Frage von Finanzfragend, 87

Freiwillig gesetzlich versichert, voller Krankenkassenbeitrag trotz zeitweise Gehalt unterhalb Bemessungsgrenze - wie hoch sollte Beitrag sein?

Hallo, ich habe eine Frage zu meinem Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ich bin freiwillig gesetzlich versichert. In den letzten 2 Monaten habe ich stundenweise unbezahlten Urlaub genommen, also im Durchschnitt 4 Stunden pro Tag. Mein Gehalt hat sich in diesen Monaten also in etwa halbiert. Dadurch habe ich in diesen Monaten weniger als die Beitragsbemessungsgrenze verdient. Mein Arbeitgeber hat mir jedoch den vollen Höchstbetrag für die Krankenversicherung abgezogen. Müsste sich mein Krankenversicherungsbeitrag dann nicht für diese zwei Monate verringern?

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Antwort
von RHWWW, 47

Hallo,

der Arbeitgeber hat das regelmäßige Bruttoentgelt zu schätzen. Vorübergehende Schwankungen haben keine Auswirkungen auf die Schätzung.§ 6 Absatz 1 Nr. 1 SGB V und § 240 SGB V

Die Beitragsberechnung ist korrekt.

Wenn das Entgelt dauerhaft sinkt, sinkt auch der Beitrag.

Gruß

RHW

Antwort
von Primus, 61

Für  freiwillige versicherten Krankenversicherungsmitglieder gibt es auch eine Mindestbemessungsgrundlage.

Für 2016 beträgt 

diese 968,33 Euro. 

 Wenn Dein tatsächliches Einkommen geringer ist, wirst Du  von der Krankenkasse so eingestuft, als würdest Du diese Summe  pro Monat verdienen und  der Beitrag würde sinken.

So ist es jedenfalls mir bekannt.

Antwort
von barmer, 58

Hallo,

ich denke, der Arbeitgeber hat einen Fehler gemacht. Wenn das Gehalt niedriger ist, darf der Arbeitgeber nur entsprechend einbehalten. Hat er denn seinen Arbeitgeberanteil auch nicht reduziert ?

Klarer wäre es gewesen, wenn Du keinen stundenweise Urlaub genommen hättest (so bleibt Dein Gehalt formal unverändert), sondern für 2 Monate eine andere Stundenzahl/Gehalt festgelegt hättet.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Finanzfragend ,

Hallo Barmer,

der Arbeitgeber hat seinen Anteil auch nicht reduziert. Wobei es hier ja, da ich freiwillig gesetzlich versichert bin (also im Normalfall mehr als die Bemessungsgrenze verdiene) keine Arbeitgeberanteile gibt sondern einen Zuschuss des Arbeitgebers, der eben genau in Höhe des Arbeitgeberanteils ausfällt. In Summe das gleiche, rein formal etwas anderes bezüglich Netto-Gehalt.

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