Frage von chrobro, 424

Wie läuft das mit dem Steuer-Freibetrag bei einem Minijob und einem Zweitjob (Kleinunternehmen), wo ich Rechnungen schreibe?

Hallo liebe Community,

ich bitte um Rat. Ich bin Student und arbeite in zwei Arbeitsstellen.

  • Arbeitgeber 1: ein Minijob (400,-€ monatlich) und 2% pauschal versteuert
  • Arbeitgeber 2: Kleinunternehmer (300,-€ monatlich), schreibe monatlich meine Rechnungen

Meine Frage: Mir wurde früher gesagt, dass mein Minijob innerhalb des Steuerfreibetrag von 8472€ liegt (d.h. ich konnte mit meinem zweiten Job nur ca. 300,-€ monatlich auf Rechnung schreiben). So war ich innerhalb der 8472€.

Nun wurde mir gesagt, das mein Minijob 2% pauschal versteuert sei und nicht auf Lohnsteuerkarte laufe, diese nicht in den Freibetrag fallen. Ich könnte somit mehr als 300,-€ monatlich meinem zweiten Arbeitgeber auf Rechnung schreiben - stimmt das?

Antwort
von Primus, 349

 Für Studenten und Nicht-Studenten gilt gleichermaßen: Einkünfte bis zu 8472€ pro Jahr (seit Januar 2015) sind steuerfrei. Diese Grenze gilt für ledige Personen. Verheiratete Personen dürfen jährlich 16.944 Euro steuerfrei zu verdienen. 

Diese Beträge werden 2016 noch einmal steigen: Dann dürfen ledige Personen 8652 Euro und verheiratete Menschen in Deutschland 17.124 Euro steuerfrei pro Jahr verdienen. 

Wenn dieser Betrag innerhalb eines Jahres nicht überschritten wird,, erhalten Studenten ihre etwaig gelisteten Lohnsteuerzahlungen mit der Einkommenssteuererklärung zurück. Zur Errechnung des Jahreseinkommens kann ein aktueller Gehaltsrechner herangezogen werden.

 http://www.gehaltsabrechnung.info/informationen-fuer-studenten-tipps-zu-nebenjob...

Kommentar von chrobro ,

Hallo, vielen Dank für die Antwort.

Leider wird nicht erläutert, ob in diesen 8600€ der Minijob reinfällt oder nicht (gerade weil er 2% pauschalversteuert wird vom Arbeitgeber 1)

Kommentar von gammonwarmal ,

Ich habe 20 Minjobs a 450.- Euro und zahle nur 2% Steuern.

Was studierst Du?

Kommentar von barmer ,

das ist richtig, beantwortet aber in keiner Weise die Frage. Es wird immer mehr Sitte, fertige Texte als Antworten reinzukopieren, auch wenns nicht passt.

Antwort
von wfwbinder, 330

Löse dich mal bitte von der Bezeichnung "Arbeitgeber" wenn Du Rechnungen schreibst.

Er ist Auftraggeber. DEine einnahmen sind Betriebseinnahmen und Du kannst von diesen Erlösen die Betriebsausgaben abziehen (Fahrtkosten zum Kunden udn was sonst noch anfällt. z.B. Telefonkosten usw.

Übrigens wären auch 4.800,- (wenn die nicht sowieso rausfallen würden) + 3.600,- Euro zusammen erst 8.400,-, also noch unter dem Grundfreibetrag von 8.472,- wobei ja auch noch Deine Ausgaben für die Krankenversicherung abzugsfähig wären, die Pauschale für Sonderausgaben von 36,- Euro.

Alles ohne eben die Betriebsausgabe von den 3.600,- abzuziehen.

Antwort
von barmer, 262

Das zweite ist richtig: wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert, kann man mit der Selbstständigkeit bis zum Grundfreibetrag gehen.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von chrobro ,

Vielen Dank! Kompetente Antwort!

D.h. ich kann somit mehr vom zweiten Job per Rechnung schreiben und eine Befürchtung haben, dass ich durch den Minijob über den Freibetrag komme!

Kommentar von NickgF ,

D.h. ich kann somit mehr vom zweiten Job per Rechnung schreiben und keine Befürchtung haben ..., dass ich über den Freibetrag komme!

Was glaubst du denn, welche 'Katastrophe' genau eintritt, wenn du bspw. 250 € über den Freibetrag kommst ?

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