Frage von teabag,

Frage zu Gehaltsabrechnung: Beschäftigungsbeginn letzte Woche im Monat - Berechnungsfehler

Guten Tag,

seit dem 26.11. bin ich in einer Festanstellung und habe für November bereits meine Abrechnung bekommen. Leider kann ich die Rechnungsgrundlage gar nicht nachvollziehen.

Mein Brutto-Gehalt wurde von der Buchhaltung durch 30 dividiert und dann mit 5 multipliziert. In diesen 30 Tagen ist aber auch das Wochenende mit inbegriffen, so dass die Buchhaltung dieses auch beim multiplizieren berücksichtigen muss, sprich mit 7 multiplizieren. Ich verstehe ohnehin nicht, warum das Gehalt durch 30 Tage und nicht durch 22 (Arbeitstage im November) geteilt wird (und dann richtigerweise mit 5 multipliziert wird).

Die Person, die für die Gehaltsabrechnungen zuständig ist, macht nur vage Aussagen. Das Unternehmen für das ich arbeite, benutzt DATEV. Der Buchhalter sagte, er habe keinerlei Einfluss auf die DATEV (wer bedient denn diese Sorftware, wenn nicht er?) und er hat sich dort erkundigt und es sei alles rechtmäßig. Auf meine Frage, ob er mir denn die Gesetze, auf denen diese Berechnung beruht, nennen/geben kann, sagte er, ich müsse mich selbst darum kümmern. Ich fühle mich hinters Licht geführt und offen gesagt für dumm verkauft. Es ist doch die Pflicht der Buchhaltung mir eine logische Erklärung für die Berechnung meines einwöchigen Gehaltes zu geben.

Kann jemand bitte weiterhelfen?

Vielen Dank.

Antwort
von Niklaus,

Was steht denn in deinem Arbeitsvertrag. Wie wirst du bezahlt. Nach Stunden oder Monatslohn. Wie viel Stunden / Woche musst du arbeiten, wie viel Tage / Woche. Fragen über Fragen.

Kommentar von teabag ,

In meinem Arbeitsvertrag steht, dass ich ein Monatsgehalt bekomme. Es ist ein Bürojob und somit immer ein fixes Gehalt. Ich arbeite 5 Tage / 40 Stunden die Woche, Überstunden werden nicht gezahlt, keine Fahrtkosten.

Antwort
von Tina34,

ok dann von jemandem der ein bisschen Ahnung von Gehalt hat:

also es gibt folgende Berechnungsmethoden:

  • Kalendertage
  • Arbeitstage
  • Dreissigstel

es ist dem Arbeitgeber freigestellt welche er wählt - alle sind zulässig. Nur hat er sich einmal entschieden ist diese "durchgängig" anzuwenden.

Somit ist die Berechnungsmethode vollkommen zulässig die in deinem Fall gewählt wurde.

Da bei dir nicht die Monatstabelle bei der Lohnsteuer angewendet wird sondern die Tagestabelle ist der Steuerabzug mit Sicherheit auch ok.

Somit hat dich keiner für dumm verkauft oder hinters Licht geführt nur die Personen haben vielleicht nicht da nötige Hintergrundwissen.

Kommentar von obelix ,

DH.

Hier ein Link, bei dem die Modelle vorgestellt werden (in der Mitte der Seite in einer Tabelle): http://www.lohn-info.de/lohnsteuerabzug4.html

Von wegen, der Buchhalter müsse es wissen... Dieser hat ja Datev nicht konfiguriert. Und die meisten Lohnbuchhalten hacken nur die Daten ein und liefern die Ergebnisse. Fehler sind nicht zu erwarten, genauso wenig wie Erklärungen.

Sollte zuviel Steuer abgezogen sein, dann hol sie dir wieder über die Steuererklärung. Fertig.

Antwort
von obelix,

geh mal in die Abrechnungen deiner letzten Arbeitgeber oder warte auf die vom Dezember. Bei den Abrechnugen, die ich kenne, steht irgendwo auch das Feld St.-Tg.. Dort findet man für jeden Monat, auch für den Februar, die 30 bei den meisten Arbeitgebern.

Ab wann läuft denn dein Vertrag? Ab dem 26.? Wenn dem so ist, dann finde ich das korrekt mit den 5/30. Du hast 5 von 30 Tagen gearbeitet.

Wenn du eine Basis von den Arbeitstagen willst. dann ist der Faktor ein anderer, aber mglw. an der Gesetzgebung vorbei.

