Frage von chasper, 11

Frage wegen ungenauer Kündigung die ich erhalten habe

hallo, ich hoff ihr könnt mir helfen und zwar es geht darum, dass ich meine Kündigung bekommen habe und die nicht ganz verstehe. ich fang mal von vorne an:

ich arbeite seit 7. oktober 2013 im schlachthof in bamberg. Beim Vorstellungsgespäch sagte der Chef zu mir ich verdiene ca 1400-1600 euro man könnte das nicht genau beantworten und meine arbeitszeiten von 5- 15 uhr. Er sagte er will erst abwarten mit einem Arbeitsvertrag nach einem Monat wenn ich gut bin dann bekomm ich einen. doch wie sich danach herrausstellte bei meiner ersten lohnabrechnung bekam ich nur 8.50 pro stunde und für drei wochen 760 euro. als ich ihn darauf ansprach kamen nur plumpe ausreden.Die nächsten zwei monate danach also Nov und Dez war das auch ganz komisch. Ich habe meine stunden genau dokumentiert und habe beispielsweise letzten monat 175 stunden gearbeitet und auf der lohnabrechnung stand bezahlte arbeitsstunden 131 ich meine das sind 45 stunden die einfach weg sind. ich sprach ihn darauf an und er sagte ich bekomme keinen stunden lohn das ist das was ich gearbeitet habe in stundenlohn aufgeteilt aber das kommt mir wirklich weng komisch vor. Am montag den 6.januar 14, war ein feiertag, war ich krank weil ich so arg rückenschmerzen hatte ich glaube jeder kann sich vorstellen das die arbeit im schlachthof für eine frau sehr anstrengend ist ich rief ihn sonntag abends an ging nur die mailbox ran ich dachte mir ich schreibe ihn eine sms das er früh wenn er aufsteht gleich bescheid weis und planen kann. ich rief ihn sicherheitshalber frühs nochmal an aber er ging nicht ans telefon und war nicht erreichbar. montags war feiertag da konnte ich nicht zum arzt also musste ich bis dienstag warten bis ich zum arzt konnte.Jetzt hab ich meiner Kündigung bekommen: ich zitiere :

nach einer Krankenmeldung per sms am 6.1.14 habe ich bis heute noch keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von Ihnen erhalten.

Trotz Mehrmaligen mündlichen Abmahnung in der Vergangenheit ( in der Gleichen Sache), ändern Sie ihre Vorgehensweise nicht.

Da sie sich noch in der Probezeit befinden, erhalten sie hiermit ihre Künding.

also 1. ich habe die krankenmeldung sofort weggeschickt. und das es eigendlich nicht sein kann das sie keine bekommen haben.

  1. ich wurde in vergangenheit nie mündlich abgemahnt auser das ich einmal bei einer grippe meinen anschiss bekam weil ich früh vor arbeitsbeginn bescheid gesagt habe ich hätte einen tag vorher bescheid sagen müssen. ich meine woher soll ich einen tag zuvor wissen das ich am nächsten tag nicht arbeiten gehen kann. unverschähmt

  2. ich wusste nicht das ich in einer Probezeit war weil ich immer noch keinen arbeitsvertrag habe.

meine fragen jetz.. habe ich jetz eine Kündiigungsfrist von zwei wochen ? weil da nix steht? und Kann ich meine stunden einklagen ? wie kann ich mich dagegen wehren? danke schon mal im vorraus

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Antwort
von williamsson, 8

Also nach 4 Wochen spätestens, muss ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegen. Nach der gesetzlichen Regelung gibt es in den ersten 6 Monaten keinen Kündigungsschutz. Deine Arbeitszeit muss Dir natürlich bezahlt werden. Das Kündigungsschreiben bei Arbeitsgericht vorlegen und Widerspruch bzw. Kündigungsschutzklage Einreichern . Die helfen dabei. Nach Möglichkeit zum Anwalt und den ausstehenden Lohn einklagen. Beste Chancen auf Erfolg!

Kommentar von Zitterbacke ,

Also nach 4 Wochen spätestens, muss ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegen.

