Frage von cocoB,

GdB von 50% bei Vorstellungsgespräch nicht angegeben

Hallo zusammen,

einer Bekannten wurde nach längerer Krankheit ein GdB von 50% zugesprochen, nun hat Sie endlich eine Zusage für eine neue Beschäftigung. Der Arbeitsvertrag ist Unterschrieben, und am 04.02. tritt Sie die neue Stelle an. Sie hat von Ihren Prozenten ihrem neuen Arbeitgeber gegenüber nichts erwähnt, Sie meint das wäre nicht nötig, da Sie ja nicht Schwerbehindert ist. Aber Sie hat doch mit Ihren 50% auch Sonderrechte wie zB. mehr Urlaub und Kündigungsschutz.

Kann das nicht erwähnen von ihren Prozenten, im nachhinein noch für Probleme sorgen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo cocoB,

Schau mal bitte hier:
Behinderung Vorstellungsgespräch

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alphabet,

Hallo,

ich kann mich nur Zitterbacke anschließen, dass keine Pflicht existiert, eine Schwerbehinderung mitzuteilen, welches ja gerade wichtig ist, da viele Arbeitgeber dieses wirklich als KO Kriterium sehen.

Nachlesen kannst Du dieses auch auf einer offiziellen Seite der Handwerkskammer.

http://www.hwk-koeln.de/Aktuelles/08_Kampagnen_Projekte/02_beschaeftigung_schwer...

Gruß alphabet

Kommentar von Zitterbacke ,

D.H. Guter Link!!!

Kommentar von cocoB ,

D.H. Guter Link, Danke

ist schon ausgedruckt,

Gruß cocoB

Antwort
von Primus,

Nein, denn sie ist nicht verpflichtet, eine Schwerbehinderung anzugeben.

Natürlich kann sie dann auch keine Sonderrechte in Anspruch nehmen.

Wenn sie allerdings darauf nicht verzichten möchte, sollte sie ein Gespräch mit dem Chef führen und darauf aufmerksam machen, dass die Behinderung erst nach Abschluss des Vertrages anerkannt wurde.

Kommentar von cocoB ,

Die Anerkennung hat Sie schon seit ein paar Monaten,ich glaub es wäre nicht klug, zu behaupten,diese erst nach Vertragsabschluß erhalten zuhaben.

Gruß cocoB

Kommentar von Primus ,

das stimmt allerdings, also besser nicht angeben ;-))

Antwort
von Snooopy155,

Wenn der Arbeitgeber nicht danach gefragt hat sollte sie sich keine Sorgen machen. Aber Ärger kann es später trotzdem geben, wenn beispielsweise dem Arbeitgeber durch das Verschweigen Fördermittel entgangen sind. Spätstens wenn sie von den Sonderrechten Gebrauch machen will, wird die Sache zur Sprache kommen, dann muß sie sich darauf berufen, dass beim Einstellungsgespräch und im Bewerbungsbogen nicht danach gefragt wurde.

Kommentar von HilfeHilfe ,

Richtig ! Auch kann es im Interesse der Firma sein ( Betriebsrat , oder aber auch evtl Fördermittel, Bestimmungen etc.

Antwort
von Zitterbacke,

Nein . Es gibt in der BRD keine " Meldepflicht " für Behinderungen. Außer, wenn sich die Behinderung einschränkend auf die Tätigkeit auswirkt. Dies gilt besonders wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung besteht. Der AG selbst hat nach 6 Monaten das Recht auf Befragung des AN ob eine Behinderung im Sinne des Gestzes besteht. Die Antwort sollte dann auch der Wahrheit entsprechen .Der AG muß die Anzahl der Behinderten Mitarbeiter an die Arbeitsagentur melden .Denn Betriebe, die nicht die für sie gesetzlich vorgesehene Anzahl von schwerbehinderten Menschen beschäftigen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen.

Gruß Z... .

Antwort
von althaus,

Schwerbehinderte haben es besonders schwer einen Job zu bekommen. Wird es angegeben ist das die k.o. Karte und Du kannst den Job vergessen. Ich würde nichts angeben. Das kann man immernoch, wenn es später mal wichtig werden sollte und der Arbeitsplatz in Gefahr ist um sich zu schützen. Dann ist es ja eh egal. Ich habe auch 50% GdB und habe bei der Jobsuche keine Chance mehr erhalten. Viele stellen die Schwebehinderung als Leistungsunfähig aus.

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