Frage von Susanne66, 35

Frage zu erneuten Ansprüche an BG, die mangels Unterlagen abgelehnt wurden.

Hallo! Mein Vater (mittlerweile 76 J.) hatte 1968 einen Arbeitsunfall, bei dem er einen Schneidezahn verlor. Die Kosten für den Ersatzzahn wurden damals von der BG übernommen. Dieser Ersatzzahn muss jetzt (2013!) erneuert werden. Da die BG aus der Zeit von 1968 keine Unterlagen mehr hat und auch mein Vater über kein Aktenzeichen o.ä. verfügt, der behandelnde Zahnarzt leider nicht mehr lebt und sein Nachfolger ebenfalls über keine Unterlagen mehr verfügt, wurde sein Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt. Wer hat schon einmal einen ähnlichen Fall gehabt und kann mir Tipps geben, damit ich den Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid sinnvoll begründen kann? Zeugen des damaligen Ungalls können benannt werden. Der damalige Arbeitgeber hat leider vor mehr als 15 Jahren Insolvenz angemeldet, so dass dort auch keine Unterlagen mehr angefordert werden. Kann es zu Lasten des Geschädigten gehen, wenn bei der BG keine Unterlagen mehr vorhanden sind? Gibt es eine Stelle, die in einem solchen Fall dem Geschädigten zur Seite steht? Vielen Dank für jeden hilfreichen Tipp. Susanne S.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Primus, 34

Entweder wurde der Fall damals mit einer einmaligen Abfindung o.Ä. abgeschlossen und damit war die Sache für alle erledigt, oder aber Dein Vater hat sich ein Hintertürchen aufgelassen, indem er sich bescheinigen ließ, das auch in unbegrenzter zeit Folgeschäden reguliert werden.

Wenn dem so ist, muss er ein Schriftstück vorlegen können, dass ihm damals ausgehändigt wurde, um jetzt noch Kosten geltend zu machen.

Ohne so eine Bestätigung hat er keine Chance auf Kostenerstattung.

Antwort
von qtbasket, 27
  • 1968 einen Arbeitsunfall,

Das ist natürlich ein Problem !!! Das ist 45 Jahre her - da ist jede Frist verstrichen und auch die gesetzliche Unfallversicherung ist nicht verpflichtet 45 Jahre lang ihre Unterlagen, kein Aktenzeichen !!!, aufzubewahren. Der Leistungsfall wurde vor 45 Jahren abgeschlossen und auch ein Anspruch auf Verletztengeld, REHA oder Unfallrente ist bei einem Schneidzahn ausgeschlossen.

Ein Leistungsfall hat ein Aktenzeichen und der ist auch erst mit dem Ableben des Verletzten erledigt.

Auch eine evtl. Klage vor dem Sozialgericht wird nicht zugelassen werden, besonders deshalb weil es auch keine Zeugen mehr gibt.

Meine Einschätzung: Jegliche rechtliche Einrede wäre ohne Aussicht auf Erfolg.

Kommentar von Steeler ,

Du schreibst:

Auch eine evtl. Klage vor dem Sozialgericht wird nicht zugelassen werden, besonders deshalb weil es auch keine Zeugen mehr gibt.

TE schrieb aber:

Zeugen des damaligen Ungalls können benannt werden.

Kommentar von qtbasket ,

@steeler: typisch Oberlehrer , nix verstanden haben aber motzen...


es geht nicht um den Unfall, sondern um die Leistungspflicht - da damals kein Aktenzeichen angelegt wurde, ist auch niemals der Unfall als Arbeitsunfall anerkannt worden - und nach 45 Jahren wird das auch mit Zeugen nicht mehr eindeutig möglich sein. Wohlgemerkt : es geht um einen Schneidezahn....

Kommentar von Steeler ,

Der Oberlehrer nimmt zur Kenntnis, dass Du zwar austeilen kannst, aber keinerlei Hinweise verträgst. :) (Gemotzt oder kritisiert hatte ich ohnehin nicht.)


Aber es geht ja weiter:

... da damals kein Aktenzeichen angelegt wurde, ist auch niemals der Unfall als Arbeitsunfall anerkannt worden ...

Die TE schrieb aber:

Die Kosten für den Ersatzzahn wurden damals von der BG übernommen.

und

Da die BG aus der Zeit von 1968 keine Unterlagen mehr hat und auch mein Vater über kein Aktenzeichen o.ä. verfügt, ...

Der Unfall ist also offenbar anerkannt worden; da ist nix misszuverstehen.

Es mag natürlich trotzdem so sein, dass der einfach Vater keine Chance mehr hat, weil die Beweise nicht ausreichen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Einen schönen Sonntag noch. :)

Kommentar von qtbasket ,

Sorry Null Ahnung von der BG Welt !!!

Nach SGB VII gibt es keinerlei Ansprüche, da der "Arbeitsunfall" kein Arbeitsunfall nach dem Sozialrecht war - es gab eben nur eine einmalige Ersatzleistung ..


@steeler: ich werden deine Antworten demnächst auch einmal so ausfüghlich kommentieren, mal sehen wie du das findest !!!

Kommentar von Steeler ,

Sorry Null Ahnung von der BG Welt !!!

Habe auch nicht behauptet, viel Ahnung davon zu haben. Deine Argumentation passte nur eben nicht zum beschriebenen Sachverhalt.

ich werden deine Antworten demnächst auch einmal so ausfüghlich kommentieren, mal sehen wie du das findest !!!

Über konstruktive Kritik und Hinweise würde ich mich freuen!

Persönliche Befindlichkeiten sind hier ohnehin irrelevant. Viel wichtiger finde ich, dass die TE verstehen kann, warum der Vater keine Chance hat.

Kommentar von Primus ,

@Steeler: > Persönliche Befindlichkeiten sind hier ohnehin irrelevant

Damit hast Du genau ins Schwarze getroffen!!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community