Frage von haribi2000, 7

Folgender Fonds taucht hier öfters im Forum auf - Meinungen

Ich habe gestern schon eine Frage hier gestellt. Aufgrund der gegebenen Antworten möchte ich nun mal gerne Meinungen haben zu Triturs Antwort. Ich habe mir seine bisherigen Antworten einmal durchgelesen und festgestellt, dass er in seiner Antwort den RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds anspricht. Meinungen zum Fonds sind gerne gewünscht. Hier nochmal meine letzte Frage: https://www.finanzfrage.net/frage/25000-euro----10-fonds---zu-viel?foundIn=unkno...

Ich möchte ja eventuell noch einen Fonds mit ins Depot nehmen. In der Frage vom gestrigen Tag kann man nochmal meine Portfoliozusammenstellung sehen.

Für die Umfrage: Eure Meinung ist gefragt: Welches Instrument würde gut ins Depot passen und warum?

Gerne nehme ich auch Vorschläge/Anregungen und Kritiken an. Schließlich habe ich noch viele Investmentjahre vor mir. Vielen Dank für hilfreiche Antworten aus meiner letzten Frage und auch für die vielen Beiträge der User hier, die sich intensiv mit den Fragen der Fragesteller auseinander setzen. Habe heute echt viel lesen können und dabei einiges dazu gelernt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 7

Solange Du keine konkreten Fonds nennst, die schon im Portfolio sind, kann man doch nichts sagen...

Den RIV-Fonds finde ich persönlich wenig begeisternd. Da mögen andere Meinungen anders lauten.

Robeco Global Premium ist ein LargeCap-Fonds, der wahrscheinlich mit Deinem "Aktien global" Portfolioanteil Überlappungen haben wird.

JPM Global Focus hält sich ganz gut, wäre aber nicht meine Präferenz als globaler Fonds.

J O Hambro Global Select ist ganz nett und auch gut gelaufen, aber an diesem Fonds stört mich, daß er eine Performancegebühr hat und Europa fast schon ausklammert. Man kann diesen in das Segment "Aktien global" aufnehmen.

REITs sind wahrscheinlich bei Deinen Dividendenfonds schon enthalten. Ansonsten kannst Du IMHO darauf verzichten. Das muß nicht sein.

Rohstoffaktien sind schon eher interessant, da man hier antizyklisch einsteigen könnte. Auf Sicht von 5-10 Jahren gibt es da deutliches Potential.

Rentenfonds sind derzeit nicht wirklich spannend und auch von der Perspektive her nicht dringend notwendig. Mit Deinen Mischfonds hast Du wahrscheinlich schon mehr Rentenanteile als Dir lieb sein sollte.

Was hier wirklich noch fehlt, wäre das Segment Latin America.

Ebenso dürften die bisherigen Fonds eher LargeCap/MegaCap-Fonds sein, d.h. es fehlen Small/MidCaps.

Ohne die Positionen zu kennen, würde ich hier jedoch keine Hypothese wagen.

Kommentar von Tritur ,

Den RIV-Fonds finde ich persönlich wenig begeisternd. Da mögen andere Meinungen anders lauten.

Da hast Du recht. Alle, die ihr Brot mit der Vermittlung von Fonds verdienen, sind von Fonds, welche weder einen Ausgabeaufschlag haben, noch jährliche Bestandsprovisionen zahlen, wenig begeistert. Noch dazu, wenn es sich um gute flexible Mischfonds handelt, welche der Anleger nie mehr umschichten will.

Anderer Meinung sind die Anleger, die sich über eine problemlose und bequeme Fondsanlage freuen, welche zudem mit ihren Gesamtkosten erheblich unter dem Durchschnitt liegt. Eine jährliche Kostenersparnis von 1% bedeutet auf lange Sicht einen enormen Mehrertrag. Wer als 22-jähriger 25.000 € bis zu seinem 67. Lebensjahr zu 6% anlegt, hat nach diesen 45 Jahren 344.000,- €. Ist die Rendite aufgrund der um 1 % niedrigeren Kosten aber 7% p.a. steigt das Vermögen im gleichen Zeitraum auf 525.000,-€ !!!

