Frage von Petra33, 21

Finanzamt pfändet bei "Kunden"?

Ich schreibe einen reiseblog. Hier stelle ich zum Beispiel ein Hotel vor. Ich beziehe hier keine Zahlungen. Das Finanzamt sendet diesem Hotel einen pfändungsbeschluss mit Angabe meines Zwangsgeldes, da mir ein Zwangsgeld aufgebrummt wurde wegen zu später Abgabe der Einkommenssteuer. Darf es das? Die Daten wurden anscheinend von meinem Blog genommen, da dieser noch neu ist.

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Antwort
von Privatier59, 21

Du hast das durch Bescheid festgesetzte Zwangsgeld offenbar nicht bezahlt und auch keinen Rechtsbehelf gegen den Bescheid eingelegt. Dann kann vollstreckt werden. Natürlich braucht der Drittschuldner, das Hotel, nur zu zahlen wenn Du tatsächlich eine Forderung gegen ihn hast.


Kommentar von Petra33 ,

Hallo. Danke. Ich hab aber keine Kunden. Ich schreibe Berichte über das Hotel frei von mir. Und ich habe Einspruch eingelegt gegen das Zwangsgeld. Hier verdiene ich kein Geld. Ich weiß auch nicht, wie das Finanzamt jemanden anschreibt ohne eine info, dass derjenige mir Geld schuldet 

Kommentar von EnnoWarMal ,

Du hast das durch Bescheid festgesetzte Zwangsgeld offenbar nicht bezahlt

Wenn das so ist, ist das auch richtig so. Denn Zwangsmaßnahmen müssen eingestellt werden, wenn die erzwungene Handlung erbracht wird.

Womit sich folglich die Frage stellt: Was soll erzwungen werden?

Und die Aufgabe: Dann erbring doch diese Handlung.

Antwort
von EnnoWarMal, 12

Aus deiner Antwort an P59 sehe ich, dass du das falsch anfängst.

Fangen wir mal mit den Fragen an:

  1. Was soll denn erzwungen werden?
  2. Hast du das Zwangsgeld inzwischen bezahlt? (Tu das auf keinen Fall!)
  3. Welche steuerrelevanten Sachverhalte liegen den objektiv vor?
  4. Was hast du insgesamt bisher mit dem Finanzamt unternommen?
  5. Was ist der Schriftverkehr vor der Festsetzung des Zwangsgeldes?
Kommentar von Petra33 ,

Hallo, also so lief es ab:Ich würde bei der Einkommenssteuer geschätzt. Ich bin sehr krank und war zu dieser Zeit im KH. Nun wurde ich angeschrieben dies nach zu holen. Ich bat um einen zeitlichen Aufschub. Daraufhin bekam ich ein Zwangsgeld aufgebrummt. Ich habe Einspruch dagegen erhoben, da ich mich ja gemeldet hatte. Ich hatte die Steuer abgegeben. Dies passte nicht, da ich alleine veranlagt hatte, was das Finanzamt wollte. Jetzt hab ich eine Pfändung auf meinem Konto. Und heute kam Post: Pfändung an ein Hotel. Dieses habe ich getestet. Und auf meinem Blog den Test veröffentlicht. Ich bekomme zu keiner Zeit Geld und schreibe auch keine Rechnungen.ich kann es mir nur so erklären, dass das Fa meine Seite durchstöbert und einfach die Leute anschreibt in der Hoffnung hier Geld zu erlangen. Das kann doch nicht rechtens sein. Ich hab die mehrmals angeschrieben, Einspruch erhoben. Nie Antwort bekommen. 

Kommentar von EnnoWarMal ,

Ich bat um einen zeitlichen Aufschub. Daraufhin bekam ich ein Zwangsgeld aufgebrummt.

Das stimmt nicht. Im Übrigen ist hier auch schon der erste Fehler erkennbar. Was wurde denn gegen die Schätzung unternommen?

Ich habe Einspruch dagegen erhoben, da ich mich ja gemeldet hatte.

Unsinnig.

Ich hatte die Steuer abgegeben. 

Den Satz verstehe ich nicht. Was soll das bedeuten? Du hast Steuererklärungen abgeben oder was? Welche denn?

Das kann doch nicht rechtens sein.

Da hast du wahrscheinlich recht. Aber du hast hier offenbar nichts (in Worten: NICHTS) getan, um dies glaubhaft zu machen. Denn auch das Finanzamt verfügt bis heute nicht über Kristallkugeln.

Zusammenfassend würde ich mal frech behaupten, dass hier kein Steuerberater teurer war als ein Steuerberater.

Was gedenkst du nun zu tun?

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