Frage von ReinerB,

Fußgänger auf öffentlichem Gehweg durch Ast verletzt - wer haftet?

Wer haftet, wenn ein Fußgänger von einem Ast aus einem Garten, der gefählich in einen Gehweg hineinragt, am Auge schwer verletzt wird?

Antwort von gandalf94305,
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Prinzipiell haftet der Eigentümer des Baumes, denn dieser hat dafür zu sorgen, daß von Gemüse auf seinem Grundstück keine Gefahr ausgeht.

Es gibt jedoch auch eine allgemeine Betriebsgefahr auf öffentlichen Wegen... und da der Ast ja wohl einfach da stand und sich nicht bewegte, hätte man ihn auch sehen können. Ich renne ja auch nicht gegen eine Mauer, nur weil da gestern noch keine war und nun jemand eine gebaut hat.

Der Fall ist also nicht ganz so klar definiert, wie das zunächst aussehen mag.

Antwort von Matrix,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

generell und grundsätzlich derjenige, von dessen grundstück die gefahr ausgeht.

aber in wieweit man einen schadensersatz geltend machen kann für den öffentlichen bereich (vermute ich) wird erheblich schwieriger werden.

schau dich mal auf dieser seite um:

http://www.finanztip.de/recht/a/streupflicht.htm

Kommentar von EnnoBecker,

Kleiner Tip: Die für das Verständnis notwendigen Großbuchstaben erzeugt man auf dieselbe Weise wie die Klammern ().

Schade, dass man wegen sowas nicht zum Inhalt deiner Aussage kommt.

Antwort von qtbasket,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

So einfach ist das nicht : der Fußgänger muss sich sicherlich eine Teilschuld anrechnen lassen, da er dem Hindernis nicht ausgewichen ist - es sei denn er ist schwer sehbehindert.

Der Eigentümer des Baumes bekommt sicherlich eine Teilschuld, weil er das Hindernis zur Gefahrenabwehr nicht beseitigt hat, und der öffentliche Lastenträger, dem der Gehweg gehört muss sich die Frage gefallen lassen, warum er nicht wegen Gefahr im Verzuge sofort gehandelt hat.

Es kommt schon sehr auf den Einzelfall an !!!

Antwort von Meandor,

Auch als Fußgänger hat man Pflichten im Verkehr. Unter anderem die Augen offen zu halten. Wer mit offenen Augen in einen herausstehenden Ast läuft hat einfach Pech.

Wenn der Ast natürlich ganz plötzlich aus dem Gebüsch springt und einen ins Auge sticht, dann haftet evtl. der Grundstückseigentümer.

Antwort von CityMan,

Der Fußgänger wird eine erhebliche Teilschuld bekommen, wenn nicht überhaupt die ganze Schuld. Denn schließlich muss er ja schauen, wohin er geht. Der darf sicher nicht blind durch die Gegend wandeln. Andererseits darf er sicher darauf vertrauen, dass auf seinem Gehweg keine Äste ihm gefährlich werden können. Das ist eine Frage des Einzelfalls. Mann müsste weitere Hindergrundinformationen haben. Wenn der Ast wirklich heimtückisch in den Weg hineinragt, wird es wohl zu einer, wenn auch eingeschränkten Haftung des Grundstücksbesiters kommen bzw. seiner Haftpflichtversicherung.

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