Frage von MrTea1000,

Geldwäsche bei Autoverkauf?

Ich verkaufe gerade mein Auto, leider mit wenig Resonanz. Letzte Woche hat sich ein freundlicher Herr aus England, der mein Auto im Auftrag kaufen will gemeldet. Nach einigem Email-Verkehr und ein paar Telefonaten folgendes Bild:

Dieser Herr aus England (mit arabischem Dialekt aber englischem Namen) kauft mein Auto für einen Clienten im Ausland. Er wird mir einen Scheck schicken, auf dem €6000,- zusätzlich bezahlt werden. Diesen Scheck löse bei meiner Bank ein, die 6000,- soll ich mir auszahlen lassen, und dem beauftragten Spediteur in die Hand drücken.

Nun meine Bedenken: warum auf diese Weise? Warum zahlt er dem Spediteur nicht gleich? Welche Risiken trage ich bei der Sache?

Vielen Dank schon mal für Antworten und Tipps!

PS, selbstverständlich lasse ich den Scheck VOR dem Einlösen überprüfen. Abgesehen davon wollte ich mich an die Polizei mit dem Scheck auch melden.

Antwort
von vollkorn,

Hä? Das willst Du ernsthaft tun-manchmal muß ich mich über die Fragen hier wundern. Offensichtlicher kann man sich doch nicht in unseriöse Geschäfte verwickeln lassen-laß das mal lieber sein, der Polizei kannst Du das freundlicherweise melden, aber denk dran: die kennen Deinen Namen...

Antwort
von MrTea1000,

Also Leute, erst mal danke für die Rückmeldungen. Gut zu wissen. Aber total blöd bin ich ja auch nicht. 1. habe ich mich noch nicht auf dieses Geschäft eingelassen. 2. wird mein 1. Gang der Weg zur Bank sein, das von denen ihrer Seite überprüfen zu lassen. Falls es gleich dort auflöst als Reinfall, dann isses gleich rum. Ansonsten tue ich NICHTS, bis das Geld unwiderruflich auf meinem Konto ist. PUNKT.

Hab nun mal wenig Erfahrung, ergo habe ich die Frage gestellt!

Kommentar von Gaenseliesel ,

die Frage ist völlig in Ordnung, solange sie vor dem Schaden hier gestellt wird ! Anders herum hätte man eher mit Vorwürfen reagieren können. Mein Sohn, damals 20 J. hatte auch solch einen mysteriösen Käufer für sein Auto über das Internet. Zum Glück hören die Kinder manchmal auf ihre Eltern ;-) K.

Antwort
von gandalf94305,

Nonsense. Das ist die klassische Betrugsmasche mit Schecks.

Ob ein Scheck gedeckt ist - insbesondere aus dem Ausland - erfährt man erst Tage bis Wochen später. Bis dahin hast Du den Betrag auf Deinem Konto, wo er dann bei Platzen des Schecks rückgebucht wird. Der freundliche Herr in einem beliebigen Land ist dann nicht mehr auffindbar.

Die andere Variante wäre: der Mann schickt Dir einen Scheck über 20.000 EUR. Du löst den Scheck ein und gibst jemandem für z.B. ein Auto 18.000 EUR. Die restlichen 2.000 EUR darfst Du behalten. Gier siegt über Logik und Du machst das. Leider ist ein paar Tage später klar, daß die 20.000 EUR rückgebucht werden, da der Scheck eine Fälschung war oder einfach nicht gedeckt ist, so daß Dein Konto sich dann um 18.000 EUR schlechter fühlt.

Daher: generell Finger weg von Vorgehensweisen, bei denen nicht absolut sicher ist, daß das Geld auf Deinem Konto ankam. Wenn Du eine Zahlung akzeptierst, dann nur per Überweisung auf Dein Konto. Dann ist das Geld verbindlich dort und kann nicht einfach rückgebucht werden.

Kommentar von Gaenseliesel ,

sehr gut erklärt ! K.

Kommentar von LittleArrow ,

Überweisung auf Dein Konto

Aber solchen Leuten möchte ich weder meine Kontonummer mitteilen, noch mich mit ihnen irgendwo "verkehrsgünstig gelegen" treffen, zwecks Fahrzeug- und Geldübergabe. Schon auf dem Nachhauseweg kann bei einer vorgetäuschten Unfallsituation das ganze Geld wieder weg sein.

Kommentar von gandalf94305 ,

Ei, das überwiesene Geld ist dann auf dem Nachhauseweg wieder weg? Hmmm...?

Kommentar von LittleArrow ,

Nur bei Geldübergabe:-)

Antwort
von gammoncrack,

Spannende Geschichte.

