Frage von PrinzPoldi,

Geldanlage bei der estnischen Bigbank bis 50.000 € empfehlenswert?

Die estnische Bigbank bietet gerade die besten Konditionen im Festgeldvergleich, allerdings habe ich bereits gehört, dass die Bank fälschlicherweise behauptet, dass die EU bei der Einlagensicherung für Beträge über 50.000 Euro einspringen würde. Bis 50.000 tritt die estnische Einlagensicherung ein. Deshalb meine Frage: kann man mit gutem Gewissen bis zu 50.000 dort anlegen, oder sollte man besser die Finger von einer Bank lassen, die offensichtlich falsche Informationen an Kunden herausgibt? Wie beurteilt ihr das?

Antwort von qtbasket,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ist hier gut erklärt:

www.optimal-banking.de/bank/big.php

Im Falle de Konkurs, kannst du Estnisch verstehen ? Möchtest du in Estland klagen ? Wie findet man in Estland einen entsprechenden Anwalt, und wie sicherst du das Prozessrisiko ab ?

Wenn da zu allen diesen Tatsachen sagen kannst, kein Problem, tja dann....

Es gilt immer noch der Spruch: Mit Speck fängt man Mäuse, der Speck ist das Zinsversprechen und deine Mäuse sind Euros. Da werden schnell solchen etwas problematischen Dinge, wie die Einlagensicherung in den Hintergrund gerückt.

Kommentar von humoer,

DH!

Kommentar von wfwbinder,

sehe ich auf den Punkt ebenso. Ein Prozess in Estland wäre der Alptraum meiner schlaflosen nächte.

Antwort von obelix,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

meine oma meinte immer "wer einmal lügt, dem glaubt man nicht". das leben zeigt, dass die aussage so falsch nicht ist.

wenn du schon weisst, dass die aussage falsch ist, wieso denkst du dann darüber nach, denen geld zu geben?

ich denke, alle, die in island vor jahren geld angelegt hatten, waren auch auf 0,5% (oder auch ein wenig mehr) mehr an zinsen scharf. sie kamen mit einem schrecken davon.

ich würde nicht ansatzweise überlegen, mein geld dort anzulegen. und schon gar nicht so einen betrag!

Antwort von humoer,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bis zum nächsten BigBang kann das gut gehen. Und bis dahin kannst Du ja schon mal estnisch lernen...

Antwort von Christine123,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Unterschied im Festgeld ist so mikrig, ich kann nicht verstehen, daß man dann auf exotische Banken ausweichen will. Hast Du Dir mal de Unterschied in Euro ausgerechnet? Lohnt sich das wirklich?

Antwort von Mandrake,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Frage wurde hier vor einem Jahr schon mal in ähnlicher Form gestellt und beantwortet. Einfach mal in die Such-Option gehen!

Die Suche im Netz fällt - abgesehen von den Google-Einträgen der Bigbank - nicht uneingeschränkt positiv aus. Falls du noch nicht geguckt haben solltest, dann schau mal hier rein:

http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=bigbank&meta=&btnG...

Ich persönlich würde meine 50.000 Euronen dort nicht anlegen!

Antwort von Niklaus,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Frage gibt mir zu denken. als doch schon erfahrenes Mitglied dieses Forums, musst du doch schon alle Höhen und tiefen von Festgeld undf ausländischen Banken mitbekommen haben. Selbst wenn der Zinsatz entsprechend ist, lohnt sich eine unterjährige Anlage wegen demn geringen Zins nicht. Ob die Einlagensicherung das hergibt, was sie verspricht, weißt du erst nach einem großen Knall.

Es gibt wirklich bessere Anlagen. TEPs z.B. die bieten 6,5 % und haben eine Laufzeit von 5-7 Jahren. Derzeit ist der Einstieg interessant, wegen dem schlechten GBP-Kurs.


Bei der Anlage handelt es sich um sogenannte TEP's, Traded Endowment Policies. Dies sind angesparte britische Lebensversicherungen. Die Versicherungen wurden von den ursprünglichen Versicherungsnehmern verkauft. D.h. die Versicherungen sind nicht gekündigt, sondern laufen bis zur Fälligkeit mit allen Rechten und Pflichten weiter. Die klassische britische "with profit" -Police mit laufender Prämienzahlung und Gewinnbeteiligung setzt sich aus der garantierten Versicherungssumme, dem Jahresboni und dem Schlussbonus im letzten Jahr zusammen. Die Versicherungssumme und alle bis dato bereits gutgeschriebenen Jahresboni sind bei Fortführung der Police bis zum Ablaufdatum garantiert. Der Schlussbonus wird im letzten Jahr aus der Investitionsreserve der Police zugeführt, er ist nicht garantiert, sondern ist abhängig vom Anlageerfolg der Versicherung. Die Investition erfolgt in britischen Pfund.

Kommentar von frei697,

wer sagt, dass der GBP-Kurs schlecht ist? Wer sagt, dass er "besser" wird?

