Frage von vera2009,

Ganz offensichtlich bin ich Scheinselbstständig

durch einen Anwaltsbesuch habe ich erfahren , das bei mir wohl Scheinselbstständigkeit vorliegt . Jetzt würde ich gerne wissen ab welchem Jahr die Feststellung greift? 1999 war das Gründungsjahr meiner Selbstständigkeit und beendet habe ich sie im Oktober 2011 Ich habe bis jetzt keine exakte Aussage darüber lesen können.Ist es nun so : Feststellung ab 1999 oder rückwirkend 2011 , ergo 2008-2011 oder 1999-2002. Über Antworten meiner Fragen würde ich mich freuen . vera

Antwort von obelix,
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lies mal hier und schau dir auch die Links am Ende des Artikels durch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinselbstst/a>ndigkeit

Du schreibst, dass sich keiner klar äussert, ab wann die Feststellung (wie du es nennst) gilt. Die Äusserungen sind in vielen Artikeln klar: rückwirkend die letzten 4 Jahre. Das heisst ab heute die letzten 4 Jahre in die Vergangenheit.

Bist du denn die Scheinselbständige oder bist du der Auftraggeber für einen Scheinselbständigen? Das macht einen grossen Unterschied.

Ich kenne die akt. Gesetzeslage nicht en detail. Früher gab es die Regelung: der Scheinselbständige haftet für die letzten 3 Monate, der Auftraggeber für die letzten 4 Jahre (in Ausnahmefällen deutlich länger).

Kommentar von vera2009,

Hallo , danke für die Antwort . Es ist schon schwierig . Auf der Seite der clearingstelle habe ich heute gelesen , das die Feststellung von Beginn an (bei mir 1999) zählt , allerdings bestimmt die C. nach Prüfung den Zeitpunkt . Gruß vera

Antwort von alfalfa,
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So, mal sortieren. Scheinselbständigkeit wird von der BFA im Rahmen von Sozialversicherungsprüfungen festgestellt. Die GKV stellt das für die Kasse fest, die DRV für die Rentenversicherung. Im Rahmen dieser Prüfung wird auch festgestellt, ab wann das der Fall ist.Aus dem Bescheid geht hervor, ab wann bzw was die Berechnungsgrundlagen sind. Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Ohne eine klare Historie was Du wann hättest bzw wie die Verträge aussahen, lässt sich ersteinmal gar nichts aussagen. So, zwischen den Zeilen lese ich, dass Du von 2008-2011 familienversichert warst. Wenn Du in dem Zeitraum wirklich unter 375 € monatlichem Gewinn geblieben bist, dann kann man aus dem Problem nämlich die Luft herauslassen. Da nur die letzten vier Jahre nacherhoben werden kann, reden wir also nur über die Jahre 2007 bis 2011. Bei Familienversicherung im Jahr 2008-2011 reden wir nur über Minibeträge im Rahmen eines Minijobs. 2007 weiß ich nicht was das für Zahlen sind. Also: Rentenberater nehmen, Statusklärung anstoßen und gut ist es. Denke mal Du kommst mit einem kleinen blauen Auge davon. Das dürfte monetär nicht allzuviel ausmachen.

Kommentar von vera2009,

Vielen Dank für die Antwort . Gruß vera

Antwort von Sumpfhexe,
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Zitat von http://www.mdr-freie.de/Seiten/Scheinselbstaendigkeit.php

Die Folgen der Scheinselbständigkeit

Kommt heraus, dass der Mitarbeiter in Wirklichkeit nicht frei war, sondern Arbeitnehmer, hat das erhebliche Folgen für die Zukunft und eventuell auch für die Vergangenheit.

Folgen für den Arbeitgeber:

  • Er muss den Mitarbeiter bei der Sozialversicherung anmelden und für ihn in Zukunft die Sozialversicherungsabgaben abführen;
  • Er muss zukünftig den Arbeitgeberbeitrag an die Sozialversicherung bezahlen;
  • Für die Vergangenheit muss der Arbeitgeber für bis zu 3 Jahre die Arbeitgeberbeiträge an die Sozialversicherung nachzahlen;
  • Er muss den Mitarbeiter als Arbeitnehmer behandeln;
  • Er muss für den Mitarbeiter den Lohnsteuer abführen;
  • Das Finanzamt kann die Vorsteuer für Mehrwertsteuerzahlungen an den Mitarbeiter zurückfordern.

Folgen für den Arbeitnehmer:

  • Er muss in die gesetzliche Krankenversicherung, wenn er hauptberuflich Arbeitnehmer ist und unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient;
  • Er kann vom Arbeitgeber für 3 Jahre rückwirkend den Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung verlangen.

  • Als Arbeitnehmer hat er Anspruch auf bezahlten Urlaub und genießt unter Umständen Kündigungsschutz;

  • Vorsteuer, die er als Scheinselbständiger geltend gemacht hat, kann das Finanzamt zurückfordern;
  • Der Arbeitgeber kann die gezahlte Mehrwertsteuer auf das Honorar zurückfordern.
Kommentar von Sumpfhexe,

Also, wenn jetzt bekannt wurde, dass du doch eine Mitarbeiterin des Unternehmens warst und keine Subunternehmerin, so sind die letzten 3 Jahre sozialversicherungs -und lohnsteuertechnisch relevant. Hier werden Nachzahlungen fällig.

