Frage von AdlerHengst, 60

Freistellungsauftrag u. Depot beim Broker

Frage an das Publikum:

  • Ist es Pflicht einen Freistellungsauftrag bei der Bank zu Erstellen und was ist wenn Ich es nicht tue?

  • was sind Vor- und Nachteile?

Wenn Ich zbs 1000€ Gewinn bei meinem Broker, am ende des Jahres habe, bleiben mir 801€ Steuerfrei übrig und auf diese 199€ fallen 25% inc. Soli, Kirchenst. an? Heißt das, das mir am ende des Jahres 801€ vom Finanzamt verschont werden?

  • Was ist wenn Ich jeden Monat 1000€ an Gewinnen habe, da mein Broker nichts einbehält, werden mir trotzdem 25% an Steuern gleich vom Fiskus weggenommen?
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Antwort
von Kevin1905, 60
Ist es Pflicht einen Freistellungsauftrag bei der Bank zu Erstellen

Nein.

und was ist wenn Ich es nicht tue?

Ab dem ersten Cent Ertrag werden Kapitalertragssteuern einbehalten (ca. 25%), sowie Soli und Kirchensteuer wenn du Mitglied eines Kultes bist.

was sind Vor- und Nachteile?

Vorteile hat man eigentlich keine. Man sollte nur schauen, dass man die Aufträge so verteilt wie auch Gewinne fließen. Wenn Anlage A 0,- € Gewinn abwerfen wird, sollte man da keinen Freistellungsauftrag platzieren.

Wenn Ich zbs 1000€ Gewinn bei meinem Broker, am ende des Jahres habe, bleiben mir 801€ Steuerfrei übrig und auf diese 199€ fallen 25% inc. Soli, Kirchenst. an? Heißt das, das mir am ende des Jahres 801€ vom Finanzamt verschont werden?

Yep.

Was ist wenn Ich jeden Monat 1000€ an Gewinnen habe, da mein Broker nichts einbehält, werden mir trotzdem 25% an Steuern gleich vom Fiskus weggenommen?

Einmal jährlich sind 801,- € frei. Besteuert werden Gewinne abzgl. Verluste aus der gleichen Einkunftsart.

Antwort
von LittleArrow, 48
Was ist wenn Ich jeden Monat 1000€ an Gewinnen habe, da mein Broker nichts einbehält, werden mir trotzdem 25% an Steuern gleich vom Fiskus weggenommen?

Ein ausländischer Broker bzw. ausländische Depotstelle muss ja nichts einbehalten. Du bist aber mit den Erträgen in D steuerpflichtig. Vom steuerpflichtigen Betrag von € 12.000 werden bei der Steuerveranlagung € 801 als Sparerpauschbetrag abgezogen (wenn nicht anderweitig ein Freistellungsauftrag erteilt und ausgenutzt wurde). Der Rest wird im Jahr der Steuererklärung nachträglich mit 25 % ++ besteuert. Für das dann bereits laufende Jahr wirst Du einen Vorauszahlungsbescheid erhalten.

Antwort
von Frei123, 40

du kannst so viele Freistellungsaufträge stellen wie du willst. Du kannst auch keinen stellen.

In Summe solltest du nicht mehr als 801 Euro p.a. (ledig) in Anspruch nehmen über deine Banken. Wenn du mehr beanspruchst, musst du das deklarieren.

Hast du Erträge und keinen Freistellungsauftrag gestellt, verschenkst du entweder die Steuerzahlenungen oder du gibst die Erträge bei der Steuererklärung an. Dann bekommst du die zuviel gezahlten Steuern zurück.

Egal, welche Fälle du konstruierst... Wenn du der Bank sagst, bis zu 801 Euro Erträge keine Abgaben bzgl. Quellensteuer, dann ist das so. Was darüber liegt, wird besteuert und abgeführt - 25% + x. Das ist eine Sicht auf das Kalenderjahr. Nicht genommene Freibeträge können nicht vorgetragen werden.

Antwort
von Privatier59, 29
801€ vom Finanzamt verschont werden

Mit Freistellungsauftrag werden Kapitalerträge in dieser Höhe vom Steuerabzug verschont.

Was ist wenn Ich jeden Monat 1000€ an Gewinnen habe, da mein Broker nichts einbehält, werden mir trotzdem 25% an Steuern gleich vom Fiskus weggenommen?

Der Freistellungsauftrag gilt jeweils für 1 Jahr, welches bekanntlich 12 Monate hat. Wieso sollten dann bei 12.000 Euro realisiertem (!) Gewinn keine Einbehalte erfolgen?

25% an Steuern

Wie kommst Du auf 25%? Soli und ggf.KiSt hast Du vergessen.

Kommentar von AdlerHengst ,

Da Ich schon oben angegeben habe das es 25% plus soli und Kirchensteuern sind, wollt beim zweiten mal alles auf 25% abrunden bzw abkürzen ;-)

Kommentar von AdlerHengst ,

Mir war schon bewusst das Gewinne über 801€ versteuert werden müssen. Nur war mir nicht klar, ob diese Steuern erst nach einem Jahr und nicht erst nach einem Monat einbehalten werden.

mfg!

Kommentar von Kevin1905 ,
Nur war mir nicht klar, ob diese Steuern erst nach einem Jahr und nicht erst nach einem Monat einbehalten werden.

Die Kapitalertragssteuer ist eine Quellensteuer, sie fällt an sobald ein Gewinn realisiert wird.

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