hast dich bevor du die Gehaltsumwandlung begonnen hast informeirt, ob diese für dich passt.

Du könntest für eine gewisse Zeit den Betrag der Gehaltsumwandlung beispielsweise auf den höchstmöglichen Betrag setzen. Damit hast du die Vorteile der Entgeltumwandlung. Die 20000 Euro könntest du auf ein Tagesgeldkonto packen und immer mal wieder etwas davon abheben. Wenn du mehr Geld brauchst, dann kannst du ja die Gehaltsumwandlung wieder reduzieren.

Antwort
von Hanseat, 25

Hallo, so einfach ist das nicht. Die meisten Tarife, wenn nicht alle werden das so nicht zulassen. Es gibt ja eine entgeltumwandlungsvereinbarung für ihre bAV, da kann man jetzt nicht einfach so mal privat was "dazuschiessen". Was noch wichtiger ist, es macht auch keinen Sinn. Denn diese Sonderzahlung wäre nicht steuer- oder SV-befreit, sie würde als rein private Zahlung betrachtet, also wie bei einer Schicht III-Privatrente und Abschlusskosten usw. wären da auch fällig.

Ich würde einen solchen Einmalbeitrag nicht versicherungsförmig anlegen, es sei denn im Rahmen von Pensionszusagen oder Basisrenten.

VG,

Antwort
von Niklaus, 24

Die Pensionskasse ist ein Durchführungsweg in der betrieblichen Altersvorsorge. D.h .dein AG ist der Versicherungsnehmer und Beitragszahler. Du bist versicherte Person. die Beitragszahlung ist einer steuerlichen Regel unterworfen. Fazit: du kannst keine Zahlungen in die Pensionskasse leisten,

Warum willst du das überhaupt machen. Es gibt doch noch andere sinnvolle Wege für sein alter vorzusorgen. Die dann auch noch ein einer anderen Schicht und einer anderen Vorsorgeform sind. Das heißt mehr Sicherheit für dich weil du diversifizierst.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Hier hilft dir nur eine kompetente Beratung. Es gibt gute Versicherungsmakler die mit dir einen Schichtenvergleich machen und für dich die optimale Schicht und Vorsorge finden. Das geht übrigens nur mit einem Versicherungsmakler, weil der in der Regel auch über alle auf dem Markt befindlichen Produkte verfügt. Eine Versicherungsvertreter hat nur die Produkte seines Versicherungsunternehmens.

Antwort
von mig112, 17

Seit Einführung der Unisex-Tarife sind zusätzliche Einzahlungen in die bAV nicht mehr ohne Weiteres möglich. Belastbare Antwort gibt der Versicherer.

Ein Rendite-Effekt der bAV ist die Verwendung von BRUTTOeinkommen, welches im Rahmen von Grenzen steuer- und sozialversicherungsfrei ist. Die Auszahlung wiederum ist pflichtig (nachgelagerte Besteuerung, ggf. auch KV-Pflicht).

Jetzt NETTO-Zuzahlungen zu tätigen um später die Auszahlungen zu versteuern halte ich für grundfalsch!

Kommentar von Hanseat ,

Sehr richtig, und, das habe ich noch vergessen, die Auszahlungen von Pensionskassen sind (im Gegensatz zu Direktversicherungen) auch dann später KV-pflichtig wenn Sie aus privaten "Netto"-Einzahlungen generiert wurden ! Das gilt, und das ist der große Unterschied zu Direktversicherungen, auch für die KVdR !!! Urteil BSG v. 23.07.2014

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