Frage von Anonyma1990, 8

Finanzberater finden

Hallo liebe Finanz-Gurus,

wer von den Usern hier hat es sich eigentlich zum Beruf gemacht, die Finanzen anderer zu regeln und bei wen von denen wäre das auch per Internet möglich? Darf man das fragen?

Antwort
von Kevin1905, 8

Eine Kundenbetreuung über das Internet biete ich nicht an. Mein Wissen und meine Erfahrungen stelle ich hier unentgeltlich zur Verfügung.

Das Wort "Guru" finde ich in dem Zusammenhang etwas unseriös. Die Finanzdienstleistung kennt viele verschiedene Berufsfelder...

Antwort
von jsch1964, 7

Hallo,

wenn Du hier einmal durch die Fragen und Antworten stöberst, dann wirst Du relativ schnell herasufinden, wer hier beruflich damit beschäftigt ist, anderen Menschen in Geldangelegenheiten zur Seite zu stehen.

Außer mir sind das sicher auch GAFIB, Gandalf, Niklas und etliche andere, die Dir ja auch schon geantwortet haben.

Wenn alle Unterlagen und Informationen vorliegen, die für eine sorgfältige Beratung nötig sind, kann die Beratung selbst natürlich auch via Telefon, Skype und/oder eine andere Online-Plattform stattfinden.

Antwort
von Moneypro, 5

Hi,

schau Dir deinen Berater immer persönlich an. Es gibt auch so etwas wie ein bauchgefühl.....

Eine Beratung per Telefon und Internet....kann nie so gut sein, wie eine persönliche.

Schau, ob der Berater sich wirklich auf Geldanlage spezialisiert hat.

Antwort
von TBergmann, 4

Falls du noch auf der Suche bist, dann hier kurz die Koordinaten, was wir gut können:

  1. Analyse und Bewertung von Kapitalanlagen

  2. Strategische Vermögensplanung/Ruhestandsplanung

  3. Suche, Prüfung & Vermittlung von lukrativen Kapitalanlagen

Ziel ist es, die finanzielle Unabhängigkeit der Mandanten zu erreichen, was spätestens nach der Finanzplanung verworfen oder eben auf den Weg gebracht wird.

Antwort
von Rat2010, 4

Ich leite ein Unternehmen, das seine Kunden praktisch ausschließlich per Mail berät. Ab 200 TEU Anlagesumme oder bei Sparplänen ab 2.000 € bin ich der Ansprechpartner.

Kommentar von Amicus ,

Oh weh!!! Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Kommentar von Logan ,

?!?

Kommentar von Privatier59 ,

Schön, dass Ihr auch Kleinanleger annehmt!

Kommentar von Gaenseliesel ,

Kleinanleger ;-)))

Kommentar von Rat2010 ,

Was meinst du damit?

Neukunden werden nach Größe aufgeteilt, sonst krieg ich Riester- und VL-Kunden einfach nicht vernünftig betreut. Für Kunden zwischen denen und den größeren gibt es halt auch noch einen.

Wenn du eine vernünftigere Aufteilung hast, die auch noch mit 20 oder 30 Mitarbeitern funktioniert, bin ich für Tipps dankbar.

Kommentar von EnnoBecker ,
Neukunden werden nach Größe aufgeteilt,

Puh, Glück gehabt! Mit meinen 2,09 m bin ich ja dann ganz weit vorn.

Antwort
von RatsucherZYX, 3

Ich verspiele mein Geld lieber selbst, dann weiß ich wenigstens wer es gewesen ist und warum so es geschehen ist.

Ich würde auch keinen Berufsspieler mit meinem Geld in die Spielbank schicken, es sei denn ich würde das Risiko lieben und dann noch dabei zusehen wollen.

Wobei in vorgerücktem Alter bei manchen Sachen nur noch das Zusehen möglich ist. Beispiel: Ein Auto mit 500 PS über die Autobahn jagen. :-) :-)

Musst du aber selber einschätzen, wie es bei Geldanlagen um deine eigene Kondition bestellt ist.

Kommentar von Rat2010 ,

Dürfte mehr eine Frage der Grundeinstellung sein.

Ich mache meine Zähne nicht selbst. Beim Auto kann ich auch nicht alles und für manches braucht es halt einen Anwalt oder Steuerberater. In Wirklichkeit bin ich auch bei tausend anderen (Ärzten, Handwerkern und Dienstleistern aller Art) froh, dass die sich auf irgendwas spezialisiert haben, dass die das können und lasse die auch machen.

