Frage von Gracia, 179

Gehalt aus Spanien - Hauptwohnsitz Deutschland. Doppelbesteuerung?

Ich beziehe mein Gehalt aus Spanien, wo ich angestellt bin und auch Steuern zahle. Nun werde ich meinen Hauptwohnsitz nach Deutschland verlegen - jedoch weiterhin mein Gehalt aus Spanien beziehen. Aufgrund meiner Export Tätigkeit bin ich ständig unterwegs in Europa. Frage: Muss ich auch in Deutschland irgendeine Art von Steuer zahlen? Eine Doppelsteuer oder Lohnsteuer?

Gibt es einen Lohnsteuerverein der hierzu Auskunft geben kann?

Danke im vorraus für die Hilfe.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Gracia,

Schau mal bitte hier:
Steuern Ausland

Antwort
von Gracia, 179

Vielen Dank für die Info. Habe gerade mit dem LoHi Verein gesprochen und die meinten, dass ich in Deutschland keine Steuererklärung machen muss da ich ja auch keine Einkünfte aus Deutschland habe. Meine Einkünfte kommen ausschliesslich aus Spanien.

b) Mein Arbeitgeber ist in Spanien ansässig. a) Ich werde c.a. 1x im Monat in Spanien sein für 3-7 Tage. Man kann hier nicht genau sagen ob es insgesamt 183 Tage sein werden. c) Kann ich nicht beantworten. Der Arbeitgeber ist eine Firma die Weine in die ganze Welt exportiert. Ich repräsentiere das Weingut in Europa. Tätigkeit ist Export Manager.

So wie ich das jetzt verstanden habe muss ich also keine Steuererklärung in Deutschland machen. Nur in Spanien.

Danke für die Hilfe.

Kommentar von EnnoBecker ,
dass ich in Deutschland keine Steuererklärung machen muss da ich ja auch keine Einkünfte aus Deutschland habe. Meine Einkünfte kommen ausschliesslich aus Spanien.

Danke, das bestätigt meine Einschätzung, was die Kompetenz des Lohi im internationalen Steuerrecht betrifft.

Die Aussage, dass du keine Steuererklärung machen musst, ist zwar richtig. Aber die Begründung ist falsch.

Antwort
von EnnoBecker, 124
Hauptwohnsitz

Das bedeutet dann wohl, dass du in Deutschland ansässig im Sinne des Doppelbesteuerungsabkommens bist.

Mir liegt hier nur das alte DBA von 1966 vor, aber ich glaube kaum, dass sich in diesem Punkt etwas geändert hat im 2012er DBA.

Leider steht nicht dabei, welche Art Arbeit du ausübst, deshalb suche ich mir den Normalfall aus (kein Künstler, Sportler, Aufsichtsrat, kein ÖD, keine Schifffahrt oder Luftfahrt).

Vergütungen, die eine in Deutschland ansässige Person für eine in Spanien ausgeübte unselbständige Arbeit bezieht, können nur in Deutschland werden, wenn
(a) der Empfänger sich in Spanien insgesamt nicht länger als 183 Tage während des betreffenden Steuerjahres aufhält,
(b) Die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen Arbeitgeber gezahlt werden, der nicht in Spanien ansässig ist, und
(c) die Vergütungen nicht von einer Betriebstätte oder einer festen Einrichtung getragen werden, die der Arbeitgeber in Spanien hat.

Das musst du selbst prüfen, weil das hier ja keiner wissen kann.

Gehen wir im Weiteren davon aus, dass die Besteuerung in Spanien stattfindet. In diesem Fall unterliegen die nach deutschem Muster ermittelten spanischen Einkünfte in Deutschland dem Progressionsvorbehalt. Das muss dich nicht stören, wenn du in Deutschland keine Einkünfte hast. Hast du jedoch welche, so wird auf diese ein erhöhter Steuersatz angewendet, nämlich eben durch den Progressionsvorbehalt.

Gibt es einen Lohnsteuerverein der hierzu Auskunft geben kann?

Keine Ahnung, ob LoHi hier noch befugt sind. Aber eine Kompetenz im internationalen Steuerrecht würde ich dort höchstens einzelnen Personen zutrauen.

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