Frage von abram2, 39

Finanzielle Hilfe vom Staat

Hallo Forum, vielleicht kann mir jemand helfen? Meine Mutter lebt getrennt von meinem Vater. Sie möchte in eine eigene Wohnung einziehen und arbeitet aus gesundheitlichen Gründen in Teilzeit. Sie hat einen Behinderungsgrad von 30 wenn ich mich nicht irre. Ihr Nettoeinkommen liegt bei ca. 900 EUR.Sie lebt lebt bescheiden und bei Berechnung ihrer monatl. Kosten komme ich auf ca.660 EUR. Sie ist nicht in der Lage in Vollzeit zu arbeiten.

Sie zieht bald in eine eigene Wohnung ein. -300 EUR miete Kalt -80 EUR Nebenkosten -50 EUR Strom -17 GEZ -20 Handy -16 KFZ Steuer -100 Lebensmittel - 50 Kleidung - 50 Tanken

Wie Ihr denkt, könnte man hier noch einiges an Kosten aufzählen, um die eigene Grundversorgung zu sichern.

Ich helfe ihr beim Umzug etwas finanziell aber gibt es nicht vielleicht irgendwie finanzielle Hilfe vom Staat? Es kann doch nicht sein, dass eine Frau die hart im Einzelhandel arbeitet sich nichtmals in einem Land wie unseren Grundbedürfnisse sichern kann. Die oben aufgeführten Punkte sind doch nicht zu viel verlangt?

Ich würde mich freuen, wenn uns jemand ein paar Tipps geben kann an wenn wir uns wenden könnten.

p.s. Vater ist leider überschuldet.

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 28

Nach dem Wohngeldrechner:

http://biallo.sueddeutsche.de/tz/sueddeutsche2/Soziales/Wohngeldrechner.php

Könnte Deine Mutter Wohngeld beantragen und würde 36,- Euro bekommen, wenn der Wohnort Berlin wäre.

Kommentar von hartz4rechner ,

Auf http://www.hartz4rechner.info findest du einen Rechnertest. Die beiden Testsieger sind dabei sehr genau und der Kanditat von der Diakonie bietet sogar Extrarechner mit an.

Antwort
von JoachimWalter, 27

Gehe einfach mal aufs Sozialamt deiner Stadt mit allen Unterlagen und mit einer Vollmacht der Mutter. Die beraten dich dann sehr gut, werden allerdings einen Beitrag des noch nicht geschiedenen Vaters zum Unterhalt verlangen. Nach meinen Erfahrungen sieht es bei den geschilderten Umständen eher schlecht aus für einen Zuschuß vom Staat

Antwort
von billy, 15

Das Nettoeinkommen deckt mehr als den Bedarf der Grundbedürfnisses, was sollen Familien sagen die nur von ALG 2 leben müssen. Irgendwie solltest Du Dir auch mal Gedanken darüber machen wo das Geld für Sozialleistungen her kommt. Was jedem einleuchten sollte, Geld fällt nicht vom Himmel, Geld kommt auch nicht vom "Staat" der organisiert nur die Verteilung, das Geld wird von Bürgern über Steuern und den Beitragszahlern per Beitrag zu Sozialversicherungen finanziert. Und wie bestreiten die Steuer- und Beitragszahler ihren Lebensunterhalt ? - Richtig über ihr Einkommen und ohne die Erwartungshaltung das ihnen etwas zustehen müsste.

Kommentar von VirtualSelf ,
Das Nettoeinkommen deckt mehr als den Bedarf der Grundbedürfnisses, was sollen Familien sagen die nur von ALG 2 leben müssen.

Das anrechnungsfähige Einkommen deckt mitnichten den Bedarf nach SGB II.

Und nu?

Antwort
von cyracus, 13

Du schreibst, das Netto-Einkommen Deiner Mutter liegt bei 900 Euro. - Google mit

geldsparen wohngeldrechner

und gib da die Daten Deiner Mutter ein.

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Um mit Hartz IV / ALG II aufzustocken, ist sie vermutlich zu "reich". Denn ihr würde die Miete + Nebenkosten + Krankenkasse / Pflegekasse + Regelsatz von 391 Euro gezahlt werden. Ihr Gehalt würde natürlich angerechnet werden, wobei sie einen Freibetrag hätte von 100 Euro + 20% von dem darüber hinaus.

Rechnest Du das Netto-Gehalt Deiner Mutter + Wohngeld zusammen, kommst Du wohl auf einen ähnlichen Betrag, vielleicht sogar mehr.

(Falls sie zum Jobcenter gehen will, nimmt sie Mietvertrag plus Kontoauszug der letzten drei Monate mit.)

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Soweit mir bekannt ist, gibt es keine Vergünstigung bei 30% Schwerbehinderung (bin aber nicht wirklich fit in diesme Themenbereich). Bei Hartz IV gibt es etwas mehr bei Schwerbehinderung von 50% mit dem Buchstaben G.

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Was GEZ angeht, kann sie ja versuchen, eine Befreiung zu erlangen. Befreit oder teil-befreit werden diejenigen, die nicht mehr haben als Hartz IV - Hier zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts

GEZ-Gebührenbefreiung für ärmere Bevölkerungsgruppen

http://www.juraforum.de/recht-gesetz/gez-gebuehrenbefreiung-fuer-aermere-bevoelk...

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Bei weiterem Beratungsbedarf google mit sozialberatung und füge den Wohnort Deiner Mutter hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Caritas, Diakonisches Werk, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Dort vereinbart sie einen Beratungstermin.

Antwort
von Privatier59, 10
Sie zieht bald in eine eigene Wohnung ein. -300 EUR miete Kalt -80 EUR Nebenkosten -50 EUR Strom -17 GEZ -20 Handy -16 KFZ Steuer -100 Lebensmittel - 50 Kleidung - 50 Tanken

Das gibt in der Summe weniger als 900 Euro. Wozu dann Hilfe vom Staat und wofür?

Antwort
von VirtualSelf, 10

Von den 900€ netto, sind höchstens 600€ auf ihren sozialrechtlichen Bedarf anrechnungsfähig (wegen der Absetzbeträge des § 11 b SGB II).

Davon ausgehend, dass die Warmmiete 380€ beträgt (und angemessen ist), hat sie einen Bedarf von 391€ + 380€ = 771€

Bedarf > anrechnungsfähiges Einkommen => Leistungsanspruch; bei der Differenz eher auf Alg2, denn auf Wohngeld.

Ab zum Amt, Antrag stellen.

Selbstverständlich wird dann seitens des JC Ehegatten-Unterhalt zur Sprache kommen.

Antwort
von vulkanismus, 10

Google mal unter "staatliche Umzugshilfe". Da sieht es schlecht aus.

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