Nein , muß nicht !!

Wo steht es ? Zeig es mir .

Antwort
von Primus, 3

Wenn Du nicht die Möglichkeit eines Gespräches mit einem Betriebsrat, oder der Gewerkschaft hast, wende Dich an folgende Adresse:

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine kostenlose Hotline zum Thema Arbeitsrecht eingerichtet. Sie müssen nur die Telefonkosten selbst tragen (14 Cent/ Minute aus dem Festnetz).

Kostenlose Hotline Arbeitsrecht

Das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales stellt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein kostenloses Angebot zum Thema Arbeitsrecht dar.

Montags bis Donnerstags 8.oo h bis 20.oo h können Sie hier Antworten auf Ihre Fragen aus dem arbeitsrechtlichen Bereich erhalten.

Tel: 01805 - 67 67 13

Antwort
von LittleArrow, 3

Wenn kein Arbeitsvertrag vorliegt, dann gibt es auch keine Probezeit, sondern nur die gesetzliche Kündigungsfrist.

Hier solltest Du einen Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchen. Kündigungsschutzklage muss innerhalb von 21 Kalendertagen erhoben werden.

Die mündlichen Abmahnungen (eine oder mehrere) sind in dem Schreiben nicht ausreichend genug dargelegt, es fehlen z. B. Zeitangaben und weitere Details. Schon deshalb kann der Kündigung widersprochen werden.

Deine Krankmeldung am 06.01.2014 ist rechtzeitig erfolgt, aber es fehlte möglicherweise an einer Angabe der voraussichtlichen Krankzeit. Für den Zugang der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bist Du verantwortlich. Per Post schicken, ist daher keine gute Lösung.

Kommentar von Zitterbacke ,

Leider bedarf es keine Gründe für eine Kündigung in den ersten 6 Monaten .Denn erst nach dieser Wartezeit beginnt der Kündigungsschutz.

Auch ein mündlicher Arbeitsvertrag kann gültig sein.

Antwort
von Privatier59, 4

Das ist eine ganz dubiose Sache. Ich habe den Verdacht, dass man Dich mit Absicht übervorteilen will. Es scheint ja gerade in Schlachtbetrieben nicht ungewöhnlich zu sein, die Beschäftigten als selbständige Unternehmer führen zu wollen, um Sozialbeiträge einzusparen. War das bei Dir auch der Fall? Das müßte man ja sehr einfach anhand der Lohnabrechnung kontrollieren können. Für abhängig Beschäftigte werden Lohnsteuer und Sozialbeiträge abgeführt, für selbständige Unternehmer nicht.

Du selber hast den Fehler gemacht, da überhaupt mit dem Arbeitsbeginn anzufangen bevor ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt. Jetzt mußt Du innerhalb von 3 Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. An sich ist das kein großes Thema. Ich kenne Arbeitnehmer die das ohne Anwalt gemacht haben. Muster für eine solche Klage gibt es ua hier:

http://www.herbig.net/fileadmin/user_upload/herbig/hold/kuendigungs_versaeumnis....

Allerdings ist es bei Dir mit einer bloßen Kündigungsschutzklage ja nicht getan. Es besteht ja auch noch Streit bezüglich ausstehenden Lohns und zudem ist ja desweiteren der Inhalt des Arbeitsverhältnisses festzustellen. Das sind so knifflige Sachen, dass ich Dir an sich den Gang zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht nahelegen möchte.

Aus meiner Erfahrung in diesen Sachen weiß ich im übrigen, dass nur selten eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses das Ergebnis eines solchen Gerichtsverfahrens ist. Zumeist verständigt man sich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen eine Abfindung.

Antwort
von Zitterbacke, 2

Du solltest schnellstens mit diesem "Kündigungsschreiben" zum Arbeitsgericht . Dazu brauchst du noch keinen Anwalt .

Die Begründung halte ich erst mal für haltlos ! Die Möglichkeit der mündlichen Abmahnung besteht zwar . Aber ein Nachweis des Inhalts ist schwer zu erbringen.

