Frage von Lumpi91, 6

Fragen Einnahmen/Ausgaben als neuer Unternehmer

Guten Tag, Ich habe gestern ein Gewerbe gegründet nun habe ich ein paar Fragen und wollte mich hier mal informieren. Es geht um die Einnahmen und die Ausgaben. Ich bin für 2 Auftragsgeber tätig, also eigentlich Subunternehmer ist das richtig? Bekomme gesagt, was ich zu tun habe, zum ersten ist es für eine Zeitung und die andere Tätigkeit, läuft online. Meine Auftragsgeberin für die ich tätig bin, habe ich eine feste Aufgabe und führe diese jeden Tag aus. Kümmer mich um Profile usw. also eine art Supporter im Chat. Im Jahr komme ich ca. auf 15.360€ Einnahmen!

Die Frage ist was ich alles an ausgaben, abziehen darf, als Kleinunternehmer! Ich brauche für beide arbeiten: Internet, Telefon/Handy, Strom und Benzinkosten für die Zeitungen. Sind in Monat ohne Strom 145€ an Ausgaben: 60€ Sprit, 50€ Telekom und ca. 35€ der Vertrag vom Handy.

Kann ich diese kosten jeden Monat von dem Geld abziehen oder darf ich dies nicht? Nächste Frage ist ob ich als Kleinunternehmer handeln soll oder lieber als Unternehmer, da ich ja so mehr von der Steuer absetzen kann. Ein Steuerberater, werde ich mir zulegen, sollte alles einfacher machen oder?

Auch ist die Frage nach der richtigen Krankenkasse und was sonst noch vor Ausgaben auf mich zukommen?

Lieben Gruss Markus

Antwort
von wfwbinder, 3

Die Frage Kleinunternehmer, oder nciht ist keine Frage ob du mehr absetzen darfst oder nciht.

Betriebsausgabe ist Betriebsausgabe. Wer die Ausgabe durch den Betrieb veranlaßt ist, dann ist es auch abzugsfähig.

Die frage ist mehr, ob du für Privatleute arbeitest, oder für Unternehmer.

Deine Kunden/Auftraggeber sind beides Unternehmer. Also haben die Vorsteuerabzug.

Für die ist es egal, ob Du denen 100,- Euro berechnest, oder 100,- Euro + 19 % Umsatzsteuer, insgesamt 119,- Euro.

Dieser zweite fall ist aber für Dich günstiger, weil Du z. B. von 35,70 für Telefon die 5,70 Euro Umsatzsteuer als vorsteuer abziehen kannst.

Um es Dir begreiflich zu machen:

Kleinunternehmer 100,- Euro Einnahme - 35,70 Euro ausgabe = 64,30 in der kasse.

Option auf allgemeine Vorschriften:

100,- Erlös 19,- Euro umsatzsteuer

30,- Kosten 5,70 Euro Vorsteuer


70,- Euro für Dich 13,30 an das Finanzamt abführen.

Daher ist es für Dich in diesem Fall günstiger zu optieren.

Noch ein Punkt 60,- euro im Monat für Sprit. das sind über den Daumen gpeilt 40 Liter = 600 Kilometer. Vermutlich nutzt Du Dein Auto zu weniger als 50 % betrieblich. Damit musst Du es nciht zu Betriebsvermögen machen.

Es ist günstiger für die Die 600,- Kilometer (Fahrtenbuch führen) mit 30 Ct. pro Kilometer also 180,- Euro in Abzug zu bringen als Betriebsausgabe.

Kommentar von Lumpi91 ,

Ich arbeite für 2 Privatpersonen, die beide angestellt bei dem Unternehmen sind. Deshalb, bekomme ich einen festen Lohn, für meine Arbeit. Bei den Zeitungen, führt mein Auftraggeber die Steuer ab und bei der anderen Arbeit, würd sie auch schon bezahlt. Deswegen denke ich mal lohnt es sich für mich nicht wirklich, wenn ich die Vorsteuer abziehe, sehe ich dies richtig?

Das habe ich noch gar nicht gewusst, danke für den Tipp! Und die ziehe ich dann pro Monat ab und schicke das Fahrtenbuch in Kopie mit zum Finanzamt bei der Einnahmen/Ausgaben Auflistung?

Kommentar von wfwbinder ,

Wie bitte. DEine Auftraggeber sind angestellte in einem Unternehmen. lassen aber ihr Arbeit, für die sie einen ANstellungsvertrag haben, von einem Unternehmer ausführen?

Wer hat sich denn die schräge Konstruktion einfallen lassen.

Als angestellte müssen die doch im Unternehmen antreten (zumindest zeitweilig).

Also dieser Zusammenhang ist mir irgendwie unklar.will der dann Deine Rechnungen bei sich als Werbungskosten in der Anlage "N" seiner Einkommensteuererklärung absetzen? Die Konstruktion halte ich nciht für möglich.

Das Fahrtenbuch übrigens brauchst Du nur für Rückfrage bereit zu halten.

Kommentar von Lumpi91 ,

Nein ich bin in Sub/Sub Unternehmer, so kann man es wohl eher erklären. Mein Auftragsgeber ist Unternehmer bei der Zeitung und beauftragt mich mit der Zustellung usw. bekomme von ihm mit den Zeitungen einen Lieferschein/Rechnung. Dort habe ich durch Rechnungszahler eine Gutschrift oder er bekommt von mir Geld weil ich viele Barzahler habe.

