Frage von Bambi786, 66

Freiberufler - Kleinunternehmerregelung

Guten Abend,

ich plane noch dieses Jahr mich frei- und nebenberuflich selbstständig zu machen als Künstlerin. Sprich ich verkaufe meine eigenen von mir gemalten Gemälde. Da ich bereits mehrere hochpreisige Angebote habe, frage ich mich, wie die Kleinunternehmerregelung angewandt wird. Wenn ich mich nun im August anmelde und in den letzten 5 Monaten des Jahren unregelmäßigen Umsatz habe, der z.B. insgesamt 14000 Euro beträgt, wird dieser Betrag dann auf das Jahr aufgeteilt (also 14000 /5 * 12 = 33600, also deutlich mehr als 17500) ODER ist das egal? Denn dann würde ich ja ebenfalls nicht mehr als Kleinunternehmer eingestuft, wenn ich mich im Dezember anmelde und einen Auftrag für 2800 Euro annehme. Denn dann könnte man ja ebenfalls auf das gesamte Jahr zurückrechnen und käme auf 33600 Euro, wäre dann also USt-pflichtig im nächsten Jahr. Ich bin sehr verwirrt und freue mich über alle Antworten, die Licht ins Dunkle bringen.... vielen Dank.

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Antwort
von Gaenseliesel, 66

Hallo,

schau mal hier :

http://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

...... vorerst zur Info !

Ansonsten hilft bei weiteren Fragen der Tippgeber sicher später weiter. K.

Kommentar von Bambi786 ,

Das ist schon sehr hilfreich, vielen Dank. Jedoch besteht immernoch die Frage zum Gründungsjahr, werden die 17500 in diesem Jahr nun anteilig oder absolut gewertet?

Kommentar von vulkanismus ,

Jetzt hat Dir die Gänsemama so einen tollen Tip gegeben und Du liest ihn nicht.

Dort steht doch "im Jahr"!

Kommentar von EnnoBecker ,

Nein. Es gibt eine Ergänzung.

Kommentar von Bambi786 ,

Gelesen habe ich ihn. Vielen Dank dafür. Nur die Frage mit dem "anteilig" war eben nicht explizit genannt. Jedoch hat sich dies ebenfalls geklärt.

Antwort
von EnnoBecker, 57

Deine Befürchtungen sind nicht so ganz unbegründet.

Sicherlich hast du inzwischen den Tip gelesen. Trotzdem noch mal speziell für dich.

Im Gründungsjahr schaut man, ob man VORAUSSICHTLICH höchstens 17.500 Euro Umsatz hat. Diese 17.500 werden tatsächlich gequotelt, wenn deine Unternehmereigenschaft also im August beginnt, lautet deine Zahl (17.500/12*7=) 10.208 Euro.

Aber selbst wenn du mehr als diese 10.208 Euro umsetzt, bist du im Folgejahr kein KU, nicht aber bereits im Gründungsjahr, denn dieses "voraussichtlich" ist ein Prognosewert und keine tatsächliche Größe.

Aber was ist denn schlimm daran, kein KU zu sein?

Kommentar von jowaku ,

Es ist nicht schlimm, aber man hat etwas mehr Arbeit bei der EÜR.

Viel wichtiger: Wenn man für die Selbstständigkeit teure Betriebsmittel braucht oder teures Material bewegt, kann nicht-KU deutlich Steuern sparen. (Das war bei mir so am Anfang der Selbstständigkeit, hat sich aber durch Verlagerung der Tätigkeit und des Kundenkreises später verändert, so dass heute KU steuerlich günstiger ist. )

Man muss es halt mal (nicht nur am Anfang der Tätigkeit) mit spitzem Bleistift durchrechenen.

"Gemälde" klingt jetzt nicht nach viel oder teurem Materialeinsatz. Aber wenn da größere Mengen Blattgold drauf kommen, oder wenn doch mal irgendwann größere Mengen Bronze gegossen werden, kann sich das drastisch ändern.

Kommentar von EnnoBecker ,
man hat etwas mehr Arbeit bei der EÜR.

Wenn man es richtig macht, dann nicht. Es ist ja fast wurscht, ob ich eine 9 vor das Konto setze oder eben nicht.

Kommentar von Bambi786 ,

Vielen Dank für die Antwort. Es ist generell nichts "schlimmes" daran, jedoch wäre es für mich steuerlich deutlich günstiger, für meine Kunden macht sich dies natürlich im Kaufpreis auch bemerkbar, wenn man auf 3000 Euro noch die USt /MwSt oder wie auch immer aufschlagen muss.

Kommentar von EnnoBecker ,
macht sich dies natürlich im Kaufpreis auch bemerkbar, wenn man auf 3000 Euro noch die USt /MwSt oder wie auch immer aufschlagen muss.

Das kommt darauf an, wie hoch dein Gewinn dabei ist. Die Vorsteuern, die du als KU nicht abziehen kannst, musst du ja auch im Preis weitergeben.

Kommentar von freelance ,

gequotelt? Müsste dann, wenn Beginn im August, nicht 17.500/12*5 genommen werden (Aug bis Dez)?

Oder ist das ein Denkfehler meinerseits?

Kommentar von EnnoBecker ,
Müsste dann, wenn Beginn im August, nicht 17.500/12*5 genommen werden (Aug bis Dez)?

Richtig. War mein Fehler. Danke für deine Aufmerksamkeit. Einfaches Addieren scheint wohl nicht so meine Stärke zu sein.

Antwort
von habub, 47

Hier wurde schon die richtige Antwort gegeben, ich würde mit dieser Frage zum FA gehen oder auch zum Steuerberater.

Kommentar von vulkanismus ,

Und was würdest Du beim Finanzamt machen? Einen schlechten Eindruck. Dort wird nicht steuerlich beraten!

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