Frage von Neukunde2013,

Fondssparplan für Normalverdiener

Hallo zusammen!

Ich möchte gerne mehr aus meinem Geld machen und in einen Fonds investieren. Dazu muss ich sagen,dass ich das Geld über hab,also in Notsituationen auch nicht ran muss. Hierzu möchte ich etwa 200 Euro monatlich investieren,um den Cost-Average-Effekt zu nutzen.

Wie sicher sind solche Fonds?Kann man als Normalbürger da ohne große Sorgen zu bekommen sein Geld anlegen?

Welche Fonds würdet ihr empfehlen? Wäre ein Aktienfonds etwas für jemanden,der eher auf Sicherheit aus ist,aber dennoch eine gute Rendite erzielen möchte?Wie hoch wäre die Rendite?

Kann man sowas selber abschließen übers Internet oder komm ich besser,wenn ich zu einer Bank gehe?

Danke schonmal im Vorraus ;)

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Aktienfonds & Fonds,

Natürlich kann man auch als harmloser Normalverdiener Sparpläne nutzen und somit über Fonds einen Vermögensaufbau oder eine Altersrücklage aufbauen.

Mischfonds schichten innerhalb des Fonds selbst von Aktien in Anleihen so um, daß die Anteile zur Marktsituation passen. Damit kann man einen soliden Kern eines Portfolios aufbauen.

Aktienfonds sind volatiler und können auch mal vielleicht 50% im Minus liegen. Schlecht, wenn man dann im Minus verkaufen muss, da man das Geld dringend benötigt. Langfristig sind solide Aktienfonds, die global diversifizieren, jedoch mit ca. 6-8% Rendite p.a. ein gutes Investment, das vor allem einen Inflationsausgleich schafft. Bedenke, daß globale Aktienfonds sehr USA-lastig sind und Emerging Markets nicht oder nur sehr gering enthalten.

Da Du in Europa - genauer: in der Eurozone - lebst, sollte ein Schwerpunkt in Europa liegen. Du könntest also mit einem Anlagehorizont von 10+ Jahren beispielsweise die 200 EUR in Sparpläne auf einen europäischen, aktienlastigen Mischfonds (100 EUR), einen globalen Aktienfonds (70 EUR) und einen Emerging Markets Aktienfonds (30 EUR) verteilen. Verwende thesaurierende Fonds, da dies für einen Zinseszinseffekt innerhalb der Fonds sorgt. Verwende Fonds, die idealerweise in EUR notieren, jedoch kein Hedging gegen den EUR durchführen, um Währungsrisiken zu minimieren.

Antwort
von Neukunde2013,

Gibts es nicht auf Fonds,bei denen man keine Fondsmanager bezahlt? ETF´s? Oder wie die auch immer gleich heißen.Sind die zu empfehlen?

Antwort
von Niklaus,

Bei dem Sparplan sind Aktienfonds zu bevorzugen wegen der vermutlich längeren Laufzeit. Fondssparpläne gibt es bereits für eine Mindesteinzahlung ab 25 € pro Monat. Folgende Vorteile bietet ein Fondssparplan: Jederzeitige Verfügbarkeit, jederzeitige Erhöhung, Reduzierung oder Kündigung, keine feste Laufzeit, keine Stornokosten.. Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Aktienfonds sind sehr gut diversifiziert, weil sie viele Aktien im Portfolio haben. Die Anlage ist inflationsgeschützt, da Aktien Sachwerte sind und auch insolvenzgeschützt, weil Aktienfonds Sondervermögen sind. Aktienfonds schwanken, weil die Märkte volatil sind, aber das hat nichts mit Sicherheit zu tun.


Man kann diese Sparpläne auch mit einem dynamischen Trailinglimit absichern. Das bedeutet, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus dem Aktienfonds in einen Geldmarktfonds und bei steigenden Märkten wieder zurück in den Aktienfonds. Durch die intelligente Kombination der Stopp-Loss-Order und der Start-Buy-Order kann man Kursverluste reduzieren und- Kursgewinne mitnehmen. Es wird nur das bereits angesparte Kapital geswitcht. Mit dem Sparbeitrag werden weiterhin Aktienfondsanteile gekauft. Durch den Einsatz des Trailinglimits kommt der Cost-Average-Effekt erst richtig zur Geltung. Es fällt kein Ausgabeaufschlag beim Tauschen an.

Kommentar von Tritur ,

Ich habe Dir einen DH gegeben, aber nur für den ersten Abschnitt.

Der zweite Teil mit dem Trailinglimit ist leider grober Unfug.

Market Timing funktioniert wegen seiner zahlreichen Fehlsignale noch nicht einmal bei Profis, der Fragesteller ist zudem Neuling. Die Gefahr aufgrund eines Fehlsignals aus dem Fonds auszusteigen und danach nur viel teurer wieder reinzukommen ist viel zu groß. Dies gilt besonders in dieser noch längst nicht ausgestandenen Finanzkrise, welche immer mehr Anleger in die Aktien treibt.

Kommentar von Niklaus ,

@Tritur. Ich schätze deine Antworten und deinen Sachverstand wenn es um Fonds geht. Aber bei dem Trailinglimit irrst du leider. Ich habe es dir schon mal erklärt. Stop & Go ist kein Markettiming. Es ist eine automatisierte softwaregestützte Methode.

