Frage von katerman007 21.10.2012

Freiberufler oder nicht?

  • Antwort von obelix 21.10.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich würde den Blindflug beenden und das Zepter in die Hand nehmen und nicht auf irgendwelche Behauptungen reagieren.

    Geh zum Steuerberater und kläre das mit deinen vielen Tätigkeiten. Der wird dir sagen, was freiberuflich ist, und was gewerblich. Eine Steuernummer vom Finanzamt benötigst du allemal (die Steuer-ID hat damit nicht zu tun). Und ggf. benötigst du ein Gewerbe, das bei deiner Gemeinde anzumelden ist.

    Nach deiner Beschreibung kann ich nur vermuten, dass du auf Probleme zusteuerst, die von vielen kenne, die sich mal so nebenbei selbständig gemacht haben. Daher: geh zu einem Fachmann und lass dich beraten.

  • Antwort von Meandor 22.10.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Tennistraining für einen gemeinnützigen Verein ist steuerfrei bis zu 2.100 Euro im Jahr (§ 3 Nr. 26 EStG).

    Freier Vertriebsmitarbeiter ist bei mir steuerrechtlich immer ein Gewerbetreibender, bis ich genau weis, was der überhaupt macht. Bei einem Ing. ist die Chance hoch, dass es Beratungsleistungen sind, und wir somit den Weg zu den freien Berufen oder sonstigen selbständigen Tätigkeiten finden.

    Wenn es das einzige Einkommen ist (die 8.000 Euro), dann fällt eh keine Einkommensteuer an.

    Ob es für den Status als Student eine Verdienstobergrenze oder sowas gibt, weis ich nicht.

    Was Du auf die Rechnungen schreiben muss, richtet sich steuerlich höchstens nach dem UStG (Umsatzsteuergesetz). Bei einem Einkommen von unter 8.000 Euro im Jahr, hast Du wohl auch einen Umsatz von unter 17.500 Euro im Jahr. Kraft Gesetz bist Du somit Kleinunternehmer, außer Du würdest Dich gerne mit der Umsatzsteuer beschäftigen.

    Kleinunternehmer heißt, solange Du nicht auf die Idee kommst Umsatzsteuer auszuweisen, will Papa Staat auch keine USt von Dir.

    Freiberufler = Begriff aus der Einkommensteuer

    Kleinunternehmer = Begriff aus der Einkommensteuer

    Jeder Freiberufler ist Unternehmer, aber nicht unbedingt Kleinunternehmer und ein Kleinunternehmer ist nicht unbedingt ein Freiberufler.

  • Antwort von keule70 21.10.2012

    Hi, Freiberufler bist du nur in bestimmten Berufsgruppen. Der wesentliche Unterschied zwischen Freiberufler und Selbstständiger ist die nicht erforderliche Gewerbeanmeldung. Ich selbst bin auch freiberuflich tätig.

    Das Training als Honorartrainer ist freiberuflich. Aber dort kannst du, sofern du weniger als 2100 EUR im Jahr bekommst, für diesen auch den Übungsleiterfreibetrag nutzen. Wie hoch sind diese Einnahmen?

    Zur Nachhilfe: Diese ist freiberuflich, sofern du gewisse Qualitätsstandarts erfüllst bzw. diese wissenschaftlich fundiert ist. So war meiner Meinung nach die Definition.

    Was den Bereich Unternehmensberatung angeht, habe ich keine Ahnung.

    Vertriebsmitarbeiter wird vermutlich auch nicht unter die freien Berufe fallen. Für diese Tätigkeiten müsstest du vermutlich ein Gewerbe anmelden. Aber das ist auch nicht so schlimm. Für die Gewerbesteuer gibt es auch einen Freibetrag.

    Für die freiberufliche Tätigkeit musst du kurz zum Finanzamt und ein Formular ausfüllen. Dieses muss eigentlich bis 1 Monat nach Tätigkeitsbeginn erfolgen. Ich habe es auch erst 4 Monate später gemacht, da ich vom FA falsche Auskünfte bekommen habe. Wenn man freundlich hingeht und um Unterstützung bittet, ist es aber kein Problem.

    Mit der Anmeldung vermeidest du den Verdacht der Schwarzarbeit und der Steuerhinterziehung.

    Im nächsten Jahr gibst du dann eine Steuererklärung ab, bei der du die Anlage S ausfüllst.

    Übrigens: Auch als Freiberufler kannst du MwSt ausweisen, wenn du nicht von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machst! Wichtig ist das Kreuz Kleinunternehmer oder nicht. Dann musst du aber monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung oder so abgeben und die MwSt in der Rechnung ausweisen.

  • Antwort von werists 21.10.2012

    Freiberufler und MwSt. auf den Rechnungen sind zwei paar Schuhe!

    Ob das Finanzamt die Tätigkeiten als Freiberuflich anerkennt kommt auf die Art der Tätigkeit und dem erlernten Beruf an. Tennistraining und Nachhilfe sollten kein Problem sein. Die Beratung kann aber schon eine gewerbliche Tätigkeit sein (je nach Thema) Die freiberufliche Tätigkeit muss (mit genauer Beschreibung) beim Finanzamt angezeigt werden, lehnen diese dann ab muss bei der Stadt/Gemeinde ein Gewerbe angemeldet werden. Das hat auch den Vorteil, dass Du dann flexibel bist und nicht bei jedem Auftrag prüfen musst ob diese freiberuflich ist oder nicht. Große Nachteil entstehen dadurch nicht.

    PS.: Die Verkaufstätigkeit ist sicher gewerblich

    MfG

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