Frage von Alpencross,

Gehaltsabrechnung_ Umstellung von 12 auf 13,5 Gehaltszahlungen

Hallo,

2014 werde ich an einen anderen Standort (v München nach Frankfurt) unserer Firma versetzt. Laut GF gelten dann die Abrechnungsmodalitäten des neuen Zielstandortes.

Das bedeutet daß mein bisheriges Bruttogehalt x 12 = 12 Gehaltszahlungen nun gekürzt wird, und zwar: bisheriges Jahresgehalt : 13,5 = neues monatliches Bruttogehalt.

Mit der Versetzung an den anderen Standort bekommen wir Mitarbeiter im ersten Quartal 2013 eine Änderungskündigung mit Wirkung 1.1.2014. Frage. Darf der Arbeitgeber die Gehaltszahlung die ich seit 11 Jahren jeweils 12x ausgezahlt bekommen habe einfach auf 13,5 Auszahlungen ändern?

Mit dieser Anpassung vermindert sich mein monatliches Nettoeinkommen. Miete und Fahrt zum Arbeitsplatz in Frankfurt höher als meine derzeitige Miete/ Fahrtkosten. Jahresgehalt bleibt zwar Jahresgehalt ich verliere deshalb zwar kein Einkommen, aber mit dieser anderen Verteilung sinkt zunächst das laufende Nettogehalt.

Was passiert wenn mich der Arbeitgeber in 5 Jahren betriebsbedingt kündigt? ( wir wissen nicht ob weitere Schließungen geplant sind) Bekomme ich dann Arbeitslosengeld von diesem verminderten Bruttogehalt oder wird hier das Jahreseinkommen für die Leistungsberechnung zugrunde gelegt?

Was passiert wenn ich während des Jahres kündige , kann mir der Arbeitgeber dann die Auszahlung meines 13,5 ten Gehalts verweigern mit der Begründung daß bei Kündigung auf das 13.5 te Gehalt kein Anspruch besteht? Das wäre dann Betrug, denn das Jahresgehalt war ja vor der Versetzung höher. ( Jahresbrutto / 12)

Wer kann mir hierzu einen Rat geben?

Vielen Dank im voraus Gruß Alpencross

Antwort
von gammoncrack,

Schwieriges Thema für einen Außenstehenden.

Habt Ihr einen Betriebsrat, der hierzu gehört worden ist?

Wenn ja, müsste der eigentlich auch die Kündigungsfälle in der Betriebsvereinbarung abgehandelt haben.

Rechtlich ist die Sache eindeutig:

Du kannst der Änderungskündigung widersprechen. Dann wandelt die sich in eine ordentliche Kündigung um. Dann müsstest Du relativ zügig (3-Wochenfrist) Kündigungsschutzklage einreichen.

Ich persönlich würde unterschreiben, auch wenn dann monatlich etwas fehlt, aber immerhin das Jahresgehalt gleich bleibt. Ist natürlich Ansichtssache, aber wegen dieser Änderung würde ich mich nicht stressen wollen.

Kommentar von Alpencross ,

Hallo Gammoncrack,

vielen Dank für die schnelle Rückantwort und den Rat den Sie mir gegeben haben. Da unsere Firma ca 5.500 Mitarbeiter an den Standorten München, Fellbach, Saarbrücken, Nürnberg, Münster, Hannover, Leipzig, Berlin beschäftigt hat jeder Standort einen Betriebsrat. 2014 bleiben noch Münster, Hannover und Frankfurt, alle andere Standorte werden geschlossen und die davon betroffenen 1600 Mitarbeiter auf diese drei Zielstandorte verlagert.

Ich habe das Thema heute bei meinem Chef angesprochen, er will mit der Personalabteilung bzw. Betriebsrat sprechen.

Da ich inzwischen 54 Jahre alt bin kommt für mich eine Kündigung gegen Abfindung nicht in Betracht. Ich muß also mit nach Frankfurt , mindestens bis ich mein 63 Lebensjahr erreicht habe, also knapp 8 Jahre.

Es ist ja nicht nur die monatliche Nettokürzung, die Mieten in FFM sind nicht ohne und ich gebe hier in München eine sehr günstige Wohnung auf. Ich darf noch garnicht darüber nachdenken was ich mir antun muß nur weil der Arbeitsmarkt ein Problem mit Menschen über 50 hat.

Unser Tarifsozialplan ist erst in dieser Woche mit den Betriebsräten, Verdi und der GF in trockene Tücher gekommen, ich denke die Umsetzung der verhandelten Punkte werden wir sehr bald erfahren. Immerhin werden uns die drei Feiertage die Hessen zu Bayern weniger hat in den nächsten 3 Jahren finanziell ausgeglichen. Das macht auch nicht jede Firma.

Herzlichen Dank und viele Grüße Cornelia

Kommentar von gammoncrack ,

Ich gehe mal davon aus, dass es sich um die "Finanz Informatik GmbH & Co. KG" handelt.

Wie Sie schon schreiben sind hier ja Gewerkschaft und Betriebsrat eingebunden gewesen. Die achten meisten sehr darauf, dass Verschlechterungen ausgeglichen werden, z. B. der Ausgleich für die Feiertage.

Ich habe so etwas auch schon mitgemacht. Es ist sicherlich nicht einfach, aber es ist zu bewerkstelligen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten