Frage von LisaNie, 68

Finanzamt will Geld zurück wegen nebenberuflichen 400€ Job+Übungsleiterfreibetrag

Hallo Zusammen,

ich bin hauptberuflich zu 85% als Sozialpädagogin tätig. Ich habe letztes Jahr von Januar bis August einen 400€ Job (Krankenschwester) gemacht und habe auch zusätzlich den Übungsleiterfreibetrag erhalten.Ich habe mich damals informiert, und dabei kam heraus dass ich für den Nebenjob und den Übungsleiterfreibetrag keine Steuern zahlen muss. Jetzt habe ich heute die Abrechung vom Finanzamt bekommen. Hier wird einfach alles zusammen gezählt und auch Steuern auf alles erhoben. Ist das rechtens?? Oder habe ich oder auch das Finanzamt einen Fehler gemacht??? Was kann ich jetzt tun?

Schon mal danke für die Antworten

Herzliche Grüße Lisa

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Antwort
von goldie1, 68

die Obergrenze für Übungsleitertätigkeit ist bei 2.400 Euro p.a. Ist die gegeben? Jan. - Aug. sieht nach mehr als der Betrag aus.

Hast du diese Tätigkeit richtig eingetragen in der Anlage N (müsste Zeile 26 sein)?

Weitere Infos: http://www.finanztip.de/uebungsleiterpauschale/

Ich habe mich damals informiert, und dabei kam heraus dass ich für den Nebenjob und den Übungsleiterfreibetrag keine Steuern zahlen muss.

bei wem hast du dich informiert?

Kommentar von LisaNie ,

Es waren nur 1566€....

Antwort
von FREDL2, 68
Hier wird einfach alles zusammen gezählt

Das wäre - was den 400-Euro-Job angeht - zwangsläufig so, wenn Dein AG (Krankenhaus?) nicht die 2% Pauschalsteuer an die Knappschaft abgeführt hat. Ob es zutrifft, kann Dir die Lohnbuchhaltung sagen. Möglich ist auch, dass Du selber diesen Arbeitslohn in die Steuererklärung eingetragen hast. Dahin gehört er nämlich nicht.

Der Übungsleiterfreibetrag kann nicht steuerpflichtig sein, ausser Du hast auch ihn falsch eingetragen.

Kommentar von LisaNie ,

Ich dachte, wenn ich einen Sozialversicherungsfreien Job haben, muss ihn nicht angeben, somit habe ich auch den Übingsleiterfreibetrag nicht eingegeben. Ich habe nur die Einnahmen aus meinem Vollzeitjob angegeben. Wenn ich die neuen Angaben in mein Steuerprogramm eingebe (also eine zusätzliche Lohnsteuerbescheinigung, ohne bezahlte Lohnsteuer) , rechnet es die Einnahmen auch einfach zu meinem Hauptjob an. Ist das denn so richtig?? Ich müsste richtig angemeldet sein, die Jahre zuvor habe ich als Studentin den gleichen Job unter den Gleichen Bedingungen gemacht.

Kommentar von FREDL2 ,

@LisaNie

Wenn Du den Minijob und auch den Übungsleiter nicht selbst angegeben hast, können wir das Rätsel so nicht lösen. Der Begriff zusätzliche Lohnsteuerbescheinigung deutet allerdings darauf hin, dass es kein Minijob war. Wenn Du 2 Lohnsteuerbescheinigungen hattest, werden beide el. ans FA gemeldet und auch beide zu einer Gesamtsumme steuerpflichtiger Einnahmen addiert.

die Jahre zuvor habe ich als Studentin den gleichen Job unter den Gleichen Bedingungen gemacht.

Ja, aber hattest Du zu der Zeit auch den Hauptjob? Eher nicht, oder? Die Hinzurechnung des Übungsleiterentgelds bleibt fraglich. Ist diese Summe wirklich eingerechnet worden? Wenn ja, wirst Du um eine Anfrage beim Finanzamt nicht herum kommen.

Kommentar von LisaNie ,

Ich werde ein Einspruch einlegen und mich nochmals bei der betreffenden Mitarbeiterin erkundigen. Ich habe nochmals in meinen UNterlagen nachgeschaut. Ich war als "geringfügig Beschäftigte" angestellt. Ich habe auch eine für die letzten Jahre einen Lohnsteuerbescheinigung erhalten. Was kann ich den machen, wenn ich beim Finanzamt falsch gemeldet war??

Kommentar von FREDL2 ,

@LisaNie

"geringfügig Beschäftigte" kann man auch mit Lohnsteuermerkmalen sein. Nur ein echter Minijob hätte Dich vor der jetzigen Situation bewahrt.

Was kann ich den machen, wenn ich beim Finanzamt falsch gemeldet war??

Du warst weder beim Finanzamt gemeldet, noch falsch. Der Arbeitgeber, der Dich geringfügig anstellte, hat Dich nach Lohnsteuerklasse (die Du ihm gegeben hast) abgerechnet. Ans FA werden die Jahreswerte der 1. und der 2. Lohnsteuerbescheinigung el. übermittelt, addiert und die darauf zu zahlenden Lohnsteuern errechnet.

Sollte die Übungsleitergeschichte wasserdicht und trotzdem auch noch dazugerechnet worden sein, dann wäre ein Einspruch angesagt.

Bei Dir ist nun der eher seltene Fall eingetreten, bei dem ich zu einem Anruf beim Finanzamt rate. Die Nummer steht rechts oben auf Deinem Bescheid.

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