Frage von habeForderung,

Forderungen als Freiberufler gegen Start-up. Wandlung in Eigenkapital? Wie?

ich (Freiberufler) habe Forderungen iHv. 15.000 Euro gegen ein Start-up, eine junge Firma, die immer noch ein wenig klamm ist. Damit verzögern sich die Zahlungen meiner Rechnungen.

Man hat mir nun angeboten, dass ich meine Forderungen gegen Equity/EK wandeln könnte. Die Konditionen wären für mich ok. Nur ist mir nicht klar, ob ich die Forderungen 1:1 wandeln kann in dem Sinne, dann die Forderungen zu 100% in EK gehen.

Was passiert dann mit meinen Rechnungen? Buche ich die aus? Oder müsste ich genauer erst eine Zahlung erhalten (15.000), diese versteuern und dann 15.000 einzahlen?

Ich hoffe, mein Problem ist verstanden. Mir geht es darum, ob ich die 15k versteuert oder unversteuert einzahle in das EK.

Antwort
von blackleather,

Was passiert dann mit meinen Rechnungen? Buche ich die aus?

Du buchst nicht aus, sondern um: "Per Beteiligung an Forderungen"

Oder müsste ich genauer erst eine Zahlung erhalten (15.000), diese versteuern und dann 15.000 einzahlen?

Nein, das ist nicht notwendig. Bei Einbuchung deiner Forderung hast du den Ertrag ja bereits erfasst und somit versteuert und ggf. auch die USt. gebucht. Das ist also erledigt. Mit deiner Forderung kannst du nun anstellen, was du willst, z.B. sie auch gegen eine Beteiligung an einer anderen Firma tauschen.

Nur ist mir nicht klar, ob ich die Forderungen 1:1 wandeln kann in dem Sinne, dann die Forderungen zu 100% in EK gehen.

Könntest du. Du kannst aber auch ein Verhältnis von 1:3 oder 1:10 diktieren - je nachdem, wie stark deine Verhandlungsposition gegenüber dem anderen Unternehmen ist und je nachdem, wie hoch dessen Anteile zu bewerten sind.

Kommentar von habeForderung ,

ok. Damit kann ich (Freiberufler) die Forderungen "umbuchen" und muss nicht erst die Zahlung der Rechnung bekommen, versteuern und dann wieder einzahlen. Das wäre dann keine Lösung für mich, denn das wäre mir zu "teuer". 15k versteuert ist einiges für mich.

Kommentar von SafePirat ,

Das gilt aber m.E. nur, wenn er bilanziert und die USt- nach vereinbarten Entgelten berechnet. Wenn er seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahmen-/Überschussrechnung) ermittelt und/oder die USt nach vereinnahmenten Entgelten berechnet, ergibt sich m.E. schon eine Auswirkung, weil dann bislang der Ertrag noch nicht als Einnahme erfasst wurde und auch die USt noch nicht erklärt und abgeführt wurde.

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