Das sind alles nur Mutmassungen und bei dieser Art von Anlagen gibt es

  • KEINE Einlagensicherung
  • Wechselkursrisiko

Dieser Tipp kann doch nicht ernstgemeint sein, denn das wäre so, wenn jemand Tagesgeldzinsen mit _US-Aktienrenditen vergleicht!

Kommentar von Niklaus,

Wenn du dir den Wechselkurs anschaust, dann kannst du sehen, dass er über Jahrzehnte stabil war. Durch die Finanzkrise ist er natürlich wie andere Währung kräftig durchgerüttelt wurden. Die Wirtschaftsaussichten von GB sind mit der neuen Regierung und dem Sparprogramm durchaus als positiv zu bewerten. Das zum Thema Kurs. Bezüglich Einlagensicherung, muss ich dir sagen, dass du komplett falsch liegst. Die bestehende Garantie bei britischen Versicherungen und speziell der von TEPs ist um ein vielfaches höher als der von deutschen KLVs. Es gibt in GB den so genannten Feuerwehrfonds, der 90 % des Verkehrswertes einer Police absichert im Falle der Insolvenz der Versicherung. Hier der Link. http://www.fscs.org.uk/what-we-cover/eligibility-rules/compensation-limits/

Übrigens haben britische Versicherungen schon immer eine bessere Rendite als deutsche Versicherungen.

Antwort von billy,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn Dir Deine Kohle völlig egal ist, tu es. Alternativ könnte ich Dir auch eine Kontonummer nennen auf die du alles überschüssige Vermögen überweisen kannst. :)

Antwort von Rat2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Festgeld??? Jetzt??? Ich meine, man kann Geld auch jetzt in Sparbriefe oder Staatsanleihen stecken.

Aber doch nicht als Fragant, oder???

Kommentar von wfwbinder,

Sierra Leone, Zimbabwe und Burkhina Faso sollen überigen für ihr Staatsanleihn sehr gute Konditionen machen.

Kommentar von Hacky20,

Und das ist "relativ" sicher, LOL!

Antwort von frei697,

a) Diejenigen die eine Anleihe empfehlen oder irgendwelche Polizzen in Fremdwährungen denen sei gesagt, dass es sehr wohl einen Unterschied gibt zwischen einer gesetzlichen Einlagensicherung und dem Risiko einer Anleihe (hier sieht man zu 100 % durch die Finger). Das Wechselkursrisiko abzutun mit "jetzt günstiger Zeitpunkt" ist Raten ins Blaue hinein

b) Estland ist in der EU. Estland bekommt mit 1.1.11 den Euro, Estland hat eine Staatsverschuldung von der Deutschland & Co nur träumen könnten - d.h. die von der EU vorgeschriebene Einlagensicherung ist hinsichtlich Stabilität sicherlich nicht allzu schlecht.... da würde ich mir bei der BoS mehr Sorgen machen g

Viele strapazieren hier die Kaupthing Bank, weil man alles ablehnt, was man nicht kennt. Ich selbst habe die BigBank schon ausprobiert und es hat alles tadellos funktioniert - ist aber natürlich keine Garantie für die Zukunft, genauso wenig wie es eine Garantie für Bank X und Bank Y und für die Einlagensicherung generell gibt. Jeder der sich mit der deutschen Einlagensicherung beschäftigt hat, weiß, dass diese im Ernstfall nicht hält. Wenn mehrere Banken ausfallen, so fällt auch diese Einlagensicherung aus.

Antwort von detlef32,

Machen wir mal den Vergleich für 5 Jahre Laufzeit und einer Anlagesumme von 50.000 Euro.

Bigbank bietet 4,15% und die Postbank als normaler deutscher Anbieter 2,3% also 1,85% weniger.

Der Verdienst in Euro pro Jahr sind nach 28,75% Abgeltungssteuer : 1478,44 gegenüber 819,38 also netto 659,07 Euro pro Jahr mehr.

Also ist die einfache Frage: Ist mir der Gewinn von mtl. ca. 50 Euro nach Steuern meinen guten Schlaf wert. Die Sicherheit ist selbstverständlich deutlich geringer - oder kennt jemand genau die Bedingungen des Tagatisfonds ( http://www.tf.ee/eng/?PHPSESSID=98b317695ef8d7617ecf642397ef55b6 )

Nach meinem Eindruck ist bis 50.000 Euro das Kapital abgesichert - von den Zinsen ist nie die Rede.

Falls das stimmt sind im Worstcase die Zinsen futsch und ich bekomme nach 5 Jahren das Kapital zurück. Also riskiere auf jeden Fall ca. 4.000 Euro (die Zinsen die ich von der Postbank bekommen hätte).

Also ich persönlich würde lieber eine 5 1/2 Jahresanleihe von Bertelsmann mit einer Rendite von ca. 3,5% erwerben. Wäre für mich überschaubarer.

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