Frage von TheMiz77, 73

Geldleihe Scheidung Rückforderung

Hallo zusammen,

meine jetzige Ehefrau hat sich in ihrer damaligen Ehe zusammen mit ihrem Mann 10000 € geliehen.Dieses Geld wurde von der Mutter des Mannes bar an ihren Sohn übergeben. Es wurde kein schriftliches Dokument angefertigt. Er hat das Geld verwalten und dann auch bar ans Autohaus gezahlt,wo ein neues Auto gekauft wurde. Meine Frau hat das Auto nach der Scheidung behalten und hat auch den Brief bekommen,da das Auto auf ihren damaligen Mann angemeldet war. Es wurde bei der Scheidung ein notarieller Vertrag angefertigt,in dem kein Wort über dieses Auto steht.

Nun möchte die Ex-Schwiegermutter das geliehene Geld zurück und gibt als Zeugen ihren Sohn an,das sie das Geld übergeben hat und deshalb ein mündlicher Vertrag zustande kam.

NUR....er hat das Geld in Empfang genommen,verwalten und auch das Auto bar gezahlt...

Sie droht nun damit,zum Anwalt zu gehen und dieses Geld einzuklagen....

Die Frage ist nun,kommt sie damit durch ??

Ich wollte mich zuerst hier im Forum informieren,vielleicht hat jemand schon Erfahrungen gemacht,hab bei der Suche leider nix gefunden

Gruß und einen schönen zweiten Advent ;)

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Antwort
von UndertakerOWL, 72

Ich würde mir da keine Sorgen machen und die Ex-Schwiegermutter den Rechtsweg bestreiten lassen. Da die Mittel in dem Fall nur bar geflossen sind, wird es aus meiner Sicht schon schwierig einen Darlehensvertrag darzulegen. Und der Ex-Mann als einziger Zeuge und Sohn wird sicherlich nicht ausreichen.

Zudem würde die Sache vor Gericht für den Kläger teuer, da bei dem Streitwert das LG zuständig ist und dort Anwaltszwang herrscht. Bei der dürftigen Beweislage sollte ihr jeder Anwalt davon abraten...

Kommentar von TheMiz77 ,

Hallo und Danke für die Antwort,

genau das sind auch meine Gedanken :

  • kein Schriftstück
  • Geld wurde bar an ihrem Sohn übergeben
  • und Ex-Mann soll als Zeuge fungiern

Wir haben beschlossen,den Brief ihrer Ex-Schwiegermutter zu ignorieren und nichts zu unternehmen,aber wir wollen halt auch mal unsere Ruhe haben

Antwort
von gandalf94305, 73

Der Schilderung nach handelt es sich im besten Fall um eine Schenkung, im schlechtesten Fall um ein Darlehen der Schwiegermutter an ihren Sohn, der den Betrag ja auch erhalten hat. Er hat den Vertrag über das Auto abgeschlossen und er hat die Rechnung des Autohauses bezahlt.

Wenn also nun die Frau das Auto besitzt und fährt, dann ist das eine Regelung unter den vormaligen Eheleuten im Rahmen der Scheidungsauseinandersetzung.

Allenfalls hätte ddie Schwiegermutter also ein Darlehen an ihren Sohn gegeben. Von diesem kann sie es nun zurückverlangen. Die Frau ist aus meiner Sicht nach der Scheidung aus dem Schneider.

Kommentar von TheMiz77 ,

Hallo und Danke auch für Deine Antwort,

das denke ich meiner Meinung nach auch,das meine Frau aus dem Schneider ist.Da sie ja auch nichts unterschrieben hat und ihr Ex-Mann das Geld an sich genommen hat.

Wir werden jetzt im Moment gar nichts unternehmen,denn ich denke das es keinen Sinn macht,zu einem Anwalt zu gehen und der Ex-Schwiegermutter nen Brief schreiben zu lassen,das wir endlich ruhe hätten :-/

Kommentar von wfwbinder ,

Erstmal nichts zu tun, ist Ok, weil die Gegenseite ja aktiv werden muss (Kostenvorschüsse leisten usw.).

Aber den Optimismus von Gandalf teile ich nicht ganz, denn weil das Auto nicht in die Scheidungsfolgesache aufgenommen wurde, kann man das nicht einfach so ignorieren.

