Frage von dertimon, 4

Früher Ruhestand - was ist hier der Königsweg?

Wie kann man einen frühen Ruhestand effektiv vorher planen, so dass man sich ein paar Jahre früher schon entspannen kann und trotzdem keine zu hohen finanziellen Einbußen riskiert?

Antwort
von gandalf94305, 3

Finanzielle Einbußen bei der gesetzlichen Rente vermeidet man effektiv, wenn man mit dem Regelalter in diese eintritt. Liegt dies also beispielsweise für Geburtsjahrgänge ab 1964 für Männer bei 67 Jahren, so stellt sich die Frage nach dem zusätzlichen Finanzierungsbedarf.

Über die voraussichtliche gesetzliche Rente bekommst Du normalerweise jährlich oder auf Anforderung eine Indikation zugeschickt. Betriebliche Altersvorsorgeverträge (hier ist nach Vertrags- und Zahlungsart zu klären, ob diese mit 65 oder 67 ausgezahlt wird) und sonstige Rentenverträge (z.B. Riester) lassen sich auch grob planen. in Kombination mit dem zu erwartenden Gehalt bekommt so für die Zeit von z.B. dem 50. Lebensjahr bis zum 70. Lebensjahr einen Überblick über die Einnahmeseite.

Nun berechnest Du mal, welchen Bedarf Du ungefähr im Jahr hast. 30.000 EUR? 50.000 EUR? Diesen Betrag kannst Du gegen die Jahreseinkünfte aus dem vorigen Schritt dagegenrechnen.

Vergiß in den Schritten zuvor nicht die Inflation und mögliche Rentenerhöhungen bzw. Gehaltserhöhungen in plausibler Weise.

Insbesondere läßt sich damit ableiten, wie hoch die Versorgungslücke ist, wenn das Gehalt beispielsweise ab 60 wegfällt und die Rente erst mit 67 einspringt, dann aber nur 70% des Bedarfs finanziert. Dann fehlen 30% der Jahresausgaben in Rente und sieben Jahre Gehalt.

Konsequenz: es wäre ein Rentenversicherungsvertrag oder eine andere Altersvorsorgeform zu finden, die die fehlenden 30% in Rente beisteuern. Weiterhin fehlen (nach heutigem Kaufkraftwert und bei einem Jahresbedarf von z.B. 40 kEUR) zusätzliche 280 kEUR an Rücklagen mit 60 auf heutigen Kaufkraftswert gerechnet. Welchen Betrag kannst Du nun zurücklegen, um bis mit 60 diese Summe in einem Wertpapierportfolio zu haben? Reicht nicht? Geht nicht? Na, dann mußt Du entweder mit einem Teilzeitjob rechnen oder aber das Ziel vielleicht auf 63 Jahre erhöhen.

Ist Dir alles zu komplex? Ja, das erfordert eine Menge an Berechnungen und Annahmen. Klingt, als solltest Du mal einen Berater zur Altersvorsorge aufsuchen.

Antwort
von dieleseratte, 4

Mit Abschlägen ist ein Renteneintritt mit 63 immer möglich. Man sollte sich jedoch genau ausrechnen ob es sich lohnt auf einen evtl. recht großen Teil der Gesamtrente zu verzichten. Eine weitere möglichkeit besteht auch darin vorher schon in Altersteilzeit zu gehen. Informationen bekommt man bei der deutschen Rentenversicherung.

Antwort
von Rat2010, 4

Üblicherweise gibt es drei Wegen zur finanziellen Unabhängigkeit und wer die ereicht hat, kann natürlich auch rüher in Ruhestand gehen.

Gut erben

reich heiraten oder

sparen.

Man hat es also selbst in der Hand. Was nicht bedeutet, dass es für jeden einfach ist.

Speziell der mühsame dritte Weg funktioniert nur, wenn man regelmäßig mehr vedient als man ausgibt. Für ein paar Jahre, die man früher in Rente gehen will, erfordert das je nachdem auch etwas Disziplin. Ich denke, man sollte vor allem die größeren Fehler vermeiden.

Oder meinst du mit deiner rage etwas ganz anderes?

Antwort
von freelance, 3

wenn du die gesetzliche Rente siehst, dann kannst du nur früher in Rente gehen, wenn du auch 45 Jahre eingezahlt hast, sonst gibt es Abschläge.

Wenn du die Lücke füllen willst. musst du sparen. Besser ist, du investierst bzw. legst nicht nur konservativ an, denn nur so hast du die Option auf eine bessere Rendite und damit einen höheren Return auf das eingesetzte Geld.

Wenn du zu wenig verdienst oder zu wenig sparsam bist, um genügend auf die Seite zu bekommen, wird es schwierig. Ein Paar Jahre früher aufhören heisst Kapital aufbauen. Ohne einen ausreichenden Kapitalstock wird das nichts.

Die Leute, die ich kenne, die früher in Rente gingen, hatten ein glückliches Händchen bei ihren Investments und auch eine grosse Disziplin dabei.

Antwort
von billy, 3

Da hilft nur sparen, sparen, sparen und ein wenig rechnen. Gandalf94305 hat es in seiner Antwort gut geschildert. Da es in der Fragestellung keine weiteren Randinformationen gibt ist eine zielführende Antwort nur schwer möglich. Die jährliche Renteninformation der DRV stellt eine wichtige Hilfestellung für die Ermittlung des Finanzbedarfs dar.

Antwort
von robinek, 2

Zunächst Dich bei der Rentenversicherung danach erkundigen. Weiss ja nicht wie alt Du bist, wielange und wieviel Du einbezahlt hast! Entspannen kannst Du auf alle Fälle 1. wenn Du gesund bist und bleibst und 2. wenn Du schon bestimmtes Vermögen angelegt hast. Risikolos gibt es im Leben nicht! (Konnte schon sehr frühzeitig in Rente gehn, durch rechtzeitige Vorsorge)

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