Frage von colemi,

Firmenwagen im Arbeitsvertrag zugesprochen - 3 Monate später erst erhalten.

Hallo,

ich habe laut Arbeitsvertrag einen Firmenwagen-Anspruch ab dem 01.07.2012 gehabt und diesen erst a 01.10.2012 zur Verfügung gestellt bekommen. In dieser Zeit musste ich die Spritkosten in Höhe von monatlich ca. 250 Euro selber tragen. Laut Aussage meines Chefs wollte er dieses "wiedergutmachen"... Dieses ist bis heute NICHT geschehen...

Nun wurde mir zum 31.03.2013 gekündigt.

Folgende Fragen habe ich nun:

Kann ich für die 3 Monate das Spritgeld einfordern ?

Ich habe noch 9 1/2 Tage Urlaubsanspruch (7,5 aus diesem Jahr und 2 Tage Resturlaub aus 2012). Da ich zur Zeit krank geschrieben bin und höchstwahrscheinlich bis zum 31.03.2013 auch nicht wieder genesen bin, habe ich einen Anspruch auf Auszahlung der Urlaubstage zzgl. Anspruch auf Urlaubsgeld für diese Zeit (Urlaubsgeld ist vertraglich vereinbart) ?

Ich würde mich über eine schnelle Antwort SEHR freuen, weil ich ja jetzt meine Ansprüche schnellstens stellen muss.

Vielen Dank vorab !

Antwort
von gammoncrack,

Bezüglich des Firmenwagens stellt sich doch nur die Frage, was explizit im Arbeitsvertrag steht. Die Frage ist von hier aus nicht zu beantworten.

Der Urlaub dieses Jahres ist vom AG abzugelten, wenn Du aufgrund der Erkrankung keine Möglichkeit mehr hast, ihn zu nehmen.

Der Resturlaub aus dem Vorjahr muss ebenfalls vergütet werden, wenn er wegen der Erkrankung nicht genommen werden konnte. Hier muss allerdings ein wenig aufpassen. Falls Du mehr als den gesetzlichen Urlaubsanspruch hattest, können die darüber hinausgehenden Tage trotzdem verfallen sein. Hier musst Du einmal in den Tarifvertrag schauen. Denn über den kann auch eine andere Regelung festgelegt worden sein.

Kommentar von colemi ,

Vielen Dank erst´einmal für die schnelle Antwort.

Leider bin ich immer noch nicht schlauer...

Im Arbeitsvertrag steht, dass mir ab dem 01.07.2012 ein Firmenfahrzeug zur Verfügung gestellt wird..

Dass ich die Urlaubstage ausgezahlt bekomme dachte ich mir schon. Ich frage mich nur, ob ich für die 3 Monate anteilmäßig Anspruh auf URLAUBSGELD habe...

Kommentar von gammoncrack ,

Das die Berechtigung auf den Firmenwagen im Arbeitsvertrag steht, ist schon klar. Es geht aber darum, was im Rahmen der Dienstwagenregelung bezüglich der Benzinkosten gilt.

Ich sehe hier eher das Problem, dazu sollte sich aber noch ein Steuerexperte äußern, dass Dir in diesen 3 Monaten wohl kaum der Versteuerungsanteil in Rechnung gestellt wurde. Es stellt sich also die Frage, wie ist der "Nicht-Firmenwagen" gehaltsmäßig zu beurteilen. Einerseits hättest Du auch für Deine privaten Fahrten die Benzinkosten erstattet bekommen, andererseits hättest Du den Firmenwagen aber auch versteuern müssen. Es müsste also ausgerechnet werden, in welchem Umfang Dir ein finazieller Schaden entstanden ist. Das kann man aber von hier aus nicht beurteilen.

Wenn Du dienstlich mit Deinem Privatwagen gefahren ist, wird Dein AG doch hoffentlich entsprechend der Regelungen für Nicht-Dienstwageninhaber Dir die Kosten erstattet haben?

Die Urlaubsabgeltungsregelung gilt natürlich auch für diese 3 Monate.

Antwort
von FREDL2,

Kann ich für die 3 Monate das Spritgeld einfordern ?

Wenn das genau so in Deinem Vertrag steht, kannst Du das verlangen, ja. Sei Dir aber im Klaren, dass dieser Betrag versteuert werden muss. Steuerfrei konnte der AG nur 0,30 pro dienstlich gefahrenem km erstatten, nicht aber Benzinkosten - auch nicht nach Belegen.

Wenn Du keine schriftliche Unterlage vorweisen kannst, sieht es schlecht aus mit "Verlangen". Immerhin bleibt Dir die Möglichkeit 0,30 pro dienstlich gefahrenem km als Werbungskosten in Deiner Einkommensteuererklärung 2012 geltend zu machen

Zum Anspruch auf Auszahlung der Urlaubstage kann ich Dir nichts sagen. Das dürfte entweder ebenfalls vom Arbeitsvertrag oder von einem Tarifvertrag abhängen.

Antwort
von robinek,

Eine Rechtsauskunft darf und kann Dir niemand geben. Warum nimmst Du keinen Anwalt? Ja, er kostet was. Solltest Du, was sinnvoll ist und wäre, rechtsschutzversichert sein, ist die erste Beratung sogar kostenlos

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