Wenn du glaubst, dass kaum wer seine Zähne aber jeder seine Finanzen besser machen kann als Profis, solltest du dich vielleicht mit der Branche beschäftigen.

Kommentar von RatsucherZYX ,

Ich musste bisher viel weniger Geld für die Zähne, als für Verluste durch Finanzberater oder Gurus, wovon hier ja die Rede ist, einsetzen. Selbst Frau Schickedanz hat 100te Millionen durch sog. Finanzberater verloren.

Man kann also sowohl auf seine Zähne und auch auf sein Geld selber sehr gut aufpassen.

Kommentar von Rat2010 ,

Ich habe es nicht so glesen, dass nur Finanzgurus angesprochen sind sondern mehr den Titel und den Rest ernst genommen. Für Finanzgurus gebe ich dir Großteils recht. Wenn man zocken muss (ich habe einen Kunden, der muss) gibt es einen blog, der für ihn offenschtlich ok ist.

Bei allen schlechten Erfahrungen (und man hört ja so viel) solltest du auch bedenken, dass sich sehr wenige selbst um ihr Geld kümmern. Wenn es um die Summen, die in Wertpapieren angelegt werden geht, vermutlich weniger als 10 %. Ebenso werden es sicher weniger als 10 % der Bevölkerung sein, die auf Beratung verzichten. Glaubst du, deren Rendite ist besser als die vom beratenen Teil? Glaubst du, die machen weniger große Fehler?

Anlageberater haften! Seit es allen bewusst ist, dass Sie mit Ihrer Existenz spielen, verkauft kaum mehr einer geschlossene Fonds, irgendwelche Schuldverschreibungen oder anderen Schweinkram. Wissen Laien, was eine vernünftige Anlage oder Schweinkram ist? Wie viele waren bei Prokon und vergleichbarem betroffen? War der Neue Markt oder die Techblase was für Selbermacher oder ein Problem für Anlageberater? Haben vor allem Anlageberater Gold(minen) empfohlen?

Mit offenen Fonds bist vermutlich weder du noch Frau Schickedanz ärmer oder arm geworden.

Natürlich gibt es überall solche und solche. Sein Geld selbst verspielen, wie du schreibst, ist aber nur für die eine gute Idee, die mehr haben als sie brauchen.

Kommentar von Amicus ,

Zitatanfang: ...Anlageberater haften! Seit es allen bewusst ist, dass Sie mit Ihrer Existenz spielen, verkauft kaum mehr einer geschlossene Fonds... Zitatende

Das ist nicht ganz richtig. Nach dem neuen KAGB und den neuen EU-Richtlinien seit Juli 2013 ist es für Finanzberater obligatorisch, eine Vermögensschadenhaftpflicht zu haben. Ich hoffe, Sie haben auch eine. Wenn anleger- und anlagegerecht beraten wird, spielt der Finanzberater nicht mit seiner Existenz und der Kapitalanleger ist gleichzeitig gegen Falschberatung abgesichert (nicht jedoch für die Entwicklung seiner gewählten Investition).

Allerdings ist eine anleger- und anlagegerechte Beratung schwierig, wenn man ausschließlich per Email erklärungsbedürftige und komplizierte Finanzprodukte dem häufig unbedarften Anleger präsentiert. Dies gilt auch für Anleger, die größere Summen investieren möchten. Möglicherweise schießt man damit sogar ein Eigentor, wenn nämlich schon aus den Emails hervorgeht, dass eine wie eben beschriebene Anlageberatung sich als falsch und/oder unvollständig entpuppt. Das wäre eine Steilvorlage für jeden Prozess wegen Falschberatung.

Dass geschlossene Fonds im Augenblick wenig verkauft werden, liegt an dem neuen KAGB und den AIF-Richtlinien. Im Augenblick werden KVGs gegründet, Anträge liegen der BaFin zur Genehmigung vor und kommen sukzessive auf den Markt. Das ist der einzige Grund, warum geschlossene Fonds momentan wenig verkauft werden.

Kommentar von Rat2010 ,

Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn man Haftungsfälle poduziert, was in der Vergangenheit fast ausschließlich mit geschlossenen Fonds und Schweinkram passiert ist? Die Versicherung kündigt, man bekommt keine (obligstoische) Haftpflichtversicherung mehr und der Berater ist seine Eintragung im Vermittlerregister los. Das Gesetz ist gut und langfristig dazu geeignet, das Image der Anlageberater dem der Steuerberater oder wenigstens dem der Vermögensverwalter anzupassen.