Kommentar von gandalf94305 ,

Alle, die ihr Brot mit der Vermittlung von Fonds verdienen

Dazu gehöre ich nicht. Ich bin harmloser Privatanleger.

welche zudem mit ihren Gesamtkosten erheblich unter dem Durchschnitt liegt

Für mich stehen an erster Stelle die Performance und die Robustheit eines Fonds. An zweiter Stelle kommen die Kosten. Passen alle Parameter unter dem Strich, ist ein Fonds ein valider Kandidat.

Aber wie schon gesagt: Entscheidungen für oder gegen Fonds sind immer persönlich, individuell und relativ zu einem Gesamtergebnis.

Kommentar von Tritur ,

Für mich stehen an erster Stelle die Performance und die Robustheit eines Fonds. An zweiter Stelle kommen die Kosten. Passen alle Parameter unterdem Strich, ist ein Fonds ein valider Kandidat.

Eine tolle Performance kommt oft durch mehr Glück als Verstand zustande. Es musste schon ein sehr unglücklicher Fondsmanager sein, der in den vergangenen sechs Jahren ein Plus weniger als 80% erzielt hat. Für die nächsten Jahre  würde ich mich auf so ein Glück nicht verlassen. Da kommen dann niedrige Fondskosten groß raus. Die sind aus meiner Sicht in den nächsten Jahren das wichtigste Kriterium für einen guten Fonds.

Auch die von Dir genannte Robustheit ist interpretationsbedürftig. Nicht für robust sind für mich Fonds mit einem hohen Rentenanteil – auch bei besten Bonitäten. Nicht robust sind Fonds, welche Aktien an andere Finanzinstitute verleihen (Tausch von Sachwerten in Forderungen) oder einen großen Anteil von Derivaten im Depot haben. Zweifel an der Robustheit habe ich auch bei Fonds, die nicht von einem Team, sondern von einem einzelnen „Genie“ verwaltet werden.

Kommentar von haribi2000 ,

Eine tolle Performance kommt oft durch mehr Glück als Verstand zustande. Es musste schon ein sehr unglücklicher Fondsmanager sein, der in den vergangenen sechs Jahren ein Plus weniger als 80% erzielt hat.

Also über 13 % im Jahr finde ich stark. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so viele Fonds die letzten Jahre geschaft haben. Ich prüfe aber gerne nochmal nach. Der RIV Vermögensverwalterfonds hat es geschafft im Zeitraum vom 01.04.2009 bis zum 01.04.2015 13,86 % p.a. zu erzielen. Das ist in der Tat ein ordentliches Ergebnis. Von knapp 300 angezeigten Mischfonds Flexibel Welt haben jetzt ca. 10% der Fonds das Kriterium 50 % in 5 Jahren erfüllt. Mit 6 Jahren wäre das jetzt in meinem Rechner etwas kompliziert geworden. Was ich damit sagen möchte - Es muss ziemlich viele unglückliche Manager geben.

Sicherlich wird es aufgrund unterschiedlicher Ansätze etc schwierig dies einfach mal spontan nach Fondskategorie zu vergleichen.

Für die Entwicklung einer guten Rendite ist es nicht nur entscheidend in guten Marktphasen sauber nach Oben zu schwimmen. Besonders in schlechten Phasen ist das Managment gefragt. Im Bezug auf die Kosten stimme ich zu 100% zu. In schlechten Phasen spielt die Kostenbelastung eine größere Rolle als im Aufwind. Trotzdem muss das Managment eines flexiblen Fonds auch Verluste begrenzen.

Nehmen wir das Jahr2011:

  • RIV VVF- steht ein Minus von 6,2 %
  • RW Portfolio Strategie UI -1,05%
  • Global Opportunities HAIG - WorldSelect B - Minus 4,43 %
  • BHF Flexible Allocation FT -  0%
  • BGF Global Allocation Fund A2 EUR - Minus 1,25%
  • Franklin Global Fundamental Strategies Fund A Ydis EUR - Minus 1,76%
  • Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R- Plus  7,37%

Ich könnte jetzt noch deutlich mehr hier aufschreiben. Ist aber nicht zielführend. Jedenfalls nützen ein die eingesparten Kosten recht wenig wenn das Minus nicht begrenzt wird. Der Verlustdurchschnitt von 2011 liegt übrigens bei knapp 10 %in dieser Kategorie. Von daher hat der RIV das gut gemacht. Es haben von diesen ursprünglichen 10 % der übrigen Fonds es allerdings trotz höherer Kostenbelastung noch deutlich viele einfach besser hinbekommen als der RIV.

