Frage von HannesXX,

Freistellungsantrag für Zinsen

Hallo,

ich habe Konten bei verschiedenen Banken. Bisher habe ich bei nur einer der Banken einen Freistellungsantrag für die gesamte Pauschale gestellt.

Bei allen anderen Konten bezahle ich Steuer auf meine Zinsen. Bekomme ich diese bei der Lohnsteuererklärung zurück, wenn meine gesamten Zinsen unter der Pauschale liegen?

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Antwort
von Kevin1905,

Hängt von deinem Steuersatz ab.

Ist dieser kleiner als 25% so solltest du bei der Einkommensteuererklärung die Anlage KAP ausfüllen und zu viel gezahlte Abgeltungssteuer zurück holen. Liegt dein Steuersatz drüber kannst du nichts machen.

Ich würde die Freistellungsaufträge einfach mal besser verteilen. 801,- € für eine Anlage, wenn diese dies nicht ansatzweise abwirft dafür andere komplett ohne halte ich nicht für sinnvoll.

Antwort
von Primus,

Gegenfrage: Warum verteilst Du Deine Freistellungsanträge nicht auf die verschiedenen Banken und zahlst keine Steuern auf Deine Zinsen?

Kommentar von HannesXX ,

Ich wusste bisher nicht, dass es so etwas gibt. Ich werde 2013 zum ersten mal Steuern bezahlen und auch zum ersten mal ein bischen Geld haben auf das Zinsen anfallen könnten :)

Kommentar von Primus ,

Die gesamte Höhe alle gestellten Freistellungsaufträge darf nicht mehr betragen als 801 Euro für einen Alleinstehenden und 1.602 Euro für Ehegatten, die gemeinsam veranlagt werden.

Also nur einfach gerecht verteilen:-))

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Steuern,

Das ist korrekt. Besser wäre jedoch, vor Jahresende die entsprechenden Freistellungsaufträge anzupassen. Du bekommst dann bereits im Rahmen einer Steuerverprobung auch die gezahlten Steuern zurück.

Kommentar von HannesXX ,

Das hört sich nach einer guten Idee an. Dann mache ich bis Ende 2013 nichts und verteile erst dort die Freistellungsbeträge.

Kommentar von gandalf94305 ,

Zinsen sind meist planbar, d.h. Du kannst doch initial die Freistellungsaufträge passend verteilen. Sprich: heute.

Sollten irgendwo Zinsen gezahlt werden müssen, prüfst Du, wo ein anderer Freistellungsauftrag noch nicht ausgeschöpft ist. Dieser Betrag wird dann reduziert und der andere wird entsprechend erhöht. Die Bank führt dann eine Verprobung durch und erstattet die gezahlten Steuern wieder zurück.

Gelingt dieses Ausbalancieren nicht, dann bedeutet das ja einfach, daß kein freier Restbetrag aus den 801 EUR verfügbar ist, d.h. ohnehin wohl Steuern gezahlt werden müssen.

Antwort
von SBerater,

ja, die Steuer bekommst du wieder, wenn du dir denn die Mühe machst, die Unterlagen einzureichen.

Besser wäre: bei den Banken Freistellungsaufträge stellen. Du kannst nämlich so viele Aufträge stellen wie du willst. Letztendlich entscheidend ist, wieviel du pro Jahr in Anspruch nimmst. Dann und nur dann musst du dich um das Thema Besteuerung kümmern - oder bekommst alternativ eine Meldung vom FA.

Antwort
von billy,

Du musst die Freistellungsaufträge nur entsprechend verteilen.

Antwort
von suedlaender,

Ich empfehle Dir die Höhe der Freistellungsaufträge auch irgendwo zu notieren. Schnell vergisst man welche Höhe man bei welcher Bank verteilt hat und irgendwann hast Du gar kein Überblick mehr. Daher Excel Tabelle machen und alles notieren und speichern. Damit Du bei einer Anpassung noch den Überblick hast. Wenn Du mal genug Zinsen bekommst ( über 801,- Euro bei einer Bank) dürfte sich das Verteilen erledigt haben. Solltest Du ein Einkommen unter 8000 Euro/Jahr haben hast Du sogar Anspruch auf eine NV Bescheinigung.

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