Frage von dreamer345, 1.515

Finanzielle Unterstützung während der zweiten Ausbildung

Hallo,

bevor ich meine Frage stelle, sollte ich folgendes sagen:

Ich habe von Dezember 2010 bis Juli 2012 eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin an einer Privatschule absolviert, die von meinen Eltern finanziert wurde. Nachdem ich hiermit keinen Job gefunden habe, habe ich anschließend eine Berufsoberschule besucht (September 2012 bis Januar 2013, gefördert mit BAFÖG), diese aber wegen zu schlechter Noten abgebrochen. Um mich über Wasser zu halten, habe ich bis August 2013 einen 450€-Job als Verkäuferin ausgeübt. Trotz meinen ganzen Bewerbungen habe ich auch weiterhin keinen Job als Fremdsprachenkorrespondentin bekommen. Daher hab ich mich entschlossen, eine weitere Ausbildung zur Bürokauffrau zu machen. Diese habe ich im September 2013 angefangen. Im Oktober 2013 musste ich wegen familiären Gründen, wegen denen ich mich kaum mehr auf die Ausbildung konzentrieren konnte, daheim ausziehen. Wegen meines geringen Verdienstes bin ich erstmal zu meinem Freund gezogen. Aber weder das Zusammenleben noch die Beziehung funktionieren - jetzt muss ich raus, zu meinen Eltern kann ich nicht - also eigene Wohnung. Durch die zweite Ausbildung bekomme ich keine Ausbildungsbeihilfe und für Wohngeld müsste ich mindestens 600 Euro verdienen (laut Sachbearbeiter). Gibt es irgendeine andere Möglichkeit der finanziellen Förderung? Ansonsten gibt es für mich keine Möglichkeit und ich würde auf der Straße sitzen.

Vielen Dank schonmal im Voraus!

Antwort
von Gaenseliesel, 1.329

Hallo draemer345,

Die Notwendigkeit eine Zweitausbildung auf Staatskosten finanziert zu bekommen, besteht insbesondere bei deinem bereits vorhandenen (soliden) Beruf sicher nicht. Du bist arbeitsfähig und hast einen Berufsabschluss, der sicher auch als Bürokauffrau von Vorteil sein kann.

Sind künftig andere berufliche Pläne vorgesehen, sind diese ganz allein dein Privatvergnügen.

zu meinen Eltern kann ich nicht -

.... wäre aber überlegenswert !!! Du schreibst " aus familiären Gründen musstest du ausziehen " - was meinst du wie oft es vorkommt, dass Eltern und Kinder nicht immer der gleichen Meinung sind......

Täglicher Stress z.B. ungenügender Einsatz bei der Jobsuche oder vermeintlich falsche(r) Freund(e) und andere Vorwürfe führen zu verbalen unbedachten Äußerungen beiderseits. Kurzschlussreaktionen wie bei dir der Auszug aus der elterlichen Wohnung erscheint im Moment die einzig richtige Entscheidung zu sein.

Mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, klappt meist genau so wenig wie es sich anhört !

Wie wäre es mit einer vorsichtigen Annäherung ? So schlecht sind die meisten Eltern gar nicht. Im Leben muss man auch bereit sein Kompromisse einzugehen, ohne geht es auf Dauer nicht ! Versuche es einfach, möglicherweise hoffen sie sogar auf ein Entgegenkommen und würden dich sogar unterstützen. Eine Unterkunft wäre bereits hilfreich in deiner Situation.

Du kannst dich hier aber selbst noch einmal informieren:

http://www.zweit-ausbildung.de/schule/wohngeld.htm

Gruß ! K.

Kommentar von dreamer345 ,

Ja, da hast du schon recht, aber meine Eltern haben sich getrennt. Mit meinem Vater habe ich seit 1 Jahr überhaupt keinen Kontakt, da er und seine neue mich abgestoßen haben, und meine Mutter ist umgezogen und hat daher keinen Platz für mich...

Antwort
von jowaku, 1.116

Wenn unter 25 kann für die Zeit der Ausbildungen, für Zeiten mit nachweisbaren Bewerbungen um Ausbildungen und für Wartezeiten zwischen Vertragsunterschrift und Ausbildungsbeginn Kindergeld beantragt werden.

Das Ganze (falls bisher nicht geschehen) sogar rückwirkend für dieses Jahr und für die 4 Jahre davor.

Kommentar von dreamer345 ,

Kindergeld habe ich immer bekommen.

Antwort
von Tina34, 977

arbeiten gehen. Das sogenannte Meisterbafög dürfte ja ausscheiden. Auch wenn du das jetzt ungerecht findest du kannst zur Harz 4 Stelle gehen und die finden schon einen Job und denen ist es egal ob du putzen gehst etc. Und zur Info - auch mit einer Ausbildung zur Bürokauffrau werden deine Chancen am Arbeitsmarkt nicht besser. Du kannst dich genauso mit deiner Ausbildung auf jede kaufm. Stelle bewerden, dich nimmt nur keiner weil du keine Berufspraxis nachweisen kannst!

Kommentar von dreamer345 ,

ich gehe ja arbeiten, indem ich diese Ausbildung mache. Und Chancen auf dem Arbeitsmarkt brauche ich nicht, da mir eine Übernahme nach der Ausbildung in Aussicht gestellt wurde. Nur reicht eben das Auszubildendengehalt nicht für eine eigene Wohnung, darum geht's.

Kommentar von Tina34 ,

der Staat wird dir nichts weiter geben. Wenn du Harz4 beantragst wird man dir in der Regel nahe legen zu kündigen und dir eine normal bezahlte Vollzeitstelle zu suchen. Wenn deine Eltern lieb sind geben sie dir noch was zum leben dazu, ansonsten bleibt nur wirklich zu überlegen nach Hause zurück zu gehen für den begrenzten Zeitraum - ansonsten - die Allgemeinheit wird in der Regel keinen Cent für deine 2. Ausbildung zahlen!

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