Frage von Bgeisi,

Freibetrag für Zinseinnahmen

der Freibetrag für Ehepaare, 1602€, wird 2012 erstmals überschritten. kann man von dieser Summe geleistete Zinsbeträge für ein Darlehen abziehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schiko,

Schon technisch nicht möglich, die Bank muss automatisch für höhere Zinsen während des Jahres schon vom übersteigenden Betrag 801/1602 led.vh. Steuer anonym an das Finanzamt überweisen. Wäre eine Kompensation zulässig - bei NV.Bescheinigung- bestünde die Möglichkeit bei der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Jahr.

MfG.

Antwort
von gammoncrack,

Das sind zwei paar unterschiedliche Schuhe. Das geht leider nicht.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das ist richtig und bedarf eigentlich keiner Ergänzung.

Aber ich hätte gern gewusst, was der Gedankengang des Fragestellers dabei war, um verstehen zu lernen, wie man darauf kommt. Und außerdem kann es ja sein, dass die Hilfe aus einer anderen Ecke kommt.

Vielleicht kann der Fragesteller ja ein wenig mehr berichten?

Kommentar von FREDL2 ,

@EB: den Gedanken hab ich in dunklen Träumen auch manchmal. Die Zinsen, die ich krieg, muss ich versteuern - also kann ich auch die zu zahlenden abziehen.

Dann wach ich auf und alles ist anders.

Kommentar von Sobeyda ,

Also so abwegig finde ich den Gedanken gar nicht. Ich kann Gewinne und Verluste aus Aktientransaktionen miteinander verrechnen, ich kann Gewinne beim Vermeiten und Verpachten mit den Verlusten (Aufwendungen) verrechnen, warum sollte das bei Zinsen nicht auch gehen?

Vielleicht sind Zinsen und Zinsen nicht dasselb, weil sie zu unterschiedlichen Einkommensarten gehören. Aber ich habe es aufgegeben, im deutschen Steuerrecht nach Logik zu suchen.

Kommentar von FREDL2 ,

@Sobeyda

Aber ich habe es aufgegeben, im deutschen Steuerrecht nach Logik zu suchen.

Sehr guter Entschluss! Psychiater sind teuer.

Privat hab ich das auch (deswegen "dunkler Traum")

Kommentar von EnnoBecker ,

Aber ich habe es aufgegeben, im deutschen Steuerrecht nach Logik zu suchen.

Das ist schade.

Nun sind Zinsen gerade ein schlechtes Beispiel füe Logik im Steuerrecht, weil ausgerechnet bei Kapitaleinkünften im Normalfall der WK-Abzug ausgeschlossen ist.

Aber im Allgemeinen finde ich die Logik im deutschen (Steuer-)Recht recht nachvollziehbar.

Kommentar von EnnoBecker ,

Vielleicht sind Zinsen und Zinsen nicht dasselb, weil sie zu unterschiedlichen Einkommensarten gehören

Nein. Weil es Zinseinnahmen und Zinsaufwendungen sind. Aufwendungen sind stets danach zu beurteilen, zu welcher Einkunftsart sie gehören. Da haben wir hier (!) drei Möglichkeiten:

  1. Ich habe ein Darlehen aufgenommen für 1 Prozent, um damit ein Festgeld anzulegen, für das ich 2% bekomme. Dann gehören die Zinsen für das Darlehen zu en Einkünften aus Kapitalvermögen und wären dort abzugsfähig (so wie der Fragesteller es meint), wenn es nicht das Abzugsverbot für WK gäbe.
  2. Ich habe das Darlehen aufgenommen und mir eine zu vermietende Immobilie / ein Anlagegut für den Betrieb davon gekauft. Dann sind die Zinsen dort als WK/BA abzugsfähig.
  3. Ich habe das Darlehen für einen Urlaub oder andere private Zwecke aufgenommen. Dann gehören die Zinsen zu keiner Einkunftsart und können folglich von keiner abgezogen werden.
Kommentar von Bgeisi ,

Danke, aber das wirft weitere Fragen auf. Wie werden Zinseinnahmen versteuert wenn der Freibetrag überschritten ist? Wo kann ich geleistete Zinsen für Darlehen absetzen? Dank& Gruss BGeisi zum Gedankengang nur soviel: ist zwar in steuerrechtlicher Hinsicht unlogisch, aber wo Steuern anfallen, da sollten sie auch gegenseitig anrechenbar sein

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich kann deinem Gedankengang nicht folgen, insbesondere nicht nach meinen Ausführungen. Das Steuerrecht ist hier streng logisch und insbesondere bei den Kapitaleinkünften ungerecht. Aber dennoch verstehbar.

Vielleicht setzt du mit der Darstellung deines Konzeptes nochmal an und erläuterst, wie du auf deine Ideen kommst?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community