Frage von lorretta, 14

Gericht

Ich habe eine Frage zum Erbrecht und Testament. Ich habe ein Testament 1999 bei einem Notar verfassen lassen und dieses wurde bei Gericht hinterlegt. 2013 habe ich dieses Testament zurück gezogen und ein neues beim Notar verfassen lassen das ebenfalls bei Gericht hinterlegt wurde Nun will ich dieses auch wieder zurückziehen und möchte das das Testament von 1997 wieder rechtsgültig wird Nun meine Frage muss erneut wieder ein neues Testament erstellt werden oder ist das Testament von 1997 wieder rechtsgültig dadurch das ich das Testament von 2013 mit dem Hinterlegungsschein aus der der Verwahrung bei Gericht hole? Wenn ja muss das Testament von 1997 wieder bei Gericht hinterlegt werden ? Oder kann ich dieses auch bei mir zu Hause aufbewahren? Möchte das keine erneuten Notarkosten entstehen.Vielen Dank für eine Antwort. Lg

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Antwort
von wfwbinder, 12

Wenn ich es richtig verstehe:

  1. Du hattest ein notariell beurkundetes Testament 1997 hinterlegt.

  2. Du hast 2013 ein neues Testament beurkunden lassen, das alte abgeholt und das neue hinterlegt.

  3. Du hast das alte noch und willst das 2013 aus der Hinterlegung abholen und das 1997 wieder hinterlegen.

  4. Das geht, aber zur Sicherheit, würde ich handschriftlich darauf vermerken: Die Testament ist wieder voll gültig udn ersetzt das Testament vom ..... 2013, was vernichtet wurde.

Da nämmlich die Hinterlegung nicht entscheidend ist, sondern das Datum des Testaments, würde das 2013er Testament, wenn es in Deiner Schreibtischschublade gefunden würde das wieder hinterlegte Testament von 1997 in der Wirkung überdecken und ersetzen.

Also das von 2013 vernichten.

Kommentar von Franzl0503 ,

Der Widerruf des notariellen Testaments durch Vernichtung oder Änderung der Urkunde oder durch

Rücknahme aus dem amtlichen Verwahrung

kann n i c h t widerrufen werden. Es genügt also nicht, wen in einer neuen Verfügung lediglich bestimmt wird, das alte Testament soll wieder aufleben. Vielmehr muss der Erblasser hier ein neues positives Testament errichten (BayObLGZ 1973,35 = DNotZ 1973, 630)

Das neue Testament kann handschriftlich verfasst und auch beim Amtsgericht gegen eine geringe Gebühr hinterlegt werden.

Ich rate dennoch zur notariellen Beurkundung. Die Gründe sind in diesem Forum mehrfach genannt worden.

Antwort
von Gaenseliesel, 10

Hallo, näheres dazu :

www.internetratgeber-recht.de

unter der Rubrik Erbrecht zu finden.

K.

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