Frage von wiesbadener, 280

Fristlose Kündigung und gleichzeitig fristgerechte Kündigung! Frage dazu!

Einem Freund von mir wurde fristlos gekündigt und gleichzeitig fristgerecht. Aus meiner Sicht ist die fristlose Kündigung nicht gerechtfertigt und mein Freund überlegt nun dagegen zu klagen. Gleichzeitig ist die fristgerechte Kündigung "vorsorglich" ausgesprochen worden. Wie ist das nun, wenn das ARbeitsgericht die fristlose Kündigung nicht anerkennt. Muss der ARbeitgeber dann noch das Gehalt bis die fristgerechte Kündigung greift bezahlen. Aber dafür müsste mein Freund aber doch auch Arbeitsleistung erbringen, was aufgrund der fristlosen Kündigung derzeit ja nicht geht. Bis das ganze vor Gericht geht, greift dann die fristgerechte Kündigung. Könnte der Arbeitgeber dann die Arbeitsleistung nachverlangen, wenn er bezahlen muss.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikkey, 266

Der Arbeitgeber kann die Arbeitsleistung nicht nachverlangen, er hätte ja den Arbeitnehmer solange weiterbeschäftigen können. Auch ein Arbeitgeber lässt sich anwaltlich vertreten und erhält so eine Einschätzung über die Erfolgsaussichten der einen oder der anderen Kündigung.

Ergänzung: In der deutschen Grammatik existiert ein Satzzeichen namens "Fragezeichen". Damit macht man kenntlich, wenn der Satz eine Frage ausdrückt.

Da du sowas nicht verwendest, brauchst Du Dich nicht wundern, wenn Du nicht auf alle Fragen Antworten bekommst.

Kommentar von Primus ,

Und dann noch so dann und wann einen Absatz einbauen, das schont die Augen des Lesers!

Kommentar von wiesbadener ,

Danke für die Antwort und Gruß an den Herrn Oberlehrer, beim nächsten Mal werd ich seine grammatikalischen Ausführungen beachten!!!!

Antwort
von Kevin1905, 208

Wenn das Gericht die fristlose verwirft steht die fristgerechte weiter im Raum für diese Zeit steht dem Arbeitnehmer auch Lohn zu.

Antwort
von Niklaus, 172

Er kann gegen beide Kündigungen Kündigungsschutzklage erheben. Bei den heutigen modernen zum größten Teil ahnungslosen Jungchefs ist das auch angebracht. Gehalt ist so lange zu zahlen, bis eine Kündigung durch ist. Du musst übrigens auf Wiedereinstellung klagen.

Kommentar von Zitterbacke ,

Wichtig !! Wiedereinstellung !!!!

Antwort
von qtbasket, 136

So wie du das beschreibst, ist das ein Arbeitgeber, der sich nach allen Ecken absichern will.

Die fristlose Kündigung gibt es als juristischen Begriff nicht, es muss heißen außerordentliche Kündigung - die andere Art ist die ordentliche Kündigung.Der kündigende Arbeitgeber muss bestimmte formale Voraussetzungen beachten, unter anderem die Schriftform, damit die Kündigung wirksam wird

Wenn nun ein Arbeitgeber beide Formen der Kündigung gleichzeitig ausspricht, hat das zunächst für den Arbeitnehmer die Wirkung, dass die außerordentliche Kündigung gilt.Der Arbeitnehmer muss und darf dagegen innerhalb einer kurzen Frist Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erwirken. Es reicht aus, wenn dort ein Rechtspfleger die Klage aufnimmt.

Wie es weitergeht, kommt nun auf einige Faktoren, die du nicht beschrieben hast, wie Kündigungsgründe, wie lange das Arbeitsverhältnis bestand, wieviel Mitarbeiter in dem Betrieb beschäftigt sind usw.

Es findet dann ein sog. Gütetermin statt - ein Arbeitsrichter wird einen Vorschlag unterbreiten, den beide Seiten annehmen können, ansonsten kommt es zur mündlichen Verhandlung und zu einem Urteil.

Also - soviel zu den Formalien, zum Fall selbst kann ich dir nichts sagen, da keine Details bekannt sind und ich auch keine unzulässige Rechtsberatung hier ins Netz stellen möchte.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community