Frage von mieterin43, 30

Ich bezahle für meine Mietwohnung 460€, Garagenmiete 40€, jetzt wurde mir eine Mieterhöhung über 500€ mit 13% berechnet. Darf mein Vermieter das?

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Antwort
von Gaenseliesel, 30

Hallo,

es kommt nicht darauf an  w a s  du derzeit zahlst, sondern ob er es rechtlich darf. 

Dein Vermieter darf eine neue Mieterhöhung frühestens 12 Monate nach dem Wirksamwerden der vorhergehenden Mieterhöhung vom Mieter verlangen. 

Die 13 % belaufen sich möglicherweise (?) im rechtlichen Bereich, denn innerhalb von drei Jahren darf die Erhöhung nicht mehr als 20 Prozent betragen. 

Antwort
von LittleArrow, 25

Im Prinzip müßte ich mit "Nein!" antworten, denn der Vermieter darf nicht einfach die Miete erhöhen, sondern muss Deine Einverständniserklärung zur Mieterhöhung verlangen. Diese Unterscheidung mag vielleicht als Rabulistik erscheinen, ist aber die Rechtslage. Wenn Du Dein Einverständnis nicht gibst (oder auch nicht einfach mehr zahlst), dann müsste der Vermieter Dein Einverständnis einklagen.

Er kann Dir also nicht einfach kündigen, wenn Du das Einverständnis zu seiner Forderung versagt. Die geforderte Erhöhung 13 % sind auf den ersten Blick im Rahmen dessen, was bereits die Gaenseliesel beschrieben hat (20 % innerhalb von 3 Jahren und letzte Mieterhöhungsforderung vor mindestens 12 Monaten).

Mit Deinen genannten Zahlen habe ich Probleme, da sich daraus die 13 % nicht ableiten lassen.


Kommentar von imager761 ,

Das ist tatsächlich spitzfindige Wortklauberei: Denn tatsächlich stellt der VM lediglich ein Erhöhungsverlangen. Umgangssprachlich erwartet er damit die Miete zwar zukünftig erhöht entrichtet, kann aber einseitig gar keine Miete erhöhen.

Antwort
von imager761, 15

Das kommt darauf an: Handelt es sich um eine Modernisierungserhöhung? Eine Mieterhöhung nach ortsüblicher Vergleichsmiete oder benannten Vergleichswohnungen? Ist der Mietzins 12 Monate nach der letzen Erhöhung unverändert? In den letzten 3 Jahren um nicht mehr als 15% erhöht werden?

Dann darf er es n. §§ 558 ff. BGB durchaus :-)

Du darfst der Erhöhung widersprechen und damit außerordentlich fristwahrend Kündigung erklären oder dich kostenpflichtig auf Zustimmung verklagen lassen.

G imager761

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