Frage von littlequestion, 10

Fondsgebundene Rentenversicherung richtige Wahl der Altersvorsorge?

Auswahl der besparten Fonds gut für einen solchen Vertrag geeignet ist. Also ich stelle die Kompetenz meines Maklers nicht in Frage. Ich vertraue ihm schon sehr da ich mit ihm da wirklich gute Erfahrungen gemacht habe und viel von den Beratungen hängen geblieben ist. Die Aufteilung ist wie folgt: FvS Muliple Opp. 40% ; DWS Global Value 20% ; Threadneedle European Select 20% ; Pictet Glabal Megatrend 10% und Magellan C 10% - Ich könnte nämlich jederzeit auch die Fonds tauschen. Kann man so eine gute Altersvorsorge für einen solchen Vertrag betreiben oder sollte man sich evt anders aufstellen. Die Versicherung ist von HDI. Die bisherigen Abrechnungen waren bis auf die Kosten, die ja normal sind die ersten Jahre recht erfreulich.

Antwort
von Springbutterfly, 10

Wie mir scheint, hast Du den Vertrag schon am Laufen. Wenn nicht, würde ich sagen: Als Arbeitnehmer zuerst eine Riesterrente abschließen, und diesen Riestervertrag so besparen, dass Du die volle Zulage mitnehmen kannst. In der Regel ist das dann ein sicherer verzinster Sparplan.

Wenn die erste Zusatzrente sicher ist (Riester) und Du die max. Sparsumme (2100 € / Jahr) ausgereizt hast, dann kann man mit einer zweiten Versicherung etwas mehr Risiko gehen und dann kann eine fondsgebundene Versicherung eine gute Wahl sein.
Die angesprochenen Fonds sind allesamt gut, ich habe einige davon selbst, scheint mir eine gute Empfehlung zu sein. Wenn die Spardauer lange genug ist, sollten diese Auswahl über die Jahrzehnte eine gute Rendite bringen...

Antwort
von Niklaus, 8

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten:„Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Beispiel:

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht und Vorsorgeform benötigt:

Basisrente: 779 €


Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 € Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 € Riesterrente: 779 €


Private Leibrente: 568 € Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich, um die Versorgungslücke abzudecken, beträgt je Schicht und Vorsorgeform:

Basisrente: 210 €


Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 € Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 € Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt)


Private Leibrente: 110 € Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Kommentar von Moneypro ,

Sehr gute Antwort.

Schau genau nach, was für Dich am geeignetsten ist. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Du mit der direktanlage in Fonds am besten abschneidest, da hier die Kosten am geringsten sind.

Vereinfacht kann man auch sagen: Riester, Rürup private Rentenversicherung nicht unbedingt das optimalste. Auf dem Hochglanzpapier schon, aber nach 20 Jahren.....gibt es vielerorts lange Gesichter....

Antwort
von Privatier59, 5

Das Depot besteht nur aus Aktienfonds. Die haben sich in letzter Zeit sehr schön entwickelt. Wenn Du allerdings mal die Kursentwicklung der letzten Tage anschaust, dann werden Dir schnell die Risiken bewußt. Da ist eben die Frage, auf welchen Zeithorizont Du die Altersvorsorge planst und, wieviel Du vom Thema verstehst. Wenn Du nicht rechtzeitig vor Ablauf der Versicherung die Umschichtung in sichere Anlagen wie Rentenfonds (Schwerpunkt Staatsanleihen EUR) vornimmst, steht Dir eine unangenehme Überraschung bevor.

Was ich außerdem nicht so ganz verstehe ist, weshalb man für eine solche Anlage eine Rentenversicherung abschließen muß. Du hättest auch unmittelbar in die Fonds anlegen und dabei den auf die Rentenversicherung entfallenden Kostenanteil sparen können.

Zu den Kosten kann man natürlich hier nichts sagen da wir die Höhe nicht kennen. Zahlst Du denn für die Fonds Ausgabeaufschlag? Da würde bei üblicherweise erhobenen Ausgabeaufschlägen von 5% über die Jahre hinweg große Beträge in die Kassen Dritter statt in Deine eigene fließen. Dabei gibt es doch so viele Möglichkeiten, sich Fonds ohne oder mit reduziertem Ausgabeaufschlag zu verschaffen.

Kommentar von littlequestion ,

Ich habe noch über 40 Jahre Zeit bis es zur Auszahlung kommt. Warum über solch einen Vertrag? Ich würde dies mit der Sicherheit der lebenslangen Rente begründen. Ausgabeaufschläge zahle ich keine. Ich bekomme allerdings Kickbacks/Cashbacks (weiß nicht genau wie sich das nennt) wieder zurück. Weiterhin befindet sich im Produkt Höchsstandsicherung und Ablaufmanagment sowie ein Wertsicherungsfonds. Die oben genannten Fonds sind nur 50 % der Anlage. Die restlichen 50 % werden von HDI aktiv verwaltet.

Antwort
von Candlejack, 6

Die Richtung der gewählten Fonds ist recht einseitig, funktioniert aber derzeit. Das Konzept HDI passt auch soweit, kann man lassen.

Antwort
von littlequestion, 5

also irgendwie wird jetzt hier nicht alles angezeigt: Zusatz: Bin 23 Jahre alt , zahle 250 Euro monatlich ein, mein Makler würde ich auch selber fragen - jedoch befindet er sich momentan leider sehr krank im Krankenhaus bzw wieder bei seiner Familie und da mag ich nicht stören...eine Übersicht über zu besparende Fonds http://lt.morningstar.com/0141et4822/multiquickrank/default.aspx?

Zusätzlich befindet sich ein Wertsicherungsfonds im Vertrag...Rendite Plus nennt sich dieser.

Antwort
von Patrizia425, 3

Das Problem an sich ist, dass bisher nur die Versicherer mit den Policen Geld verdienen. Viele Vorsorgemodelle mussten inzwischen angepasst werden, da sie sonst keinen Nutzen mehr für den Verbraucher haben. Das gilt für die Riester als auch für die Basisrente( Rüruprente.). Eine Alternative kann hier die Direktversicherung sein. Laut http://www.rueruprente-testbericht.de/2014/11/20/die-ruerup-rente-direktversiche... müssen dennoch auch gewissen Nachteile berücksichtigt werden.

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