Frage von TochHei,

Familienärger wegen Eltern-Unterhalt. Muß jedes Kind zahlen - auch bei kl. Einkommen und Kindergeld?

Möchte mich hier schlau machen, wegen Eltern-Unterhalt. Die Mutter kann bald nicht mehr alleine wohnen, Demenz schreitet voran, ins Heim soll und will sie auf keinen Fall. Es soll eine Pflegerin eingestellt werden. Doch wer zahlt die Pflegekosten? Ihre Rente (mit Witwenrente) reicht grade so zum Leben. Müssen hier alle Kinder gleichmäßig zahlen? Ich frage für mich, da ich nur ein kleines Einkommen habe (bin beim Ehemann angestellt) und Kindergeld für 2 Kinder. Wir wollen und werden uns sicher einigen, aber ich würde gerne wissen, was rechtlich Sache ist. Vielen Dank schon mal, ich frage sicher noch mehr bei Euch nach.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus,

Ich hoffe, ich kann Dir mit folgendem Artikel weiterhelfen:

Elternunterhalt: Höhere Freibeträge vom Nettoeinkommen ab 1.1.2013

Veröffentlicht am 6. Dezember 2012 von Iris Suemenicht

Für alle zum Elternunterhalt verpflichteten erwachsenen Kinder gibt es eine gute Nachricht: Soeben wurde die neue Düsseldorfer Tabelle, die ab dem 1.1.2013 gilt, veröffentlicht. Darin wurden die Freibeträge, die dem zum Elternunterhalt verpflichteten Kind und seinem Ehegatten verbleiben dürfen, wie schon im Jahr 2011 erhöht:

Schutz durch höhere Freibeträge

Zum Elternunterhalt verpflichtete erwachsene Kinder sind als sogenannte Sandwichgeneration besonders geschützt, da sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ihren bisherigen Lebensstandard beibehalten dürfen, solange sie nicht im Luxus leben. Bisher betrugen die Freibeträge für alleinstehende erwachsene Kinder 1.500 Euro pro Monat und für den Ehegatten 1.200 Euro pro Monat. Beide Freibeträge werden zum 1.1.2013 kräftig angehoben – und zwar auf 1.600 Euro für alleinstehende erwachsene Kinder und auf 1.280 Euro für deren Ehegatten. Das bedeutet, dass für Ehepaare jetzt ein sogenannter Mindest-Familienselbstbehalt in Höhe von 2.880 Euro (statt bisher 2.700 Euro) monatlich gilt.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Sehr gute Recherche Primus, interessant ! Das gleiche Thema hatten wir heute in der Firma. Werde es mir gleich einmal heraussuchen und ausdrucken. Mich selbst betrifft es zwar nicht mehr aber interessant zu wissen ! Gruß K.

Kommentar von TochHei ,

vielen lieben Dank Primus, da bin ich ja erst mal beruhigt.

Kommentar von Primus ,

Gene :-))

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, die Recherche von Primus ist im Grunde richtig. Allerdings geht es hier um die Kosten der Eltern im Pflegeheim. In eurem Fall denke ich müsst ihr erst einmal Pflegegeld beantragen. Je nachdem welche Pflegestufe dann anerkannt wird, gibt es unterschiedliche Pflegesätze für die Pflege zu Hause. Reicht das Geld dann nicht aus, muss die Mutter ( oder Kinder ) finanziell weitere Kosten selbst übernehmen( ggf. Rente ) . K. Ich denke auch, da kommen sicher noch Fragen. Schaut euch hier im Forum mal um, es sind ähnliche Fragen schon häufig beantwortet worden.

Kommentar von TochHei ,

vielen Dank, Pflegestufenantrag ist grade gestellt, aber noch nicht entschieden.

Antwort
von Rentenfrau,

Oh das seid Ihr in einer schwierigen Situation, es wäre sicher gut, wenn Ihr Euch einigt, aber vorher sollte natürlich die Mutter schon an ihre eigenen finanziellen Reserven gehen, ganz wichtig ist auch, daß für sie eine Pflegestufe beantragt wird, das Pflegegeld bringt dann auch finanzielle Erleichterung. Solltet Ihr Euch nicht einigen können, muß die Mutter (da das Geld nicht ausreicht) oder ihr Betreuer einen Sozialhilfeantrag stellen und dann zahlt erst das Sozialamt, dann werden aber alle Kinder angeschrieben und das Sozialamt sucht sich den oder die zahlungskräftigsten heraus und verlangt Eltern-Unterhalt, die Kinder untereinander können das dann voneinander wieder verlangen. Wenn Du nur ein kleines Einkommen hast, glaube ich nicht, daß Du hier in erster Linie zum Zahlen dran bist.

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