Für die nächsten Jahre  würde ich mich auf so ein Glück nicht verlassen. Da kommen dann niedrige Fondskosten groß raus. Die sind aus meiner Sicht in den nächsten Jahren das wichtigste Kriterium für einen guten Fonds.

Du gehst also von mehreren schlechten Jahren aus. Das ist in Ordnung und es ist gut wenn man sich dann auf nen guten flexiblen Mischfonds verlässt. Allerdings hat der Fonds es 2011 nicht geschafft die Verluste trotz niedrigerer Kosten besser einzudimmen als über 70% der Fonds, die in die oben genannte Renditeerwartung hineinfallen. Wenn es jetzt mehrere schlechte Jahre geben sollte - wenn dieser Fonds das dann auf die Zeit auch nicht hinbekommt sind die tollen Zahlen der vielen glücklichen Manager dahin. Da ich ja schon festgestellt habe, dass es in den letzten Jahren doch nicht so viele glückliche Manager gab fällt bei diesem Szenario der RIV in die glücklose Schicht. Trotz niedriger Kosten. 

Wie möchte das dreiköpfige Managmentteam also die Verluste begrenzen. 

Man wird zu jedem Fonds, zu jeder Zeit und zu jedem Kriterium andere Fonds finden, die gerade mal besser sind.  Die Vorstellung man könne einen Fonds finden der immer und überall der Beste ist, ist und bleibt leider eine Illusion. Solche Vorstellungen geistern in vielen Anlegerköpfen und verführen zu wilden und teuren Umschichtungen und letztlich zum Misserfolg. Hat man einen Fonds erwischt, der mit den wichtigsten Kriterien zuverlässig im ersten Drittel seiner Vergleichsgruppe liegt, kann man sich zufrieden zurücklehnen.

Das sehe ich auch so, ich sehe allerdings die Gefahr, dass dieser Fonds bei einer länger schlecht laufenden Phase nicht mehr zu diesem Drittel gehören könnte. Prinzipiell sind das alles nur Mutmaßungen. Es kann wenns dumm kommt jeden Fonds treffen. Es gibt da keine Sicherheit. Es ist auch gut , dass Du Deine Meinung so vertrittst wenn Du seit Jahren davon überzeugt bist.

Fortsetzung im nächsten Kommentar

Kommentar von haribi2000 ,

Die Vermögensverwaltung gibt es jetzt seit 1996. Laut Angaben der Internetseite ist die durchschnittliche Performance der Verwaltung p.a. bei 9,6 % - Also kann ich von meiner Seite jetzt auch sagen, dass man sicher keinen schlechten Fonds hat. Jedoch mag ich Jammern auf hohem Niveau :-)

Den Part mit Korrelation verstehe ich nicht ganz im Zusammenhang. Evt darauf nochmal eingehen. Ich finde nicht, dass knapp 250 Mio Volumen für nen Mischfonds jetzt so viel ist, dass man da schon in Schwierigkeiten kommen könnte das Geld weltweit anzulegen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es für nen Manager schwieriger ist wenn er die 20 fache Summe der 250 Mio verwalten soll. Bei einem Anstieg der betreuten Kundengelder bis auf knapp 250 Mio Euro Volumen ist es für mich vollkommen verständlich, dass Du diesbezüglich noch nichts erkennen konntest.

Warum ist denn Gandalf eigentlich nicht so sehr von diesem Fonds angetan? Wieso findest Du ihn " wenig begeisternd " ?

Kommentar von gandalf94305 ,

Zunächst mal: es liegt mir fern, irgendeinen Fonds pauschal hochzuloben oder mit vernichtendem Urteil zu belegen (außer er kommt von Deka). Jeder muß für sich selbst entscheiden, welche Fonds passen und "gut" für das eigene Portfolio sind. Hier gibt es keine allgemeingültigen Regeln und alleinglücklichmachenden Fonds. Genauer: würde es einen "besten" Fonds geben und sehr viele Anleger in diesen Fonds investieren, würde das diesen Fonds in seiner Performance vernichten.