Stop bedeutet: Bei Erreichen eines bestimmten Kurses in der Abwärtsbewegung, werden alle Fondsanteile eines Aktienfonds z.B. in einen sicheren Geldmarktfonds umgetauscht.

Go bedeutet: Bei Erreichen eines bestimmten Kurses in der Aufwärtsbewegung, werden alle Fondsanteile aus dem Geldmarktfonds wieder in den Aktienfonds investiert.

Du kannst dir das genauer auf meiner Website anschauen. Vor allem auch die Ergebnisse.

Kommentar von GAFIB ,

@Tritur: DH - völlig richtig, Market Timing funktioniert nicht - und sämtliche führenden Portfolio-Manager räumen dies offen ein!

Der Hauptgrund für Trailinglimits sind schlicht die zusätzlichen Gebühren, daran kann nicht der geringste Zweifel bestehen. Die sind ja auch noch nicht so lange im Markt, aber die (Depot-)Banken haben erkannt, dass damit quasi "automatisiert" erhebliche neue Gebühren zu generieren sind. Ganz klar: Finger weg!

Kommentar von Niklaus ,

@Gafib: Falsche Behauptungen werden durch Wiederholung nicht richtig.

Kommentar von GAFIB ,

@Niklaus: Machen wir doch gemeinsam mal den Praxistest: Was ist in den letzten Jahren denn passiert mit den Verwendern von Trailinglimits? Deren Portfolios wären vielfach komplett verkauft worden, z.B. beim Aktienmarktabsturz im August 2011. Und dann? Alles neukaufen, aber wann bitte? Wenige Wochen später wär der alte Trend schon wieder intakt. Wer aber wußte das und ist nach nur zwei Wochen wieder eingestiegen? Eben - niemand. Und so ein "Hin und Her" macht Taschen leer... (;-(

Kommentar von Niklaus ,

@GAFIB. Den Test kannst du nachlesen. In 2011 wurden kaum Fonds getauscht, weil neben dem Limit, bestimmter Prozentsatz des Höchstkurses, auch noch der gleitende Durchschnitt von 183 Tagen erfüllt werden muss um den Tausch zu generieren. Außerdem fallen für das Tauschen der Fonds weder Ausgabeaufschlag noch Transaktionskosten an.

Antwort
von althaus,

Wieviel man verdienen kann? Schau Dir mal auf Fondsweb.de den Chart von DWS Investa an. Den Fonds gab es 2006 zu 120 Euro ...in der Finanzkrise zu 55,- Euro, dann wieder zu 100 Euro, dann wieder zu 70 Euro, nun wieder zu 106 Euro. Wieviel Du verdienen kannst ist ganz davon abhängig wann Du den Aktienfonds gekauft hast. Zur Zeit kaufst Du wieder zu Höchstkursen. Ich würde Dir im Moment einen Mischfonds empfehlen und erst bei einem Kurseinbruch mit einem reinen Aktienfonds beginnen.

Antwort
von detlef32,

Ich habe für die Vorsorge meiner Tochter einen Fondssparplan auf Carmignac Patroime A WKN A0DPW0 abgeschlossen.

Mein Anlagehorizont liegt bei 20 Jahren.

Warum dieser Fonds? Gibt es erfolgreich seit 1989 (einfach Chart anschauen), ist globaler Mischfonds und hat in den letzten 25 Jahren alles richtig gemacht und ich erwarte, dass er auch in den nächsten 20 Jahren das meiste richtig macht. Warum soll ich selber in Aktien rein und raushüpfen und mir Gedanken ob besser in USA oder Europa oder doch Asien machen wenn ich sowieso einen Fondsmanager bezahle. Das kann der für mein Geld machen. Und natürlich glaube ich daran, dass manche Menschen bessere Manager sind als andere. Und Herr Carmignac gehört zu denen denen ich das gute managen abnehme. Wie gesagt schon aufgrund seiner langen erfolgreichen Historie.

Und hier findest Du seine Performance http://www.fondsweb.de/FR0010135103-Carmignac-Patrimoine-A-EUR-acc

Antwort
von Neukunde2013,

Danke schonmal für die vielen hilfreichen Antworten!

Also empfehlt ihr derzeit lieber einen Mischfond als einen reinen Aktienfond.Ok.

Nach welchen Kriterien genau such ich mir da jetzt was aus?Lieber nur einen oder mehrere?

Und wenn ich mich jetzt für einen im Internet entschieden hab...Wie ist die weitere Vorgehensweise?

Wie schon richtig bemerkt,hab ich noch nie selbst so etwas in die Wege geleitet.

War vor kurzem mal bei einer Dame von der Deutschen Vermögensberatung.Alles schön und gut.Aber ich will die Leute nicht mitbezahlen und außerdem ist es doch ein guter Anreiz sich selbst was Schönes zusammenzubasteln,was dann auch noch erfolgreich ist... ;)

Kommentar von Niklaus ,

Ich empfehle für lange Laufzeiten immer einen Aktienfonds. Er darf so gar etwas volatiler sein.

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