Frage von KECUG,

Frage zur nachschau der Umsatzsteuer (reichen Auftragstbestätigungen?)

ich muss als Unternehmer mtl. eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben, selbstverständlich mache ich dies und sende bei höheren Beträgen gleich immer die Auftragsbestätigungen und die Überweisungsbestätigungen mit.

In den letzten Monaten kam es immer zu erstattungen durch erhöhten Wareneinkauf, heute am 15.5 stand ein Finanzbeamter vor der Tür und wollte die Rechnungen sehen, die liegen aber beim FInanzamt.

Sie sagten jetzt zu mir das die Auftragsbestätigungen und die Überweisungsbestätigungen nicht aussreicht merkwürdiger weisse hat es in den vergangen Monaten immer gereicht.

Meine Frage ist nun ob das Schikane ist oder ob das richtig ist ? Wie gesagt ich habe immer die Auftragsbestätigungen und die Überweisungsbelege zum Finanzamt gesendet.

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Antwort
von SBerater,

es gibt ganz nette Prüfer in Sachen Umsatzsteuer - und die prüfen nur diese. Die wollen vieles sehen. Und wenn die nicht glücklich sind, hat man ein Problem und die USt/ Vorsteuer werden teils nicht anerkannt.

Bei der USt. - in dem Falle wohl der Vorsteuer - gibt es klare Auflagen. Was meinst du mit Auftragsbestätigung?

Du benötigst einen Beweis, der die Steuer ausweist und der aus USt-Sicht auch anerkannt ist. Das sind üblicherweise Rechnungen. Die solltest du haben. Und hier kann der Prüfer ansetzen.

Damit solltest du Rechnungen nachweisen können. Wenn du die nicht hast, denn kann es sein, dass die Vorsteuer nicht anerkannt wird. Und damit zahlst du sie zurück.


Ich sehe das nicht als Schikane, sondern als einen normalen Prüfungsakt. Wenn die Unterlagen bisher ausreichten, dann ok. Aber jetzt wollen die Damen und Herren eben mehr sehen.

Kommentar von KECUG ,

Hallo, danke für die schnelle Antwort. Ich meine mit Auftragsbestätigungen die ich bekommen wenn ich was im Internet oder bei meinem Lieferanten bestelle. Dort ist die USt ausgewiesen und es hat auch immer gereicht.

Jetzt aber wollen Sie die Rechnungen sehen.

Kommentar von blackleather ,

Jetzt aber wollen Sie die Rechnungen sehen.

... und können sich dabei auf den Wortlaut des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 UStG stützen. Der verlangt eine Rechnung als Voraussetzung für den Vorsteuerabzug, und Rechnung kann zwar auch eine Auftragsbestätigung sein (§ 14 Abs. 1 Satz 1 UStG), aber nur, wenn sie zugleich die übrigen formalen Voraussetzungen (§ 14 Abs. 4 UStG) vollständig erfüllt. Die wenigsten "Auftragsbestätigungen" im Internet tun das.

Kommentar von SBerater ,

so ist es!

Danke für den Gesetzestext, der auf die Formalitäten hinweist.

Kommentar von KECUG ,

Habe mal eben nachgeschaut also die Vorraussetzungen die in § 14 abs. 4 UStG stehen sind alle erfüllt und somit denke ich mal ist dann auch die Auftragsbestätigungen in ordnung.

Kommentar von wolfi0410 ,

Nö!

Ein Formular mit der Überschrift "Auftragsbestätigung" ist mit Sicherheit nicht relevant für den Vorsteuerabzug, auch wenn der Absender vlt. das gleiche Briefpapier verwendet auf welches er seine Rechnungen schreibt. Da mußt Du schon mal etwas mehr im USt-Gesetz lesen und verstehen.

Eine Auftragsbestätigung ist, wie der Name schon sagt die Bestätigung der Auftragsannahme. Da kann ja drauf stehen "Lieferung in 6 Monaten" und darauf kann man keine Vorsteuer ziehen. Da fehlen noch einige Angaben.

Zum Vorsteuerabzug berechtigt eine Rechnung oder Barzahlungsquittung. Was nicht heißt, dass man nicht bei Vorkasse bereits die Vorsteuer ziehen kann. Dafür gibt es im Kontenrahmen entsprechende Automatikkonten gegen die beim verbuchen der Eingangsrechnung nach Lieferung gegen gebucht wird. Ich hab da noch nie Probleme bei einer USt-Nachschau gehabt.

Wenn Du, wie bei Internetgeschäften üblich, aufgrund der Auftragsbestätigung Vorkasse leisten mußt, ist der Absender trotzdem im Geschäftsverkehr zwischen Kaufleuten verpflichtet eine Rechnung zu erstellen. Hast Du nun Rechnungen oder nicht zu den Auftragsbestätigungen?

Das FA ist mit Sicherheit auf Dich gestoßen weil Du im Übereifer Belege eingereicht hast nach denen überhaupt keiner gefragt hat. Gerade bei der USt-VA gibt man elektronisch die Meldung ab und wenn das FA was sehen will dann melden die sich schon.

Außerdem widersprichst Du Dir hier. Du schreibst von eingereichten Auftragsbestätigungen zum Vorsteuerabzug und das Du dem Prüfer die Rechnungen nicht vorlegen kannst weil die beim FA sind. Was denn nun?

Antwort
von Soeren69,

Wie wäre das mit dem elektronischem Rechnungswesen? Dann hätten die Prüfer weniger Fragen gehabt: http://www.marktundmittelstand.de/archiv/2013/2013-02/zur-kasse-bitte/

Antwort
von blackleather,

Guck mal hier: http://www.gutefrage.net/frage/frage-zur-nachschau-der-umsatzsteuer#answer855724...

Da hat einer dasselbe Problem wie du!

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