Genauso verhält es sich mit Volatilität. Diese ist schlecht, wenn man gerade verkaufen will und der Fonds letzte Woche 30% in die Tiefe hopste. Diese ist aber für einen langfristigen Investor positiv, da man durch Nutzung der Auf-und-Abs passend (in Grenzen) Gewinne mitnehmen, vor allem jedoch später wieder günstig aufstocken kann. Das erfordert mehr Arbeit und daher empfiehlt sich für "Buy-and-hold" Anleger eher etwas mit geringere Volatilität. Wer sich aber für einen schlauen Market-Timer hält, handelt eher zu hektisch.

Weiterhin ist es unsinnig, zu tief in die Abgründe eines einzelnen Fonds einzutauchen, da wir dieses spezielle Fondsmanagement nicht persönlich kennen. Selbst würden wir es kennen, könnten wir den Anspruch erheben, die zukünftigen Entscheidungen auch zu kennen? Letztendlich ist es doch gerade die Unsystematik in einem "menschlichen" Fondsmanagement, die den Vorteil gegenüber einem reinen Indextracking im Stil eines ETF bietet. Ein menschliches Fondsmanagement kann auf Sondersituationen reagieren - muß es aber nicht. Und viele tun es auch nicht - insbesondere diejenigen, die eine Performancefee haben und wissen, daß wenn sie im Abschwung kräftig dabei sind, in der Erholung nette Performancegewinne einfahren werden.

Letztendlich wissen wir doch eigentlich gar nichts über die zukünftige Marktentwicklung und müssen nun überlegen, ob wir die Illusion eines vermögensverwaltenden Fonds haben wollen oder die eines selbst verwalteten Portfolios. Das ist eine Frage der zur Verfügung stehenden Zeit und der Erfahrung. Auch Vermögensverwaltungen kochen nur mit Wasser - tendenziell jedoch besser als naive, unerfahrene Anleger.

Wer also in eine Mischung aus REXP und MDAX seit 2008 investiert hat, wäre besser gelaufen als der RIV-Fonds. Nur, wer wußte das damals schon?  Wir können als Anleger doch immer nur im Nachhinein die Qualität unserer Entscheidungen bewerten. Jeder muß für sich einen Weg finden. Alleine, mit Hilfe oder über eine Vermögensverwaltung.

Wir sollten zufrieden sein, wenn unsere Portfolios langfristig die Inflation nach Steuern schlagen und noch ein paar Prozentpunkte Überrendite liefern. Der nächste Crash kommt bestimmt.

Kommentar von gandalf94305 ,

Und mein letzter Kommentar dazu: vergleiche doch den RIV-Fonds mal mit dem Arero :-)

Kommentar von gandalf94305 ,

Und hier die Antwort auf die Nachfrage:

Sicher. Die 80% gelten insbesondere für Fonds, die im Umfeld der Finanzkrise aufgelegt wurde. Das ist doch ein alter Trick der Fondsgesellschaften. Neue Fonds, die in einer Krise ins Leben gerufen werden, schwimmen mit der Nachkrisenerholung hübsch nach oben und zeigen eine wundervolle Performance. Ganz so sehr hat RIV dem Frieden aber doch nicht getraut und ging sehr vorsichtig vor.

Man erkennt jedoch schon die Qualität eines Fonds, wenn dieser in eine Krise noch mit hineingerät, z.B. beim RIV-VV-Fonds im Vergleich zu BGF Global Allocation, Franklin Templeton Global Fundamental Strategies, Threadneedle Global Asset Allocation oder sogar dem Carmignac Investissement. Schau doch mal die Phase um 2009 herum an. Wer fällt kräftig, erholt sich aber dann nicht überproportional nach der Krise?

Plus 80% sind ok, aber wenn andere Fonds +100% oder +130% schaffen, dann ist das nicht mehr so relevant. Glück scheint der RIV-Fonds daher nicht gehabt zu haben. Verstand alleine reicht nicht.

Du wirfst da nun eine Menge in einen Topf (Rentenanteile, Wertpapierleihe und Derivate), was nicht zusammengehört und auch nichts mit Robustheit zu tun hat. Immerhin sind die doch so performancebedrohten Rentenfonds im letzten Jahr mal wieder ganz gut gelaufen. Es zählt das Ergebnis. Warum sind die von Dir genannten Punkte schlecht? Welcher Fonds ging bankrott aus diesen Gründen? Warum schlägt ein Kapital Plus, Templeton Global Total Return den RIV-Fonds? Warum ist ein Carmignac Patrimoine trotz Durchhängern beim gleichen Ergebnis bei geringerer Volatilität?