Noch (das Ganze ist ja erst seit 2013 so) wird es wesentlich mehr Berater in Fonds geben als in zwei Monaten, weil Ausschlussfristen jetzt enden.

Das Email hat sich als zur Beratung perfekt herausgestellt. Wenn man was man verkauft selbst nicht verstanden hat oder irgendwas verspricht, was man nicht sollte, sollte man auch nicht per Mail, also für beide Seiten auch noch nach Jahrzehnten gut dokumentiert, beraten. Gerade der unbedarfte Anleger kann so oft er will nachfragen und sich mit jemandem unterhalten, der etwas mehr weiss über das, was vorgeschlagen wird oder - so etwas bedarfter - selbst und beliebig lange (im Internet und anderswo) über den Vorschlag nachforschen.

Wie lange glaubst du, kann sich ein unbedarfter Anleger, der dir gegenüber sitzt, auf das konzentrieren, was du ihm erzählst. Glaubst du, er hat alles verstanden, was er unterschreibt??? Auf welchen Stundenlohn kommst du, wenn du einen Anleger, der 10.000 € anlegen will drei mal besuchst?

Ob geschlossene Fonds in Zukunft eine Rolle spielen sollten, darüber kann man offensichtlich geteilter Meinung sein. Für mich sind sie schon seit 2005 - davor musste man sie ähnlich wie Kapitalversicherungen aus steuerlichen Gründen im Sortiment haben - eine Sache, mit der sich andere rumärgern sollen. Wenn du hin und wieder den Horizont deines Tellerrandes überblickst, hast du vielleicht festgestellt, dass kaum ein Kollege anders denkt. Es gibt längst schon offene Fonds, die geschlossene - was Korrelation und Streuung anbelangt - in großen Portflien auf Dauer überflüssig machen. Für alle anderen waren sie eh noch nie geeignet.

Kommentar von Hans2416 ,

@ Rat2010

Frage 1: Welche offenen Fonds (konservative Ausrichtung) würdest Du empfehlen und welche Wertentwicklung hatten diese in den vergangenen 10 Jahren?

Frage 2: Mit welchen Kosten habe ich bei Dir zu rechen?

Frage 3: Welche Vorteile bieten sich mir bei Dir, wenn ich die Fonds über Dich beziehe, anstatt mir mein Portfolio z.B. mit PIONEER und FIDELITY selbst zusammenzustellen?

Wenn Du mir auf meine Fragen (besonders Nr. 3) eine gute Antwort liefern kannst, hast Du einen neuen Kunden.

Kommentar von Rat2010 ,

zu Frage 1:

eine von der Anlagesumme abhängige Zahl von Fonds, deren Ausrichtung und Management sehr unterschiedlich sind. Es werden also vermutlich ein ARTS Conservativ und/oder ein Kaldemorgen von der DWS, was von Ethna und ein oder zwei Alphafonds dabei sein. Es gibt Listen, die ich den Mitarbeitern gebe und die ich auch aus der Hand geben kann. Wenn man konservativ anlegt, weil man das Geld bald wieder braucht, wird nichts, nur ein Teil oder ein Teil in einem Floaterfonds angelegt. Streuung mindert das Risiko gewaltig. Schwarze Schwäne sind aber keine Seltenheit und ich sage - gerade bei Neukunden - auch mal nein. Menschen, die ich seit über zehn Jahren betreue, kann ich einschätzen.

Nur ist die Frage, was du mit konservativ meinst. Konservativ aber eigentlich nur, weil man sein Geld nicht verlieren möchte, ist eine Mischung aus defensiv und mittleres Risiko, also mehr Flossbach, Nordea, Carmignac auch dazu.