Denn einer Abmahnung muss genau zu entnehmen sein, woran der Chef konkret Anstoß nimmt, also zum Beispiel an welchen Tagen sich der Mitarbeiter um wie viele Stunden verspätet hat. Zudem muss der Arbeitgeber die Rüge mit dem Hinweis verbinden, dass dem Arbeitnehmer eine Kündigung droht, wenn er auch in Zukunft im alten Fahrwasser verharrt.

In der "Probezeit" bedarf es außerdem keine Begründung .

Da nun in der Probezeit kein Kündigungsschutz besteht (erst nach 6 Monaten Wartezeit ), Kann eine Kündigung dennoch unwirksam sein !

Wenn nämlich die Form der Kündigung nicht eingehalten wurde.

Für jede Kündigung - unabhängig von der Anwendbarkeit des KSchG - gelten strenge Formvorschriften !

Als nächstes solltest du schauen , wer hat die Kündigung unterschrieben .

Ich denke da sind sicherlich formelle Fehler gemacht wurden.

Nachdem du beim Arbeitsgericht warst , solltest du dann doch einen Fachanwalt einschalten .

Dieser sollte sogleich deinen evtl. ausstehenden Lohn einfordern.

Viel Glück . Gruß Z... .

Kommentar von Gaenseliesel ,

DH ! Sehr richtig, wenn man so etwas liest könnte man k..........n ! K.

Antwort
von Tina34, 2

na ja in der Probezeit, wenn den eine vereinbart wurde kann der AG ohne Angabe von Gründen kündigen.

Ich hoffe mal du bist entweder in der Gewerkschaft oder du hast eine Rechtschutz die Arbeitsrecht abdeckt. Du solltest dir schnellstens einen Anwalt suchen und dich dort beraten lassen. Denke daran du hast keine Zeit zu verlieren, da die Fristen sehr kurz sind.

Der AG will dich los werden und das wird er auch schaffen jetzt geht es nur noch um Geld.

Kommentar von chasper ,

es wurde keine probezeit vereinbart und deswegen wundere ich mich das das in der kündigung drin steht. ich habe leider keinen rechtsschutz oder aber ich werde wohl definitiv zum anwalt gehen müssen :(

Antwort
von imager761, 3
habe ich jetz eine Kündiigungsfrist von zwei wochen ?

Nein.

Kann ich meine stunden einklagen ?

Nein.

Es gilt vielmehr:

  1. Ohne Arbeitsvertrag keine Probezeitvereinbarung

  2. Kein Kündigungsschutz in den ersten 6 Beschäftigungsmonaten, § 1 KSchG

  3. Eine fristlose Kündigung dringt durch, wenn du der Anzeigepflicht deiner Arbeitsunfähigkeit gem. § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG nicht nachkommst.

ich habe die krankenmeldung sofort weggeschickt. und das es eigendlich nicht sein kann das sie keine bekommen haben.

Den Zugang der AU hast du zu beweisen. Eine Kündigungsschutzklage dringt hier nicht durch.

G imager761

Kommentar von Zitterbacke ,

“ habe ich jetz eine Kündiigungsfrist von zwei wochen ? ”

Entschuldigung . Hat er doch !!

§ 622 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)

Kommentar von Gaenseliesel ,

;-)) ! " sie " , hat sie doch !

Kommentar von Zitterbacke ,

Diese Unterschiede allenthalben . :-))))

Kommentar von imager761 ,

Liest du eigentlich Kommentare, bevor du antwortest? Oder verstehst du sie nicht?

Da eine Probezeitkündigung mangels Vereinbarung ("(...) sagte der Chef zu mir, er will erst abwarten mit einem Arbeitsvertrag nach einem Monat wenn ich gut bin dann bekomm ich einen") ausscheidet, kommt bei schwerwiegendem Pflichtverstoß, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigumng nicht gem. § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG beigebracht zu haben, eine fristlose Kündigung n. § 626 BGB in Betracht.

Hätte er der Fragstelleirn mit 2 oder mehr Wochen Frist gekündigt, würde sie dann fragen?

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