Du könntest beim Rentenversicherungsträger anrufen und um Hilfe bitten. Die leiten dann eine Außenprüfung beim Arbeitgeber ein. Da der Prüfer dann Unstimmigkeiten feststellen wird, weil für dich ja bisher keinerlei Beiträge abgeführt wurden, gibt es dann auch eine Nachricht an das Finanzamt zwecks einer Lohnsteueraußenprüfung.

Auch hier wird der Arbeitgeber Nachzahlungen leisten müssen. Ob er dann die Lohnsteuer pauschal übernehmen wird oder auf dich abwälzt, sei noch zu klären. Auf jeden Fall wird dann bei euch auch noch das Hauptzollamt auf der Matte stehen, um zu schauen, ob bei euch im Unternehmen noch mehr im Argen liegt - z.B. ob da noch mehr Scheinselbständige arbeiten.

Interessant wäre auch zu schauen, ob es bei euch Arbeitnehmer gibt, die zwar auf 400,00€ Basis arbeiten, aber in Wirklichkeit Fachkräfte sind, die nach Tariflohn bezahlt werden müßten. Auch hier holt sich die SV-Versicherung die fehlenden Beiträge.

Kommentar von vera2009,

Ok , vielen Dank . Dann wären es die Jahre 2011, 2010, 2009 , richtig ? Ich glaube , das ich mir die Hilfe von der Rentenversicherung einhole , war eine gute Idee von Dir . Danke , Grruß vera

Kommentar von vera2009,

Vielen Dank für die Antwort . Hilft mir leider nicht weiter , da ich die Seiten bzgl. Scheinselbstst. schon fast alle gelesen habe . Nirgendwo steht das Jahres Datum ab wann der Feststellung gilt . Gruß vera

Antwort von heinerbumm,

Die Feststellung greift ab Aufnahme der Tätigkeit. Ich bin der Meinung, dass der Arbeitgeber hier vorsätzlich, zu mindest aber bedingt vorsätzlich gehandelt hat, deswegen wird er wohl ab Beginn die Sozialversicherungsbeiträge nachentrichten müssen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil). Steuerlich muss es sich nicht zwingend auch um eine Arbeitnehmereigenschaft handeln (es ist möglich steuerrechtlich selbständig, sozialrechtlich aber angestellt zu sein.

Kommentar von vera2009,

Danke für die Antwort . Das hat mir sehr geholfen . Gruß vera

Antwort von EnnoBecker,

Die Frage verstehe ich nicht. Entweder man ist scheinselbständig oder man ist nicht scheinselbständig.

Scheinselbständigkeit ist ist die Folge von verwirklichten Lebenstatbeständen. Wer von uns soll den bitte wissen, welche Verhältnisse bei dir 1999, 2002 oder 2007 oder 2010 vorlagen?

Kommentar von vera2009,

Vielen Dank für die Antwort . Anhand der Antwort kann man erkennen , wie schwierig die Frage zu formulieren ist . Im Netz und auch auf der Seite der Rentenversicherung ist es nicht rauszulesen . Zum RA , der weiss es auch nicht genau.........meint aber rückwirkend 2011-2008 Noch einmal zur Erklärung : Bei festgestellter Scheins. sind für 4 Jahre Sozialbeiträge vom Auftraggeber zu entrichten , für mich als Auftragnehmer geht es um die Ust, dann um neu erstellte Einkommensteuer Einreichungen für 4 Jahre . Da kommt auch für mich ein ganz schöner Batzen zusammen, den ich nachzahlen muß. Zum eigentlichen : Von 1999-2008 habe ich freiwillig in die ges.KV gezahlt .Das würde ich theoretisch für 4 Jahre vom Auftraggeber zurück bekommen.Nun spielt es eine Rolle wann diese 4 Jahre beginnen . Denn von Ende 2008-2011 habe ich keine KV Beiträge gezahlt , da ich familienversichert war , geringfügig selbstständig . Nochmal die Frage: Bei Feststellung von Scheinselbst. ist dann das Gründungsjahr/angemeldeter Gewerbebetrieb maßgeblich ,ab 1999 ? Oder doch rückwirkend 2011-2008 . Bitte nur Antworten , die wirklich helfen . Danke , vera

Kommentar von EnnoBecker,

Ujujuj, da bin ich dann nicht mehr kompetent. Was die Sumpfhexe geschrieben hat, sieht zielführender aus.

Kommentar von vera2009,

Danke für die Antwort . Wie schon geschrieben , die Frage ist schwer zu formulieren . Also , ich versuche es nochmal . Ab welchem Jahr wird die Scheinselbst. festgestellt ? Ab Gewerbeanmeldung 1999 ? Oder rückwirkend 2011 ? Gruß vera

Antwort von robinek,

Das müsste doch der Anwalt beim Anwaltsbesuch genau erklären können!?

Kommentar von vera2009,

Danke für die Antwort , der Anwalt bevorzugt das Arbeitsgericht zur Feststellung eines Arbeitnehmers .Ich bin mir nicht sicher,ob er wirklich erfahren ist in dieser Angelegenheit..........

Kommentar von alfalfa,

Sorry, such dir einen Rentenberater, führe ein Statusfeststellungsverfahren durch und Ruhe ist. Der hat im Sozialversicherungsrecht mehr Überblick als der klassische Anwalt. Und ist ebenfalls zur Rechtsberatung autorisiert.

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