Frage von tapsangel,

Fragen zur Rente aufgrund Schwerbehinderung mit 60 bzw. 63

Hallo,

bin neu hier und wende mich direkt mit einigen Fragen an Euch.

Da mein Mann, geb. im Nov. 1951, aufgrund einer chron. myeloischen Leukämie-Erkrankung, Diagnose 12/2007, und der damit verbundenen bewilligten dauerhaften Schwerbehinderung mit einem GdB von 60 entweder im Dez. 2011 mit 60 oder 2014 mit 63 in Rente gehen könnte bzw. es aus gesundheitlichen Gründen wahrscheinlich auch muß, haben wir uns seine Rentenauskunft mal genauer angeschaut.

Meine Fragen dazu:

  • Von welcher Summe wird z. B. der Abschlag von 10,8 %, den er mit 60 hätte, berechnet? In der Rentenauskunft steht: Die Regelaltersrente, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze gezahlt werden kann, würde ...... EUR betragen. Heißt in seinem Falle auch, Regelaltersgrenze mit 65 J. 5 Mon. oder 63 oder ist die Summe der derzeitige Stand?

  • Welche Summe würde bei vorzeitiger Inanspruchnahme der Rente als Bruttorente auf dem Bescheid erscheinen? Die Summe vor Abzug der 10,8 % oder nach Abzug? Wäre für die Beantragung von Wohngeld vielleicht wichtig zu wissen, da die Bruttorente zugrunde gelegt wird.

  • Wie schaut es aus, wenn er z. B. eine Erwerbsminderungsrente beantragen würde, da ihm sein Job von Monat zu Monat schwerer fällt. Bekäme er dann mit 63 seine volle Regelaltersrente oder reduziert sich der Betrag ebenfalls?

Für Eure Hilfe bedankt sich

tapsangel - Biggi

Antwort von Rentenfrau,
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Altersrente wegen Schwerehinderung gäbe es frühestens mit 60 Jahren, als Jahrgang 1951 fällst Du grade noch unter die Grenze, aber mit 60 Jahren 10,8 % Abzug, mit 63 J ohne Abzug. Der Abschlag wird von der dann zustehenden Rente errechnet. Z. B. hättest Du mit 60 Jahren eine reguläre Rente von 1000 Euro, dann würden 108 Euro abgezogen. Auf dem Rentenbescheid steht der reduziert Rentenbetrag. Leider gilt der Grundsatz: einmal Kürzung immer Kürzung, es gibt also später keine volle Rente mehr, wer den Abzug bekommen hat, dem bleibt er (leider) auch.

Antwort von Lissa,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die 10,8% werden von der Rente abgezogen, für die er bis zu seinem Rentenbeginn erreicht hat.

Das ist die mittlere Zahl, die sich noch um die Beiträge erhöht, die er bis zum 60. zahlen wird.

Sie entspricht ungefähr der Erwerbsminderungsrente, die in der Renteninformation ausgerechnet wurde.

Diese stellt ihn so, als ob er bis zum 60. mit seinem bisherigen Durchschnitt weiter gearbeitet hätte und ist um 10,8% gekürzt.

Da er keine weiteren Beiträge mehr einzahlt, wenn er eine volle Erwerbsminderungs- oder Altersrente bezieht, erhöht sich die Rente nicht mit dem 63. Lebensjahr.

Bekomme er eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung und arbeitet reduziert weiter, erhöhen diese Beiträge die Rente.

Bevor er einen Rentenantrag stellt, sollte er sich bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen, wie er dies tun kann.

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