Ich kenne einige Fondsmanager und keiner von denen hat im Schreibtisch eine Liste von Regeln, die täglich abgearbeitet werden. Gerade diejenigen Fonds, bei denen Erfahrung und Marktkenntnis im Fondsmanagement vorhanden ist, jedoch auch nicht das Korsett der Indexnähe besteht, differenzieren sich nur, wenn die Fondsmanager etwas von ihrem Geschäft verstehen. Flexible Mischfonds sind oft nicht sehr flexibel, da die Fondsmanager nichts mit der Flexibilität anfangen können. Fondsmanagement ist immer Teamarbeit - auch wenn am Ende einer entscheidet.

Vermögensverwaltungen haben oft konservativere Ansätze, die Risiken meiden. Aus diesem Grund stehen deren Fonds nicht unbedingt in den Hitlisten und zeigen in guten Marktphasen eine unterdurchschnittliche Performance. Sie müssen dann aber auch ihre Qualität in Zeiten wie 2009 oder 2011 zeigen, indem sie nämlich weniger als der Markt fallen. Manche VV-Fonds tun das eben nicht.

Kommentar von haribi2000 ,

Hallo Tritur,

ich versuche deine Ansichten zu verstehen und kann dabei auch einige Argumente nachvollziehen.

Auf der Internetseite liest sich das ja auch alles schön und gut.

Du sprichst von einem flexiblen Mischfonds, so sehr flexibel kann dieser Fonds aber nicht sein, wenn angegeben wird, dass der Schwerpunkt des Fonds immer auf Aktien liegt. Dies verbinde ich nicht mit dem Wort flexibel. 

Wenn man den Fonds jetzt vergleicht mit ebenfalls flexiblen internationalen Mischfonds fällt mir auf, dass die Volatilität höher zu anderen Fonds ist trotz schwächerer Performance.

https://www.fidelity.de/de/fonds/fondsvergleich.page#/

Ich hoffe der Link funktioniert.

Zum Vergleich zum Flossbach von Storch Multiple Opportunities Fonds, Franklin Global Fundamental Strategies Fund A acc EUR und dem BHF Flexible Allocation FT ist der RIV volatiler und wirft unterm Strich trotz der niedrigen Kosten keine Mehrrendite ab. Er bleibt zu den anderen Fonds sogar zurück.

Das Kostenargument fällt daher für mich raus. Wenn man ala Anleger einen wenig volatilen Fonds mit guter Performance im Depot hat kann ich mir auch nicht vorstellen, dass man den dann freiwillig tauscht.

Welche Argumente lassen Dich von diesem Fonds so überzeugt sein? Ich möchte es nachvollziehen können. Sicher ist es kein schlechter Fonds. Bisher denke ich nur, dass es bessere gibt.

Wie kommen die 3 Fondsmanager zur Auswahl der Titel - machen die das am Schreibtisch einfach so oder haben die auch die Möglichkeiten auf Ressourcen von zB. Templeton zurückzugreifen? Reisen da die Manager und schauen sich Unternehmen an? Wieso ist der Fonds so deutlich besser und geeigneter für so ziemlich jeden hier? Wieso wird bei den meisten Fondsfragen hier von Dir dieses Produkt als Ideallösung bzw. gute Lösung als Antwort verfasst? Woher stammt diese totale Überzeugung?

Kommentar von Tritur ,

Du sprichst von einem flexiblen Mischfonds, so sehr flexibel kann dieser Fonds aber nicht sein, wenn angegeben wird, dass der Schwerpunkt des Fonds immer auf Aktien liegt. Dies verbinde ich nicht mit dem Wort flexibel. 

Wenn man den Fonds jetzt vergleicht mit ebenfalls flexiblen internationalen Mischfonds fällt mir auf,dass die Volatilität höher zu anderen Fonds ist trotz schwächerer Performance.

Kapitalverwaltungsgesellschaft und Fondsmanager sprechen von einem flexiblen Mischfonds mit dem Schwerpunkt auf Aktien. Im Fondsprospekt wird aber präzisiert, dass der Aktienanteil im Extremfall auch 0% betragen darf.

