Frage von rommy, 77

Franklin Templeton Funds empfohlen worden, keine Risikobereitschaft als Anleger?

Als Anleger wünscht meine Mutter eine risikofreie Geldanlage. Ihr wurde nun der Franklin Templeton Funds empfohlen. Das Unternehmen existiert sicherlich schon sehr lange. Wie schätzt Ihr das Risiko ein?

Antwort
von Kevin1905, 63

Risiko ist ein relativer Begriff.

Wenn ich eine mies verzinste Festanlage wähle setze ich mich dem Risiko aus nach Inflation und Steuern am Ende eine negative Realrendite realisiert zu haben, so dass meine Anlage bzw. meine Sparanstrengungen von vornherein sinnlos waren.

Ansonsten könnte ich nur wiederholen was hier bereits steht. Wollte dir bzw. deiner Mutter einen Denkanstoß geben. Wissen und vor allem Wissen um Geld, Anlage und Investments ist nie verschwendet.

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 54

Was ist risikofrei?

Wenn eine Anlage auf festverzinslicher Basis oder im Geldmarkt gerade mal 0,5% p.a. abwirft, dann liegt das unter der Inflationsrate und es ist zwar die Schwankungsbreite einer solchen Anlage äußerst gering bis nicht vorhanden, aber das Risiko besteht darin, daß sie Kaufkraft verliert. Die 0,5% Ertrag sind nämlich zu versteuern und damit liegt der Verlust p.a. bei 1-2%. Das nenne ich Risiko.

Wenn eine Aktienanlage zwar schwankt und auch in schlechten Marktphasen einiges in die Tiefe rauschen kann, so erholen sich diversifizierte Aktienanlagen auch wieder. Man kann das sehr schön nach den Krisen in den letzten 10 Jahren sehen. Dividendenrenditen robuster, globaler Unternehmen können leicht über den derzeitigen Renditen von Rentenpapieren mit vergleichbarer Bonität liegen. Damit sind Aktien das primär sinnvolle Investment, um Kaufkraft zu erhalten und Erträge zu erwirtschaften.

Will man einen Kompromiß und zu Lasten der Erträge die Volatilität etwas eindämmen, so wird man in einen aktienlastigen Mischfonds investieren. Dererlei würde ich jedoch keinen von Templeton empfehlen - hier gibt es bessere Anbieter.

Will man als Altersvorsorge anlegen, so empfehlen viele Banken eine Lösung, die anfangs zwar in Aktien investiert, schrittweise bis zum Renteneintritt bzw. in schlechten Marktphasen dann in Anleihen umschichtet, um die Volatilität herauszunehmen. Das ist eigentlich Unsinn, denn man benötigt ja nicht mit Renteneintritt den vollen, angesparten Betrag, sondern möchte auch Chancen über die nächsten 15-30 Jahre noch mitnehmen. Also wird man vielleicht einen absehbaren Anteil in Rentenpapiere umschichten, jedoch den größeren Betrag weiter in Aktien- oder Mischfonds belassen.

Viele Möglichkeiten.... und die Lehre, daß Risiken dort lauern können, wo man absolute Sicherheit vermutet :-)

Antwort
von Springbutterfly, 53

Wenn Deine Mutter eine risikofreie Geldanlage wünscht, dann darfst Du nicht in Aktien oder andere Anlagen mit spekulativen Anteilen gehen! Da hilft dann auch der gute Ruf von Franklin Templeton nichts mehr. Dann bleiben aber wenige Alternativen übrig. Du solltest Deiner Mutter klarmachen, dass auch eine festverzinsliche Anlage derzeit das Risiko beinhaltet, dass man durch die Inflation real Geld verliert.

Antwort
von Logan, 45

Leider lässt sich mich Dein Hinweis "Das Unternehmen exisriert schon lange" schlimmes vermuten... Du hast (wie Deine Mutter) keine Ahnung von Fonds.....

Was hat denn die Dauer der Existenz des Administrators mit dem Thema Risiko zu tun!?!

Dementsprechend kann man Dir und Deiner Mutter nur raten, die Finger von allen Investments zu lassen und das Sparbuch oder Festgeld weiterzuführen. Eure Erwartungen werden nur enttäuscht werden.

Alternativ könnt ihr aber auch investieren und bei nichtgefallen den Berater verklagen.

Antwort
von Niklaus, 42

Was verstehst du unter Risiko. Geld weg oder Schwankungen der Anlage.

Aktienfonds sind Insolvenz und inflationssicher. Das heißt Sicherheit.

Schwankungen sind marktbedingt und gleichen sich über längere Zeiten wieder aus. Der Fonds, wenn es der ist Franklin Templeton Growth Fund (Euro) hat das bewiesen.Das hat aber nichts mit Sicherheit zu tun.

Allerdings hat Templeton ca 300 Fonds. wir müssten schon den genauen Fonds wissen. Wichtig ist der Anlagehorizont. wie lange soll das Geld angelegt werden und welchen Zweck soll die Anlage dienen.

Antwort
von free777, 41

keine Risikobereitschaft? Das ist relativ! Welche Risiken können denn eingegangen werden? Welche Verluste sind tragbar?

Wer sich an Produkte der Börse wagt, der sollte die Risiken kennen und sie auch eingehen können. An der Börse geht es nicht ohne Risiken.

Antwort
von Privatier59, 40

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