Im letzten Jahr kam der Rückenwind von fast allen Seiten. Auch die defensiven Portfolien brachten es letztes Jahr auf zwischen 8 und 12 %. Sehr defensiv (mit Floater- Immobilien- und Geldmarktfonds) auch mal 4 - 7 %.

zu Frage 2:

bei "mir" generell 100 % Rabatt auf den AA. Bei konservativen Fonds gilt das auch, wenn jemand anders betreut. Sonst (also Aktienfonds und Kleinkunden) mindestens 50 %, oft aber mehr Rabatt auf den AA.Das Unternehmen lebt - wie auch Discountbroker oder Fidelity von den für den Vertrieb bestimmten Teil der (in der Wertentwicklung enthaltenen) Verwaltungsvergütung. Wenn damit ein Kunde (weil er zu klein ist) auf Dauer nicht betreut werden kann, braucht es einen Teil des Ausgabeaufschlags. Allerdings gibt es in aller Regel eine Depotgebühr (0 bis maximal 50 €/Jahr), die sich die depotführende Stelle genehmigt.

zu Frage 3:

Kann man die Frage, wie man ausgerichtet sein will, wirklich ohne Hilfe beantworten? Wenn man wie gandalf eigentlich schon zum Profi geworden ist, kann man das wie manche Autos reparieren können. Aber kriegt man das auch bei seinem neuesten Automodell besser als ein Profi hin? Gandalf kann das nebenbei aber nicht für jeden ist es ein Hobby, das auch Spaß macht.

Auf jeden Fall hat man - ab 50.000 € Anlagesumme - auf Dauer und auch für die nächste Generation einen persönlichen Ansprechpartner, mit dem man die Strategie erarbeitet hat und der eine Meinung hat, wenn mal etwas anders kommt als erwartet. Man ist nicht auf sich allein gestellt. Weil ich (als Person) auch für Kunden verantwortlich bin, die ich nicht betreuen kann, kann ich - oder auch ein anderer Mitarbeiter - aushelfen, wenn ein Mitarbeiter ausfällt. Ich arbeite nur mit fest angestellten Mitarbeitern. Keine umsatzabhängigen Gehaltsteile.

Wenn sich etwas in der Branche ändert (wer dachte vor vier Jahren an Alpha), ein Fonds schwächelt oder ein ganzes Thema zum schnell davonlaufen ist (Immobilienfonds) braucht es oft einen Anstoß, um das auch zu machen. Beratung schützt auch effizient vor Betrug! Ich denke, dass viele Selbermacher beim Immobilienfondsdebakel, bei geschlossenen Fonds, Prokon oder anderen Skandalen dabei waren. Ich hatte schon mal in den ersten 16 Jahren keinen.

Weißt Pioneer und Fidelity auf Überhitzungen hin? Wer ist verantwortlich, wenn statt 500 € 500 Stück gekauft werden?

Dann hat man sein Geld natürlich bei der Plattform, die zu einem passt. Wenn das Depot groß ist und sich mit ausländischen thesaurierenden Fonds besser gestalten lässt (es gibt Fonds, die geschlossen sind, bevor eine ausschüttende Variante rauskommen könnte!), ist das Depot halt (für dasselbe Geld) in Lux. Generell keinerlei Transaktionskosten. Ich ziehe Depots mit All-in-fee vor. Onlinedepotführung kann sein, muss aber nicht. Zusätzlich zur Ansicht bei den Fondsgesellschaften hat man eine auf unserer Homepage, bei der man aber nichts verkaufen kann. Bei nicht sicherem Internetzugang oder für Paniker ist das praktisch. Onlinedepotführung ist nicht die Regel.

Ich habe keine Ahnung, nach welchen Vorgaben Pioneer und Fidelity die Fonds aussuchen. Weil wir im Jahr auf mindestens 50 Veranstaltungen sind und ich (allein) mit wenigstens ebenso vielen Fondsmanagern rede (zunehmend übernehmen beides auch Mitarbeiter), erfahre ich mehr als andere und habe teilweise Zugang zu Fonds, die andere - vielleicht auch Pioneer und Fidelity - nicht sehen.

Sicher bin ich mir, dass Fidelity nicht merkt, wenn das Töchterchen oder die Ehefrau für 60 € Eigenbeitrag im Jahr 754 € oder mehr Zulage in ihren Riester-Fondssparplan bekommt.

Das ist die Langversion der Vorteile. Kurz ist der Vorteil in jeglicher Hinsicht der, den man beim – allerdings nicht vor einem sitzenden, passenden spezialisierten Steuerberater im Vergleich zu Elster oder beim Fachanwalt im Vergleich zur Online-Rechtsberatung hat. Der Unterschied ist, dass es ab bestimmten Anlagebeträgen nicht mehr als die Billigvariante kostet.

Kommentar von Hans2416 ,

@Rat2010

Eine ausgezeichnete Antwort!!

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