Bei der anderen Tätigkeit ist es auch so, nur das ich eben eine Rechnung schreibe und dort aufliste, wie viel ich den Monat gemacht habe und pro Bearbeitung, bekomme ich Geld. Aber die Steuer wird vorher vom Unternehmer bezahlt und ich bekomme das feste Geld für meine Arbeit.

Das hört sich gut an und aus meinem alten Beruf kenne ich mich damit schon aus.

Kommentar von wfwbinder ,

Also Dein Sachverhalt wird immer verworrener.

Vorhin:

Ich arbeite für 2 Privatpersonen, die beide angestellt bei dem Unternehmen sind

nun:

Nein ich bin in Sub/Sub Unternehmer, so kann man es wohl eher erklären. Mein Auftragsgeber ist Unternehmer bei der Zeitung und beauftragt mich

Wenn Du qualifizierte Ratschläge willst, musst Du schon genau schriben, was anliegt.

Was ist die Tätigkeit die Deine Auftraggeber ausüben?

Von wem werden die bezahlt?

Welche Aufgabe geben sie an Dich weiter?

Die Umsatzsteuerfrage ist nämlich schon relevant.

Kommentar von Lumpi91 ,

Tut mir leid, wenn es so komisch rübergekommen ist.

  1. Tätigkeit Bild und Welt Zeitung am Sonntag Ich bekomme die Zeitungen+Lieferscheine/Rechnung vor die Tür geliefert Mein Chef/Auftragsgeber bezahlt die Ust7% für Zeitungen. Ich stelle die Zeitungen an die Kunden zu und kassiere bei den Barzahlern. In aller Regel habe ich hier eine kleine Gutschrift + die Barzahler! Die UST führt er dem Finanzamt ab und stellt sie mir natürlich in Rechnung!

  2. Tätigkeit Moderator in Chats usw. Ich bekomme von meiner Auftragsgeberin gesagt, welche Chats ich zu besetzen habe und kümmer mich in den Chat um alles, Support anfragen und bearbeite alles. Für jeden Auftrag bekomme ich Geld, das liste ich alles auf und schreibe ihr eine Rechnung. Sie Bezahlt die Ust und ich bekomme genauer 10 Cent pro Nachricht/Bearbeitung. Mir wurde nur mitgeteilt, ich müsste keine Steuer mehr darauf bezahlen, bin als freier Mitarbeiter bei ihr beschäftigt.

Kommentar von TaxQA ,

das ist nicht komisch. Das ist unverständlich. Immer noch. Oder noch mehr als vorher.

Kommentar von wfwbinder ,

@Lumpi91

  1. Wenn Du Gutschriften mit Ausweis der Umsatzsteuer akzeptierst, dann musst Du die Steuer auch abführen.

  2. "Sie bezahlt die USt und ich bekomme 10 Ct. ist quatsch." "mit wurde mitgeteilt ch müsse keine Steuer mehr darauf bezahlen, bin als freier Mitarbeiten beschäftigt," ist dann noch qätscher.

Wenn man Geld bekommt und ncihts mehr darauf zahlen muss, kann es nur ein 450,- Euro Job sein. Aber das widerspricht freiberuflich.

Es scheint mir, Du bist an leute geraten vom Typ "machen wir schon alles, wenn es sooweit ist. unterschreibe nur die Quittung.

und Du verläßt Dich drauf.

Antwort
von TaxQA, 1

bist du dir sicher, dass bei dir noch alles im grünen Bereich läuft? Ich sehe viele Widersprüche bei deinen Aussagen. Und ich sehe Formulierungen, die sich beissen, die unlogisch sind, die nicht zusammenpassen.

Ich denke, am Mo solltest du einen StB suchen, der Klarheit in deinen Fall bringt, sonst wirst du wohl einige Probleme bekommen - jetzt oder zeitlich verzögert.

Ich habe gestern ein Gewerbe gegründet

das steht in der Frage.

Deshalb, bekomme ich einen festen Lohn, für meine Arbeit

das steht bei einer Antwort als Kommentar. Wenn man selbständig ist, bekommt man keinen Lohn.

Die UST führt er dem Finanzamt ab und stellt sie mir natürlich in Rechnung

das musst du genauer erklären (steht auch in einem Kommentar).

führt mein Auftraggeber die Steuer ab

vollkommen unklar.


Du solltest ein wenig sortieren: welchen Status haben die Auftraggeber, welchen du? Bist du wirklich selbständig? Etc. etc.

Steuerberater. Schnell! Dringend!

Antwort
von billy, 1

Lass Dich von einem Steuerberater beraten.

Antwort
von vulkanismus, 1

Wenn man die Absicht hat, ein Gewerbe anzumelden (nicht gründen), sollte man wissen, dass man dann selbständig ist. Offensichtlich bist Du Dir der Bedeutung dieses Wortes nicht bewusst.

Ab diesem Zeitpunkt hast Du die volle Verantwortung für Deinen "Betrieb".

Und da Du Dich offensichtlich hinten und vorne nicht auskennst, brauchst Du dringend Hilfe.

Die wirst Du hier nicht finden. Mag sein dass der ein oder andere Tip dabeisein wird. Aber ausreichend wird dies nicht sein.

Ich kann Dir daher nur dringend raten, einen Steuerberater an Deine Seite zu holen (zulegen kann man sich die DuH nicht) und somit die erste und wichtigste Betriebsausgabe einzuplanen.

Wenn Du dies unterlässt, sage ich Dir voraus, dass Du auf die Schnauze fallen wirst.

Ich habe hunderte vor Dir weinen sehen.

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