Frage von beate68,

Gegenseitige Betreuungsvollmacht - muss man als Immobilienbesitzer etwas beachten?

Wenn man sich als Ehepaar für den Fall der Pflegebedürftigkeit gegenseitige eine Betreuungsvollmacht erteilt, muss man da etwas Besonderes beachten, wenn man eine Immobilie besitzt. Eine Bekannte meinte, da müsste man notariell etws regeln. Stimmt das?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gaenseliesel,

Hallo, im Ernstfall kann es tatsächlich Probleme geben, an die man im Moment gar nicht denkt und kaum glauben kann, was Behörden so über die Köpfe der Angehörigen entscheiden ( dürfen ) !. Vor ein paar Tagen lief dazu eine Ratgebersendung im Ersten. Ich gebe dir hier einmal den Link zur Sendung und hoffe das er noch ausgestrahlt wird :

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/1331....

Es ging um Pflege und Betreuung, im Alter oder Krankheit. K.

Kommentar von Gaenseliesel ,

scheint nicht zu funktionieren, der Link oben. geh hier rüber : http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/entmu...

rechts auf der Seite kommst du zur Sendung ! Habe es soeben getestet ! K.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Danke ! und hier gleich noch ein weiterer Link zur Vorsorge für den Fall des Falles : http://www.vergleich.info/ratgeber/lexikon/vorsorgevollmacht/

...... so lässt sich auch eine gerichtliche Bestellung eines Betreuers verhindern. Gruß K.

Antwort
von geldkonkret,

Definitiv ist Ihre Betreuungsvollmacht wertlos, wenn Sie als Immmobilienbesitzer diese nicht notariell abschließen. Allerdings sollten beide Ehepartner auch mindestens einen Ersatzbevollmächtigten benennen, denn was tun Sie, wenn beide nicht mehr geschäftsfähig sind? Auch sollten Sie überlegen, ob Sie die Themen Gesundheit und Geld nicht trennen und verschiedenen Bevollmächtigten zuweisen (natürlich ohne Konflikte zu fabirizieren). Der Grund dafür ist, dass die Richter gerne den Bevollmächtigten nach seinen vermeintlichen Fähigkeiten beurteilen. Das kann bedeuten, dass ein Richter bestimmt, dass eine Hausfrau nicht in der Lage ist über finanzielle Transaktionen zu entscheiden und einen Betreuer von Staats wegen einsetzt. Aus Praxisfällen ist bekannt, dass es schon passiert ist, dass die Ehegattin über das gemeinsame Konto verfügt hat, damit private Schulden gegenüber dem Ehepartner (ohne es zu wissen) aufgebaut hat und vom Betreuugnsgericht dazu verdonnert wurde dieses Geld an den Ehepartner zurück zu zahlen. Gleichtzeitig wurde ihr dann die Betreuung entzogen. Der Betreuer kann dann sogar so weit gehen, den Umgang zu verbieten. Näheres gerne auf Rückfrage.

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