Der AG legt die Varianten fest. Und nach denen kann man sich erkundigen, wenn man den Monat anteilig arbeitet.

Kommentar von teabag ,

Zunächst einmal danke für die Kommentare.

Was mich jedoch immer noch irritiert ist, dass innerhalb einer Rechnung zwischen "Kalendertagen" und "Arbeitstagen" gewechselt wird. Ist es wirklich legitim das Gehalt durch die Kalendertage zu teilen, beim Multiplizieren jedoch die Arbeitstage zu nehmen?

Wenn ich 5/30 lese, dann höre ich** fünf von dreißig Tagen habe ich gearbeitet.** Aber man arbeitet nie 30 Tage, da bei den 30 Tagen auch das WE mit einbezogen ist. Außerdem stimmt die Rückrechnung nicht:

Wenn ich z.B. 2000 Brutto verdiene und im ersten Monat nur 5 Tage arbeite, ergibt sich folgende Rechnung: 2000 : 30 = 66,6 x 5 = 333. Wollte ich das nun probehalber auf den ganzen November hochrechnen, ergibt sich folgendes:

66,6 x 22 = 1465 €

Komisch, sollten das nicht eigentlich wieder 2000 € rauskommen? Eine Teilung durch 30 Kalendertage ergibt nicht den Betrag, den ich pro Arbeitstag verdiene - fertig. Wie kann das rechtens sein?

Also wird diese Methode verwendet, um das "Tagesgehalt" zu drücken um dem AN so wenig wie möglich zu zahlen. Von allen Methoden ist dies die, bei der am wenigsten bei raus kommt.

Bin ich die einzige, die das so sieht? Oder übersehe ich hier einen springenden Punkt, der zu meiner Einsicht führen könnte?

Kommentar von obelix ,

deine Diskussion und Argumentation ist insofern mühsam, weil sie zu keinem Ziel führt. Du magst auch den Sinn des Steuersystems, z.B. der Progression in Frage stellen, aber manche Dinge sind eben so wie sie sind.

Wenn dir die 5/30 nicht passen, dann kannst du mit dem AG verhandeln, ob der 7/30 draus macht, also das WE vor dem Jobbeginn mitnimmt. Nur dann hätte dein Vertrag auch an einem Samstag beginnen müssen.

Das ist korrekt, was der AG hier macht. Und der Wechsel ist auch klar, weil du im 2. Monat keine taggenaue Abgabensicht mehr hast.


Tipp: hock dich mal ein Paar Stunden in die Lohnbuchhaltung, dann wird dir die Denke klar. Und dann wirst auch du verstehen, dass es eine Regelung geben muss und dazu mehrere Varianten.

Antwort
von EnnoBecker,

Also ich traue DATEV ja auch nicht richtig über den Weg und kontrolliere die Berechnungen immer mindestens auf Schlüssigkeit. Andererseits bin ich in Lohnsachen strunzdumm und könnte das nicht von Hand nachrechnen.

Aber ich verstehe dein Problem dennoch nicht. Welche konkreten Sorgen hast du? Gehalt zu klein, Steuerabzug zu groß oder was genau?

Beim Steuerabzug hätte ich ja keine Bauchschmerzen, die 3,52 Mehrsteuern ziehen sich ja ohnehin mit der Einkommensteuererklärung wieder glatt.

Kommentar von teabag ,

Ich habe einen 0815 Bürojob mit festem Gehalt. Ich werde nicht pro Tag oder pro Stunde bezahlt.

Mein Problem ist, dass es überhaupt keinen Sinn ergibt, wie die Rechnung zustande gekommen ist. Ich habe ein Monatsgehalt und da ich im November nur 5 Tage im Büro war (26.11.-30.11.) musste natürlich berechnet werden, wie viel ich pro Tag verdiene, damit man das auf die 5 Arbeitstage hochrechnen kann. Was ich nicht verstehe: wenn man mein Gehalt durch 30 teilt, kommt raus, wie viel ich pro Tag (inklusive Wochenende) verdiene. Dann hat DATEV dieses "Tagesgehalt" mal 5 gerechnet. Aber es ist zu wenig! Es sollte durch 22 (Arbeitstage! Ohne Wochenende) geteilt werden und mal 5 multipliziert.

Kann das jemand nachvollziehen oder verstehe ich die Grundregeln der Mathematik nicht?

Kommentar von EnnoBecker ,

Aha, jetzt habe ich es verstanden.

Leider bin ich hier nicht kompetent und muss mit dir hoffen, dass andere - wirklich Wissende - sich zu Wort melden.

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