Frage von liebchen,

Finanzkrise vieler Städte mit der der PIGS gleichzusetzen?

Viele deutsche Städte sind pleite, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. Kann man die Finanzkrise der Städte 1:1 auf die der PIGS übertragen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von demosthenes,

Die Finanzkrise hat die Städte ja oft auch schuldlos getroffen - nicht alle Kämmerer haben gezockt und verloren - weil der Bund und auch die Länder oft Gesetze beschliessen, die die Städte zu Investitionen zwingen, ohne dass sie das dafür nötige Geld mitgeliefert bekämen.

Es ist zwar schön, etwa ein "Recht auf Krippenplätze" zu beschliessen, aber die übliche Regel "Wer bestellt, der zahlt" gilt hier leider nicht und das bringt die Städte in Schwierigkeiten.

Antwort
von wfwbinder,

1:1 wohl nicht. Bei den Städten hängt es ja zum Teil auch damit zusammen das in einigen Städten ganze Wirtschaftszweige weggebrochen sind. Zum Teil aber auch durch Investitionen in guten Jahren, die man später nicht mehr unterhalten konnte.

Bei den Staates sind manche Dinge ja auch historisch begründet, oder haben, siehe Griechenland, auch mit einer Korruptionskultur zu tun, die sich vermutlch in den Jahren fehlender Demokratie ausgebildet hat.

Antwort
von FinanzMann,

Ein weiterer Punkt der zu beachten ist sind natürlich die Refinanzierungsoptionen und die Auffanghilfen für Staaten im Gegensatz zu Gemeinden und Städten. Diese müssen im Notfall teils noch drastischer sparen z.B. im Moment Griechenland.

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