qtbasket am 13.11.2009 um 19:54 Uhr
Der Opel-Mutterkonzern General Motors will nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle keine Staatshilfen beantragen. Der GM-Verwaltungsrat habe erklärt, GM schaffe die Opel-Sanierung aus eigener Kraft, sagte der FDP-Politiker in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".
Allerdings scheint bei GM darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen zu sein: Eine Sprecherin von GM Europe widersprach Brüderles Darstellung. Eine nachhaltige Restrukturierung von Opel brauche Hilfe und Unterstützung von allen Seiten, erklärte sie in Zürich. Dazu zähle auch die Unterstützung von Staaten und Mitarbeitern.
Die fünf Wirtschaftsweisen kritisierten das Krisenmanagement der Politik. "Im Fall Opel gab der Staat seine Rolle als Unparteiischer vollends auf, indem er versuchte, ein einzelnes Unternehmen gezielt zu retten", schreiben die Experten in ihrem neuen Gutachten. Solche Rettungsversuche verzerrten den Wettbewerb. Mögliche Belastungen für die Steuerzahler seien nicht zu rechtfertigen. Die Industriepolitik sollte darauf verzichten, Unternehmen als strategisch bedeutsam zu identifizieren und direkt zu unterstützen, empfehlen die Experten.

es kann nicht sein das immer nur die großen firmen staatliche unterstützungen bekommen.
wieviele mittelständische unternehmen gehen an wesentlich kleineren geldbeträgen konkurs und können KEINE hilfe bekommen obwohl sie zum steueraufkommen ordentlich beitragen.
GM will sich nur die Rosinen rauspicken. GM will die gute deutsche Technik kassieren.
GM und die Amis haben keine Ahnung vom Autobauen, dafür von Kreditkarten und dubiosen Finanzprodukten.
GM ist in kürzester Zeit "saniert" worden. Das war "Schuldenuhr auf Null stellen" mit staatlicher Hilfe. Ein typische Machart der Amerikaner, die nichts anders können als Schulden zu machen, und sie dann nicht zurückzuzahlen. Ein verlogenes, kriegstreibendes Volk, igittt....
Teilweise Zustimmung! Verlogene Schulden Politik (die niemand zurückzahlen kann) haben wir auch genug. GM war mehr als 50 Jahre der grösste Autoproduzent der Welt, weil die davon NICHTS verstehen? Ist mir zu einfach...

Der Staat darf keinen ausländischen Unternehmen deutsches Steuergeld hinterherwerfen.

Bin dafür, da ich meine, daß es nicht sein kann, daß Deutschland nicht nur Magna finanzielle Hilfen zahlen dürfte, sonst handelt D sehr unglaubwürdig. Wahrscheinlich war es aber von Anbeginn her falsch, sich überhaupt einzumischen, denn es sollte so sein, wer den Markt nicht überlebt, geht eben unter. Aber es standen auch Wahlen vor der Tür (leider). Bei kleinen Firmen hilft auch niemand. Für die Leute die dort arbeiten wäre ja der Sozialstaat da. Nun könnte es aber doppelt teuer kommen, erst Kredit geben, andere finanziellen Hilfen zahlen und am Schluß doch Insolvenzgeld und Arbeitslosengeld für die Opel-Mitarbeiter.
Es hängen zuviele Arbeitsplätze in Kaiserslautern, Eisenach, Rüsselsheim und Bochum von Opel/GM ab. Dazu noch die kleinen Betriebe im Umfeld und die Zulieferer. Es ist wie beim Dominoday. Fehlende Staatshilfen wären eine Katastrophe.
Staatshilfen für Opel sind genau so falsch wie für Banken und andere Pleiteunternehmen, das sollte unter Strafe stehen. Wichtiger ist es den Menschen zu helfen und nicht rüden Unternehmern mit früh kapitalistischen Starallüren wie GM oder Banken.Da müssen neue Ideen her...Die Intelligenz mit der Politik in Wahlkampfjahren Probleme löst ist leider umgekehrt reziprok zum Wachstum der Generationen-Schulden.

Opels Marktanteil hier in D ist in den letzten 15 Jahren von 16% auf nur noch 8% gesunken.
Wenn es Opel heute mies geht, dann hat das also nichts mit der Weltwirtschaftskrise zu tun - die hat das Problem allenfalls etwas verschärft - sondern mit massiven Managementfehlern im Unternehmen selbst.
Schon aus diesem Grunde bin ich strikt gegen eine Stützungsaktion des Staates und stimme dem damaligen Wirtschaftsminister zu Guttenberg zu, der schon im Frühjahr bereit war, auch eine Insolvenz zuzulassen.
Wenn ich sehe, dass GM jetzt wieder irgendwelche amerikanischen Manager an die Spitze setzt, die nicht Deutsch sprechen, die keine Ahnung vom deutschen Markt haben und den Job - wie meist auch ihre Vorgänger - allenfalls für zwei Jahre als einen Schritt in ihrer Karriere übernehmen, dann habe ich sehr wenig Hoffnung, dass Opel auf diese Art wieder zu einem gesunden und erfolgreichen Unternehmen werden wird.
Ausserdem dürfte unsere Regierung nach den EU-Regeln irgendwelche Subventionen an Opel ohnehin nicht an die Bedingung knüpfen, dass dafür Arbeitsplätze in Deutschland gesichert würden - unser Geld würde also im Zweifelsfall Jobs in Spanien oder Belgien oder Polen zu sichern helfen.

Auch wen e svermutlich Hilfen geben wird, weil man ja die 25.000 Arbeitplätze sieht.
Aber wir haben 3 Detusche Autounternehmen (VW, BMW, Mercedes) und ein Konzernunternehmen (Ford) die gezeigt ahben, das es auch anders geht.


Ich bin gegen die Staatshilfen für Opel, denn da würde sich der Staat ein weiteres Mal in den Wettbewerb einmischen und dadurch eigentlich nur einen schwächeren Marktteilnehmer stützen. Wer sich nicht am Markt halten kann, geht unter - so ist es nun mal. Für die Arbeitnehmer steht ja Arbeitslosengeld und sicher auch Abindungen bereit. Wenn ich meine Gastwirtschaft nimmer umtreiben kann, würde mir auch kein Staat helfen, die "Kleinen" vergißt der Staat immer, weshalb also den großen Firmen helfen, das ist meine persönliche Meinung.