Man wird zu jedem Fonds, zu jeder Zeit und zu jedem Kriterium andere Fonds finden, die gerade mal besser sind.  Die Vorstellung man könne einen Fonds finden der immer und überall der Beste ist, ist und bleibt leider eine Illusion. Solche Vorstellungen geistern in vielen Anlegerköpfen und verführen zu wilden und teuren Umschichtungen und letztlich zum Misserfolg. Hat man einen Fonds erwischt, der mit den wichtigsten Kriterien zuverlässig im ersten Drittel seiner Vergleichsgruppe liegt, kann man sich zufrieden zurücklehnen.

Wenn Du näheres über die Arbeitsweise eines Fondsmanagements erfahren willst, solltest Du dieses direkt ansprechen. Ich kann Dir aus langer Anlegererfahrung nur sagen, dass ich eine zuverlässige Korrelation zwischen der Größe des verwalteten Fondsvermögens und der langfristigen Performance noch nie erkennen konnte.  

Ich bin Investor in beiden RIV Fonds und war schon viele Jahre vorher zufriedener Kunde in der individuellen Vermögensverwaltung der R.I. Vermögensbetreuung. Daher mein Vertrauen.


Antwort
von Rat2010, 5

Meine Meinung zu Triturs Antwort ist, dass Tritur zu dem Fonds scheinbar irgendein Verhältnis hat. Ob er ihn vertreibt (eher unwahrscheinlich) oder sich eigenen Entscheidungen schön redet ist realtiv einerlei. Es gibt in der Kategorie jedenfalls fast nur bessere.

Sonst muss ich mich leider Apolon anschließen. Fachleute dürfen in Foren keine Meinung zu Fonds abgeben und schon gar nicht beraten. Man hat hier das Glück, dass der Laie gandalf Ahnung hat und er darf. Nimm siene Meinung also ernst. Nur hat das wie auch er schreibt wenig damit zu tun, was für dich richtig ist. Die Sicht eines Laien mit einem egal wie großen Portfolio ist anders als die eines Profis, der jeden Tag Kunden in den verschiedensten Lebenssituationen berät und dabei ein vielfaches an Fonds einsetzt. 

Kommentar von Tritur ,

Ich habe mir den § 31 WpHG angesehen und da folgendes gelesen:

„Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen ist verpflichtet,…sich um die Vermeidung von Interessenkonflikten zu bemühen". Und weiter: "Alle Informationen einschließlich Werbemitteilungen, die Wertpapierdienstleistungsunternehmen Kunden zugänglich machen, müssen redlich, eindeutig und nicht irreführend sein.“

Ich stelle fest, mit Deiner Aussage:

Es gibt in der Kategorie jedenfalls fast nur bessere.

hast Du massiv gegen den § 31 WpHG verstoßen. Bist Du schon im Ruhestand, oder warum schreckt Dich das von Dir erwähnte Berufsverbot nicht?


Kommentar von Rat2010 ,

Wenn es dir um die Redlichkeit der von dir gekennzeichneten Aussage geht, schreckt es mich nicht, dass das jemand anzweifeln könnte.

Bitte beschäftige dich mit dem Markt. Es würde mich wundern, wenn du dann zu einer anderen Einschätzung kommst als alle anderen, die sich mit dem Markt beschäftigen.

Ich bin der Chef von drei Beratern und habe gute Anwälte. Es ginge dann mit mir im Aufsichtsrat weiter. Auch wenn ich vermeiden will, dass das vor der Zeit passiert.

Kommentar von Tritur ,

Die anderen, welche sich mit dem Markt beschäftigen, z. B. die FAZ http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/fondsbericht/neue-spitzenreiter-u... teilen Deine Meinung nicht. In diesem Fondsbericht steht der Rationalinvest unter den untersuchten 134 Mischfonds an 10. Stelle (und an zweiter Stelle der Fonds mit deutscher Domizilierung).

Ein älterer Herr fährt auf der Autobahn. Der Verkehrsfunk meldet einen Falschfahrer. "Was einer?", ruft der Herr, "es sind hunderte"! Die guten Anwälte des Falschfahrers, konnten später diesen vor dem Entzug seines Führerscheins nicht retten.

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