Frage von UschiPM, 80

Finanzamt erkennt Werbungskosten für eine zum Verkauf vorgesehene Eigentumswohnung nicht an

Im April 2013 verstarb meine Mutter und vererbte mir eine Eigentumswohnung. Diese war bis zum Februar 2013 vermietet. Meine Mutter und ich haben dann gemeinsam beschlossen die Wohnung zu verkaufen. Es wurde ein Makler beauftragt. Nach dem Tod meiner Mutter wurde der Verkauf vorangetrieben. Am 30. Juni wurde die Wohnung verkauft. Die bis dahin angefallenen Kosten wurden vom Finanzamt mit der Begründung: "Der Verlust aus dem in Jahre 2013 angeschafften/geerbten Objektes wurde nicht berücksichtigt, da keine Vermietungsabsicht für den Zeitraum .......... nachgewiesen wurde. " zurückgewiesen. Gibt es eine andere Möglichkeit die Kosten abzusetzen?

Antwort
von LittleArrow, 80

Vermutlich geht es um Deine Steuererklärung für 2013, nicht wahr? Wenn der Maklerauftrag schon vor dem Tod Deiner Mutter erteilt wurde und Du danach keine nachweisbaren Vermietungsabsichten vorweisen kannst, dann ist der zeitanteilige Verlust für Dich seit dem Erbfall einkommensteuerlich unbeachtlich.

Über die anderen Absetzmöglichkeiten bei der Erbschaftsteuer wurdest Du bereits informiert.

Für Deine Mutter mußt Du noch eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dabei kannst Du froh sein, wenn dort die Kosten der leerstehenden ETW noch bis zu ihrem Todestag (evtl. auch nur vorher, nämlich bis zum Tag des Maklerauftrages) bei der Anlage V berücksichtigt werden.

Antwort
von barmer, 56

Hallo, um welche Kosten geht es denn ? Und welche Einnahmeart ?

Die Kosten bis 02.2013 sind bei Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig, danach nicht mehr.

Wenn die sog. Spekulationssteuer ein Thema ist, können ggf. Kosten für den Verkauf und dafür notwendige Instandsetzungen o.ä. abzugsfähig sein. Wenn darauf aber keine Steuer fällig wird, weil die Wohnung schon 10 Jahre im Familienbesitz war oder kein Gewinn erzielt wurde, gibts auch nichts abzuziehen.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von billy, 42

Da die Wohnung nur bis Feb 2013 vermietet war ist die Nachricht des FA m. E. schlüssig.

Kommentar von gammoncrack ,

Stimmst also der 18 Stunden alten Antwort von Barmer vollumfänglich zu?

Die Kosten bis 02.2013 sind bei Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig, danach nicht mehr.

Gut!

Kommentar von billy ,

Was Du in die Antwort versuchst hinein zu interpretieren ist mir sowas von egal. So wie Du das alte Jahr beendet hast, machst Du im neuen weiter. Von mir aus wenn Du keine anderen Hobbys hast, mach Dich ruhig weiter lächerlich.:)))

Kommentar von gammoncrack ,
mach Dich ruhig weiter lächerlich.:)))

Da musst Du hier sagen. Toller Witz!

Kommentar von EnnoBecker ,

POPCOOOORN!

Kommentar von billy ,

… und Konfetti für den Forumsclown … :)))

Antwort
von EnnoBecker, 42

Ich hab eine logische Lücke:

verstarb meine Mutter .... Meine Mutter und ich haben dann gemeinsam beschlossen

Der Schriebs vom Finanzamt ist ebenfalls nicht logisch, aber das klärt sich womöglich noch, wenn die logische Lücke geschlossen ist.

Was für Kosten sollen im Zusammenhang mit welcher Einkunftsart berücksichtigt werden?

Kommentar von wfwbinder ,

Das ist mit einer Seance hinzubekommen. (wenn man dran glaubt)

Kommentar von EnnoBecker ,
wenn man dran glaubt

Also der Tag, an dem man dran glauben muss, wird kommen. Wenn man sich richtig drauf vorbereitet, kann man sich sogar drauf freuen.

Kommentar von Primus ,

Habe ich so auch noch nicht gesehen - stimmt aber.

Kommentar von LittleArrow ,

Ich hab eine logische Lücke:

Ja, Du;-))

Man kann die Dinge natürlich auch mutwillig aus dem Zusammenhang reißen. Der Verkaufsbeschluss wurde doch sprachlich eindeutig im Zusammenhang mit dem Vermietungsende getroffen:-)

Kommentar von EnnoBecker ,

Na bitte. Ich wusste doch, dass sich das aufklärt. Hier war ich der Dumme, aber immerhin hab ich es jetzt verstanden.

Bis Ende Februar müssen doch dann noch Werbungskosten im Zusammenhang mit der Vermietung anerkannt werden, womöglich auch darüber hinaus (beispielsweise Zinsen für Darlehen).

Und die Werbungskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf können nur dann abgezogen werden, wenn der Veräußerungsgewinn steuerpflichtig ist.

Antwort
von HilfeHilfe, 32

Naja du schreibst ihr wolltet verkaufen und nicht vermieten. Somit liegt das FA ja nicht ganz falsch :)

Hast du Erbschaftssteuer zahlen müssen ? Falls ja evtl. kannst du es gegenrechnen. Das werden aber hier die Steuerprofis besser beurteilen

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