Frage von naUnd123 07.07.2012

Frist für Zinsbindung bei Baufinanzierung? Welche derzeit vorteilhaft?

  • Hilfreichste Antwort von LittleArrow 08.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich muss noch eine gesonderte Antwort geben, um ein Bild einzustellen, das die Antwort von Privatier59 untermauert. Die Quelle ist auf www.fmh.de zu finden.

    Hierbei ist allerdings nur eine magere Tilgung von 1 % p.a. unterstellt!

    Es sieht so aus, als wenn es nicht mehr tiefer geht, sondern vielleicht schon der Zinswendepunkt erreicht ist.

    5-jährige Entwicklung der Sollzinssätze je nach Zinsbindungsdauer
    5-jährige Entwicklung der Sollzinssätze je nach Zinsbindungsdauer
  • Antwort von Privatier59 07.07.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Frage ist doch wohl, ob der Zins noch weiter sinken kann. Würde ich das defintiv wissen, dann brauchte ich mich nicht mit dem Ausfüllen des Lottoscheins abzuquälen. So bleibt mir nur, einen Blick in die langfristige Entwicklung der Hypothekenzinsen zu werfen um zu erkennen, dass wir schon auf einem äußerst niedrigen Niveau angekommen sind. Von daher würde ich die längstmögliche Bindungsfrist wählen. Denn viel Spielraum nach unten gibt es nicht mehr.

  • Antwort von qtbasket 07.07.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    20 Jahre zurzeit -du sicherst dir die niedrigen Zinsen für einen sehr langen Zeitraum, und per Gesetz darfst du immer nach 10 Jahren eine Hypothek kündigen.

  • Antwort von LittleArrow 08.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Was hilft es Dir, wenn Du im zarten Alter von 30 Jahren mit einer anfänglichen Tilgungsrate von 1 % p.a. einen Festzins über ca. 43 Jahre bekämst und Du dann nach vollständiger Tilgung 73 Jahre alt wärst?

    Oder: was hilft es Dir, wenn Du mit guter Bonität bei einem gebundenen Sollzins für 25 Jahre (zugleich gewünschtes Kreditende!) von 3,50 % p.a. und der erforderlichen anfänglichen Tilgungrate von ca. 2,50 % p.a. die Gesamtbelastung ("Annuität") von 6 % p.a finanziell nicht leisten kannst?

    Bei normaler Zinskurve (d. h. mit zunehmender Kapitallaufzeit steigen auch die Zinsen) gilt dies analog zur Zinsbindungszeit: Mit zunehmender Zinsbindungszeit steigt der Sollzinssatz. Billiger ist also die kürzere Zinsbindungszeit. Wenn allerdings in dieser Zinsbindungszeit nicht vollständig getilgt werden kann, dann besteht bei der Anschlussfinanzierung ein Zinsrisiko (derzeit wohl weniger eine Zinschance).

    Auf der anderen Seite muß der Kreditnehmer den Annuitätenkredit üblicherweise tilgen mit einer festzulegenden anfänglichen Tilgungsrate. Den finanzmathematischen Zusammenhang zwischen Sollzinssatz des Annuitätenkredites und gesamter Kreditlaufzeit bei einer anfänglichen Tilgungsquote habe ich in meiner Antwort zu dieser Frage in einem Bild dargestellt: http://www.finanzfrage.net/frage/baufinanzierung-wie-beeinflusst-der-darlehenszi...

    Im folgenden Kommentar ermittle ich für einen gegebenen gebundenen Festzinssatz die erforderliche Tilgungsrate, um den Kredit vollständig in x Jahren zu tilgen.

  • Antwort von gandalf94305 08.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Baufinanzierungszinsen hängen nicht nur vom kurzfristigen Leitzins ab, sondern vor allem auch von den längerfristigen Zinsen. Damit kann es vielleicht noch mit den Leitzinsen auf 0,50% nach unten gehen, aber das wird sich nicht direkt in den Bauzinsen niederschlagen. Vielleicht lassen diese noch 0,1% nach.

    Eine Festlegung auf mind. 10 Jahre bei gleichzeitiger Einräumung von Sondertilgungsoptionen von 10-20% des Darlehensvolumens pro Jahr wäre daher sinnvoll. Bedenke auch, daß Du nach 10 Jahren Darlehenslaufzeit ohnehin kündigen nach §489 BGB könntest (http://dejure.org/gesetze/BGB/489.html), auch wenn die Zinsbindung auf z.B. 20 Jahre ausgelegt ist.

    Vergleiche daher die Zinsangebote für 10, 15 und 20 Jahre, um nicht unnötig Aufschläge zahlen zu müssen, jedoch auch um die Risiken einzugrenzen.

  • Antwort von zahlschein 07.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das Zinsniveau ist dzt. schon sehr niedrig- also lange Zinsbindung sicher kein Fehler.

  • Antwort von FREDL2 07.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ganz einfach: je niedriger der Zins, desto länger die Bindung - und umgekehrt.

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