Mich würde nur die Meinung der Fachleute interessieren, ob bei dieser Geschichte der Spediteur auch mit drinhängt. Wenn dem so ist, sollte man das - mit Unterstützung der Polizei - weiterlaufen lassen, damit man bei der Übergabe wenigsten den am Wickel hat.

Eine weitere Frage noch: Das ist zwar ein Verrechnungsscheck. Was ist eigentlich, wenn man so lange wartet, bis die Gutschrift auf dem Konto ist? Kann der dann immer noch "platzen", also noch später von der Bank zurückbelastet werden?

Kommentar von gandalf94305 ,

Der Spediteur kann auch ein Unbeteiligter Dritter sein, der einfach das Auto von A nach B schaffen soll bzw. eigentlich nur am Geld interessiert ist, das wiederum ihm versprochen wurde. Durch die Nutzung von Kaskaden Unbeteiligter kann man die tatsächlichen Vorgänge recht nett verschleiern.

Kommentar von LittleArrow ,

Was ist eigentlich, wenn man so lange wartet, bis die Gutschrift auf dem Konto ist?

Der Scheckbetrag wird sofort auf dem Einreicherkonto gutgeschrieben mit dem Zusatz "Eingang vorbehalten!". Dieser Vorbehalt wird niemals ausdrücklich aufgehoben. Der Scheckeinreicher bleibt also b.a.w. im Rückbuchungsrisiko. Solange wartet aber der Spediteur nicht auf seine Fracht;-)

Kommentar von gammoncrack ,

Danke!

Antwort
von RatsucherZYX,

Kannste alles gut so machen, ist keine Geldwäsche, es geht nur um dein Geld und das ist dann weg. Wenn du Glück hast, dein altes Auto auch.

Antwort
von Privatier59,

selbstverständlich lasse ich den Scheck VOR dem Einlösen überprüfen.

Wie soll denn das gehen? Deine Bank wird Dir nicht die Bestätigung geben können, dass der Scheck echt ist und erst recht nicht, ob er gedeckt ist. Erst nach Wochen oder gar Monaten komm das Storno und dann stehst Du da. Ich wundere mich, dass überhaupt noch jemand auf diesen Uralttrick reinfällt. Davor wird doch schon seit vielen Jahren gewwarnt. Offenbar ist die vermeintlich günstige Verkaufschance so verlockend das immer noch Leute drauf reinfallen.

Antwort
von SBerater,

der soll das Geld überweisen, keinen Scheck. Der Scheck kann noch lange platzen. Eine Prüfung dauert.

Und wenn er platzt, und das wird er, dann bist du dein Auto zwar los, was ja das Ziel ist, aber nur auf dem Umweg, dass du noch 6.000 Euro drauflegst.

Antwort
von qtbasket,

Das ist ein uralter Betrügertrick !!!

Der Spediteuer steht vor der Tür -Das Auto ist weg- Der Check ist nicht da, oder ungedeckt..

Du solltest einmal bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle anrufen - die kennen die Masche nur zu gut.

Antwort
von robinek,

Aus Deiner Frage geht eine ziemliche "Blauäugigkeit" Deinerseits hervor. Liest Du keine Autozeitschriften o.ä.? Würde das Auto nur gegen Bargeld aushändigen. Auch der ADAC gibt Dir darüber Auskunft

Kommentar von LittleArrow ,

Aus Deiner Frage geht eine ziemliche "Blauäugigkeit"....

Selten eine solche krasse Fehlbewertung einer Frage gelesen; ausgerechnet von Dir, robinek!

Der Fragesteller zeigt doch genau das Gegenteil einer Blauäugigkeit, indem er diese Abwicklungsmasche hier hinterfragt und selber in Zweifel zieht.

Antwort
von Rabbicook,

Lass die Finger weg.

Antwort
von althaus,

Ich glaube DU willst uns hier nur unterhalten. Ist doch ein uralter Trick. Wenn Du so vorgehst wie es der Engländer sagt, dann bist Du Auto + Geld los!!! So blöd wirst Du doch nicht sein, oder doch?....... Lass Dir eine Kopie vom Personalausweis geben und zeige den Engländer bei der nächsten Polizeibehörde wegen versuchten Betruges an.

Kommentar von RatsucherZYX ,

Die Kopie des gefälschten Perso nützt dabei auch nichts mehr. Ausserdem sieht er den Engländer gar nicht, es kommt jemand der sich als Spediteur vorstellt und das Auto mitnimmt.

Kommentar von althaus ,

Richtig, daher sollte er den Spediteur gleich mit zur Polizeiwache mitnehmen.

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