Frage von vera2009 14.03.2012

Ganz offensichtlich bin ich Scheinselbstständig

  • Antwort von obelix 14.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    lies mal hier und schau dir auch die Links am Ende des Artikels durch:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinselbstst/a>ndigkeit

    Du schreibst, dass sich keiner klar äussert, ab wann die Feststellung (wie du es nennst) gilt. Die Äusserungen sind in vielen Artikeln klar: rückwirkend die letzten 4 Jahre. Das heisst ab heute die letzten 4 Jahre in die Vergangenheit.

    Bist du denn die Scheinselbständige oder bist du der Auftraggeber für einen Scheinselbständigen? Das macht einen grossen Unterschied.

    Ich kenne die akt. Gesetzeslage nicht en detail. Früher gab es die Regelung: der Scheinselbständige haftet für die letzten 3 Monate, der Auftraggeber für die letzten 4 Jahre (in Ausnahmefällen deutlich länger).

  • Antwort von alfalfa 14.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    So, mal sortieren. Scheinselbständigkeit wird von der BFA im Rahmen von Sozialversicherungsprüfungen festgestellt. Die GKV stellt das für die Kasse fest, die DRV für die Rentenversicherung. Im Rahmen dieser Prüfung wird auch festgestellt, ab wann das der Fall ist.Aus dem Bescheid geht hervor, ab wann bzw was die Berechnungsgrundlagen sind. Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Ohne eine klare Historie was Du wann hättest bzw wie die Verträge aussahen, lässt sich ersteinmal gar nichts aussagen. So, zwischen den Zeilen lese ich, dass Du von 2008-2011 familienversichert warst. Wenn Du in dem Zeitraum wirklich unter 375 € monatlichem Gewinn geblieben bist, dann kann man aus dem Problem nämlich die Luft herauslassen. Da nur die letzten vier Jahre nacherhoben werden kann, reden wir also nur über die Jahre 2007 bis 2011. Bei Familienversicherung im Jahr 2008-2011 reden wir nur über Minibeträge im Rahmen eines Minijobs. 2007 weiß ich nicht was das für Zahlen sind. Also: Rentenberater nehmen, Statusklärung anstoßen und gut ist es. Denke mal Du kommst mit einem kleinen blauen Auge davon. Das dürfte monetär nicht allzuviel ausmachen.

  • Antwort von Sumpfhexe 14.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zitat von http://www.mdr-freie.de/Seiten/Scheinselbstaendigkeit.php

    Die Folgen der Scheinselbständigkeit

    Kommt heraus, dass der Mitarbeiter in Wirklichkeit nicht frei war, sondern Arbeitnehmer, hat das erhebliche Folgen für die Zukunft und eventuell auch für die Vergangenheit.

    Folgen für den Arbeitgeber:

    • Er muss den Mitarbeiter bei der Sozialversicherung anmelden und für ihn in Zukunft die Sozialversicherungsabgaben abführen;
    • Er muss zukünftig den Arbeitgeberbeitrag an die Sozialversicherung bezahlen;
    • Für die Vergangenheit muss der Arbeitgeber für bis zu 3 Jahre die Arbeitgeberbeiträge an die Sozialversicherung nachzahlen;
    • Er muss den Mitarbeiter als Arbeitnehmer behandeln;
    • Er muss für den Mitarbeiter den Lohnsteuer abführen;
    • Das Finanzamt kann die Vorsteuer für Mehrwertsteuerzahlungen an den Mitarbeiter zurückfordern.

    Folgen für den Arbeitnehmer:

    • Er muss in die gesetzliche Krankenversicherung, wenn er hauptberuflich Arbeitnehmer ist und unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient;
    • Er kann vom Arbeitgeber für 3 Jahre rückwirkend den Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung verlangen.

    • Als Arbeitnehmer hat er Anspruch auf bezahlten Urlaub und genießt unter Umständen Kündigungsschutz;

    • Vorsteuer, die er als Scheinselbständiger geltend gemacht hat, kann das Finanzamt zurückfordern;
    • Der Arbeitgeber kann die gezahlte Mehrwertsteuer auf das Honorar zurückfordern.
  • Antwort von heinerbumm 14.03.2012

    Die Feststellung greift ab Aufnahme der Tätigkeit. Ich bin der Meinung, dass der Arbeitgeber hier vorsätzlich, zu mindest aber bedingt vorsätzlich gehandelt hat, deswegen wird er wohl ab Beginn die Sozialversicherungsbeiträge nachentrichten müssen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil). Steuerlich muss es sich nicht zwingend auch um eine Arbeitnehmereigenschaft handeln (es ist möglich steuerrechtlich selbständig, sozialrechtlich aber angestellt zu sein.

  • Antwort von EnnoBecker 14.03.2012

    Die Frage verstehe ich nicht. Entweder man ist scheinselbständig oder man ist nicht scheinselbständig.

    Scheinselbständigkeit ist ist die Folge von verwirklichten Lebenstatbeständen. Wer von uns soll den bitte wissen, welche Verhältnisse bei dir 1999, 2002 oder 2007 oder 2010 vorlagen?

  • Antwort von robinek 14.03.2012

    Das müsste doch der Anwalt beim Anwaltsbesuch genau erklären können!?

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