Frage von Hans62,

Freiberufler und Reisekosten

Ich bin seit mehreren Monaten arbeitslos und arbeite als Freiberufler bei einem Haupt- sowie mehreren Auftraggebern auf Honorarbasis. Wie kann ich in diesem Fall meine Reisekosten/Verpflegungspauschalen geltend machen und in welcher Höhe. Die Fahrten unternehme ich mit meinen Privatfahrzeug. Welche Unterlagen habe ich hierbei zu führen, damit ich keinen Ärger mit dem Finanzamt bekomme.

Hans

Antwort
von SBerater,

die Sicht ist nicht anders als bei einem Angestellten. Du betreibst deine Selbständigkeit vermutlich von deiner Wohnung aus. Damit ist jede Fahrt aus beruflichen Gründen eine Geschäftsfahrt, bei der du jeden gefahrenen km mit 30 Cent abrechnest. Bzgl. Verpflegungspauschalen beginnt die Zeit zu ticken, wenn du dein "Büro" verlässt und wieder dort ankommst. Hier nimmst du die gesetzl. üblichen Pauschalen.

Welche Unterlagen? Zwingend keine, aber ich würde ein Protokoll führen oder einen Kalender anlegen mit den entsprechenden Terminen wie auch die Fahrten mit dem Pkw. Man verliert sonst schnell die Übersicht.

Das FA kann bei hohen angesetzten Kosten sicherlich Fragen stellen. Setzt man viele km an, so kann die Frage nach Nachweisen wie Tankbelegen erfolgen.

Nicht vergessen sollte man auch den Aspekt: fährt man sehr viele km beruflich und der Anteil liegt bei über 50%, ist man eigentlich verpflichtet, den Wagen in das Geschäftsvermögen zu übernehmen und die 1%-Regelung anzusetzen.

Kommentar von LittleArrow ,

Guter Kommentar!

Besonders dieser:

Nachweisen wie Tankbelegen

Daher würde ich grundsätzlich am Zielort tanken.

Natürlich müssen die gefahrenen Km später mit den Km-Angaben in den Inspektionsrechnungen harmonieren, auch hinsichtlich der 50 % Grenze!

Kommentar von Hans62 ,

Vielen Dank für die Info´s. Du hast mir mit Deiner Antwort sehr geholfen.

Antwort
von FREDL2,

Mach ganz einfach so eine Art Reisekostenabrechnung oder Fahrtenbuch mit Aufzeichnungen

  • Abfahrt von xxx um xxx nach xxx zu Kunde xxx und retour dasselbe = xxx km

Bewahre Belege wie Tankquittungen und Reparaturrechnungen (wegen des Kilometerstandes) auf.

Das kannst Du handschriftlich oder auch in Form einer excel-Tabelle machen. Ein Fahrtenbuch könnte Dir die Finanzverwaltung nur für die Zukunft aufbrummen und auch nur dann, wenn sich in den oben erwähnten Aufzeichnungen grobe Fehler befänden.

Also, lieber die Einträge sehr, sehr zeitnah durchführen. Einmal im Monat klappt auf Dauer sicher nicht.

Antwort
von qtbasket,

Arbeitslos ????

Sind dann alle Freiberufler arbeitslos ???

Und zahlst du überhaupt Einkommenssteuer ???

Wenn du noch ALG1 bekommst, oder auch womöglich ALG2 , dann begehst du Sozialbetrug, ebenso wenn du keine Steuern entrichtest.

Ansonsten bist du nicht arbeitslos!!!!

Fazit: ich bin da skeptisch - da stimmt etwas nicht !!!

Kommentar von Hans62 ,

Was das Wort "arbeitslos" anbelangt, hast Du natürlich recht. Wer freiberuflich tägtig ist, ist nicht arbeitslos. In meinem Fall kannst Du davon ausgehen, dass weder Sozialberug noch Steuerbetrug vorliegt. d.h. die Agentur hat davon Kenntnis, ich zahle meine KV, RV usw.

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