Frage von roestmeister, 41

Firmenanteile verteilen bei Neugründung?

Ich habe in eine Kaffeerösterei bereits 100 000 € investiert für Maschinen, Verkaufsstand für Messen usw. Logo entwickelt, Labels usw. alles was benötigt wird um zu starten. Mit potenziellen kunden gesprochen und auch Interesse geäußert aber noch keine festen Zusagen erhalten von der Abnahme von Kaffee. Jetzt die Frage, ich habe einen Vertriebler, der als Gesellschafter mit einsteigen möchte, bezahlt alles was dafür nötig ist selber, so wie KFZ und Benzin, Visitenkarten, Flyer, Verkaufspappen erstellen usw. am Anfang aus eigener Tasche. Er soll den kompletten Vertrieb aufbauen und neue Kunden werben. Buchhaltung macht er auch und hilft nach Bedarf mit bei der Herstellung. Ich werde nur rösten und die Ware bereitstellen zum Verkauf. Wie viel Anteile sind da Fair, 50 /50 oder was meint Ihr ? Ahso, es wird eine UG gegründet

Antwort
von wfwbinder, 20

Beginnen wir mit der Rechtsform.

Wer über 100.000,- in ein Unternehmen investiert und dann die UG statt einer GmbH als Rechtsform wählt, macht sich unnötig klein. Die Bonität ist damit unnötig schlecht dokumentiert.

Für die Anteile stellt sich die Frage, wieviel Geld bringt er mit. Was Du beschrieben hast, kann einen Wert von 30.000,-, 60.000,., oder 100.000,- haben, so wie Dein eigenes Kapital.

Das muss ja nicht heißen, dass ihr nicht gleichviel als Gehalt bekommen könnt und auch die Entscheidungen gleichmäßig fallen müssen. Aber das Risiko und die Chancen auf Gewinn, sollten schon gleich sein.

Wenn es eine Existenzgründung ist (für beide?), dann solltet Ihr auch einen Gründercoach nehmen. Seine Arbeit wird subventioniert.

Der hilft Euch auch in solchen Fragen.

Auch der Steuerberater kann wertvolle Tipps geben.

Kommentar von roestmeister ,

Hallo und Danke für die Antwort. Also er bringt ca. 5000€ mit ein für seinen Bereich dem Vertrieb, dass war es. Die Maschinen gehören meiner anderen Firma und fließen nicht mit in das Firmenvermögen, sondern sollen nach und nach ausgelöst werden. hat man denn bei einer sagen wir 40 /60 Aufteilung jeder die gleichen Rechte oder ist diese Anteilsaufteilung nur auf die Gewinnausschüttung bezogen? 

Kommentar von wfwbinder ,

Die Frage der (Stimm-)-Rechte richtet sich nach dem Vertrag. Da ist man ja frei im Handeln.

Ausserdem schriebst Du oben, dass er auch einen Wagen mit einbringt und zu Dir:

 Ich habe in eine Kaffeerösterei bereits 100 000 € investiert für Maschinen, Verkaufsstand für Messen usw. Logo entwickelt, Labels usw. alles was benötigt wird um zu starten.

Wenn Du nun schreibt, dass dies alles einer anderen Firma von Dir gehört, ist es ein neuer Sachverhalt.

Ich finde es nicht so prickelnd, wenn man einen Sachverhalt vorgelegt bekommt, sich Gedanken macht, einen Vorschlag, oder eine Ansicht zu dem Thema erarbeitet und dann gesagt bekommt, "April, April, es ist ja doch anders."

Ich denke mal der StB-Kollege der Dich berät und alle Infos hat, wird Dir etwas Klares sagen können. 

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