Sie hat das Auto bekommen und der Wagen ist mit dem Darlehen gekauft worden.

Meiner Ansicht nach stehen die Chancen vor Gericht im besten Fall bei 50:50.

Antwort
von wfwbinder, 51
zusammen mit ihrem Mann 10000 € geliehen.

Also hat Deine Frau den Kredit mitaufgenommen.

bar ans Autohaus gezahlt,wo ein neues Auto gekauft wurde

Damit ist der Zweck des Darlehns klar

Meine Frau hat das Auto nach der Scheidung behalten und hat auch den Brief bekommen

Sie hat den erworbenen und mit dem Darlehen finanzierten Gegenstand erhalten.

Es wurde bei der Scheidung ein notarieller Vertrag angefertigt,in dem kein Wort über dieses Auto steht.

Also auch nicht über das Darlehen?

Sie droht nun damit,zum Anwalt zu gehen und dieses Geld einzuklagen....

Vor Gericht und auf hoher See ist man allein in Gottes Hand. Ich glaube nicht, dass ich es auf den Prozess ankommen lassen würde

Schließlich sieht es für mich so aus, dass man sich über Auto und Autokredit schon vorher geeinigt hatte, wenn das in der notariellen Scheidungsfolgeregelung nicht mehr enthalten ist.

Kommentar von TheMiz77 ,

Hallo und Danke für die Antwort,

Meine Frau und ihr damaliger Mann haben sich das Geld geliehen,aber meine Frau war nur dabei.Erhalten hat das Geld ihr damaliger Mann. Im notariellen Vertrag steht nichts über das Auto,weil ihr damaliger Mann gesagt hat,das das untereinander geklärt wird.

Ihre Ex-Schwiegermutter versteift sich jetzt drauf,dass das damals ein mündlicher Vertrag über die 10000 € war,aber meine Frau hat weder was unterschrieben,noch das Geld erhalten.Ihre Ex-Schwiegermutter dreht dies jetzt so hin,das ihr Sohn Zeuge war,das sie das Geld erhalten hat....verzwickte Situation

Kommentar von Gaenseliesel ,

Hallo, ich mische mich hier nur mal kurz ein.

eine sehr interessante Rechtsprechung zu einer ähnlich wie bei dir, finanziellen Hilfe während der Ehe sowie deren Rückforderung des Schwiegervaters nach Scheidung.

Dieser Link:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/102404-rueckforderung-von-z...

..... schafft rechtliche Aspekte zum Thema.

K.

Kommentar von TheMiz77 ,

Hallo,

bei diesem Fall im Link,waren ja die Überweisungen sichtbar am Kontoauszug,aber die Ex-Schwiegermutter hat ja nichts auf der Hand. Sie hat in dem Brief nur geschrieben,das sie das Geld den beiden leiht und gibt ihren Sohn als "Zeugen" an,daher denkt sie das es ein mündlicher Vertrag mit einem Zeugen ist

Kommentar von Gaenseliesel ,

letztlich kommt es auch auf den verhandelnden Richter an, sollte es zur Anklage kommen. Subjektiv, fiktiv : Hat er in seinem Berufsleben des Öfteren über ähnliche Klagen Recht sprechen müssen, wird er diese Erfahrungen in das Urteil einfließen lassen.

Die Jahre in der ihr den Wagen gemeinsam als Eheleute genutzt habt, würde sicherlich neben den normalen Wertverlust, ebenfalls berücksichtigt werden müssen.

K.

Kommentar von wfwbinder ,

Entschuldige, aber es ist eine Zivilsache, daher keine Anklage, sondern ggf. eine Klage.

Was zugunsten der Ehefrau des Fragers spricht:

Wenn die EX-Schwiegermama die vollen 10.000,- haben will, muss sie vor dem Landgericht klagen (ab über 5.000,- Euro Streitwert) und da ist zusätzlich Anwaltszwang.

Die legt mal ganz tief gerechnet 2.000,- Euro an Kostenvorschüssen, vermutlich aber mehr. Ist richtig teuer.

Daher ist eine Klage auf die volle Summe kaum zu erwarten. Eher auf höchstens 5.000,- um vor dem Amtsgericht zu bleiben.

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