Frage von Monay,

Freistellungsauftrag & sonstige steuerliche Fragen

Hallo Zusammen,

ich habe ein Tagesgeldkonto seit September 2011 bei der Bank of Scotland. Bis Januar 2013 war ich noch Azubi, mittlerweile bin ich Angestellter, hab mich aber noch nicht wirklich mit der Thematik befasst, obwohl ich trotz meines mikrigen azubigehalts immer Geld bei Seite legen konnte und allgemein sehr sparsam bin.

Leider habe ich für 2011 und 2012 keinen Freistellungsauftrag ausgefüllt, 2011 wusste ich noch nix davon und 2012 hab ich kurz bis zur Meldefrist gewartet nur um dann erschreckt festzustellen, dass ich meine Steueridentifikationsnummer nicht weiß, keinerlei Unterlagen Zuhause gefunden habe und die Feiertage anstanden und somit die Frist verpasst habe. Also ist meine erste Frage: Kann ich mir das Geld rückwirkend noch wiederholen vom Finanzamt? Und ich nehme mal an hier sind/waren welche bei der Bank of Scotland: Kann ich jetzt schon das "Gültigkeit ab" 01.01.2013 setzen, "Gültig bis": Frei lassen und die €-Summe Freilassen und es dann im Dezember zuende ausfüllen? Oder noch besser: Kann ich bei der €-Summe schon etwas eintragen was ich definitiv nicht überschreiten werde oder muss diese summe genau passend zum tatsächlichen Zinsertrag sein?

Des weiteren hört/liest man ja immer, ich hab dies und jenes von den Steuern abgesetzt. Wie funktioniert das ganze? Wie kann ich das auch machen und vorallem: was kann man von den Steuern absetzen??

Tut mir leid für die (in euren Augen) sehr dummen Fragen

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Monay,

Schau mal bitte hier:
Steuern Finanzen

Antwort
von LittleArrow,

Du findest auf der Lohnsteuerbescheinigung Deines Arbeitgebers sowohl die eTIN (alphnumerisch!) als auch die Steueridentifikationsnr. (nur Ziffern). Ferner gibt es die Steuernummer, die Dein Finanzamt vergibt.

Ob Du bei Deinem FSA einen Betrag einträgst oder offen läßt, hängt davon ab, ob Du Kapitaleinkünfte nur bei einer Bank hast oder bei zwei oder mehreren. Nur in den letzten Fällen macht eine Aufteilung Sinn. Und wenn hier etwas durcheinander geht oder nicht gleich freigestellt wurde, dann kannst Du mit Abgabe der Anlage KAP etwaige Fehler oder Ergänzungen machen. Allerdings mußt Du alle Kapitaleinkünfte angeben und wenn möglich auch mit einer Steuerbescheinigung der Bank belegen. Wenn Dein zu versteuerndes Einkommen im Jahr nicht über ca. € 15.500 liegt, kannst Du auf der Anlage KAP auch in Zeile 4 die Günstigerprüfung aktivieren.

"Von den Steuern absetzen" ist eine meist oberflächliche, falsche und nicht sachgerechte Redewendung. Zutreffend ist sie nur bei der Angabe der haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen, bei denen 20 % direkt von der Einkommensteuer abgesetzt werden kann (in der Steuererklärung 2012, Zeilen 72 - 76.

In den meisten Fällen wird nicht von den Steuern abgesetzt, sondern das steuerpflichtige Einkommen reduziert, wodurch sich allenfalls die Einkommensteuer etwas vermindert. Hierfür kommen insb. in Frage: Werbungskosten in der Anlage N (soweit diese über € 1.000 hinausgehen), Sonderausgaben für Vorsorgeaufwand (Renten-, Kranken-, Pflege, Haftpflichtversicherungen etc.), für Spenden und Kirchensteuer,

Antwort
von billy,

Sofern rechtzeitig ein Freistellungsauftrag bei der Bank gestellt wurde, bleiben Zinsen und Kapitalerträge bis zur Höhe von 801 Euro für Alleinstehende bzw. 1.602 Euro für zusammen veranlagte Ehegatten vom Abzug befreit (Sparerpauschbetrag). [Mehr hierzu im Artikel Sparerpauschbetrag auf Kapitalerträge].

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/freistellungsauftrag.htm#ixzz2TqY6yP7e

Antwort
von Privatier59,

Kann ich mir das Geld rückwirkend noch wiederholen vom Finanzamt?

Hast Du für 2011 und für 2012 schon eine Einkommensteuererklärung abgegeben? Vermutlich nicht. Dann füllst Du die Anlage KAP aus, fügst die Steuerbescheinigung bei und bekommst überzahlte Steuer wieder.

Kann ich jetzt schon das "Gültigkeit ab" 01.01.2013 setzen,

Solange noch keine Zinsen gutgeschrieben wurden, müßte das gehen. Bei schon erfolgter Zinsgutschrift wirkt der Freistellungsauftrag nur für die Zukunft. Du kannst den Maximalbetrag von 801,-- Euro in Anspruch nehmen. Ob der Zinsertrag dann wirklich so hoch ist, ist ohne Belang. Hast Du allerdings bei mehreren Banken Konten empfiehlt sich eine genaue Berechnung und Aufteilung.

Des weiteren hört/liest man ja immer, ich hab dies und jenes von den Steuern abgesetzt.

Das ist ein weites Feld. Bei Kapitaleinkünften jedenfalls bleibt es beim Pauschbetrag.

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